Wo ist dieses Foto doch gleich entstanden? – Eine Geotagging-Einführung


Solmeta N2 auf Nikon D5000 (Foto: YellowShark)

Solmeta N2 auf Nikon D5000

Geotagging, Geocoding, Geo-Imaging und Foto-Verortung – all diese Begriffe stehen für die Technik, Fotos mit Daten über ihren Aufnahmeort anzureichern.
Der Standort wird in Form von Koordinaten in die Metadaten des Bildes geschrieben, wo sie später via Software angezeigt oder genutzt werden können.

So kann man auch lange nachdem man die Fototour schon wieder vergessen hat genau nachvollziehen, wo einzelne Bilder entstanden sind.
Auch über den persönlichen Nutzen hinaus eröffnet Geotagging neue Möglichkeiten. Beispielsweise können über Flickr Fotos nur aus einem bestimmten Aufnahmegebiet durchstöbert bzw. durchsucht werden.

Um eigene Fotos mit geographischen Informationen zu versehen, gibt es drei verschiedene Möglichkeiten:

1. GPS-fähige Kameras

Mit Abstand am komfortabelsten sind Kameras, die einen GPS-Sensor integriert haben und direkt bei der Aufnahme den Standort in die Bilddaten schreiben.

Derzeit ist die Zahl solcher Kameras mit integriertem GPS-Empfänger jedoch noch sehr gering. Beispielsweise verfügen Nikons Coolpix P6000 und die Ricoh 500SE GPS über eine solche Funktion.

Verbreiteter sind Kameras, die zwar mit GPS-Informationen umgehen könne, jedoch über keinen eigenen Empfänger verfügen. Für diese Kameras, z.B. Nikons D90, lassen sich GPS-Empfänger als Zubehör kaufen und mit der Kamera verbinden.

2. GPS-Logger

Wenn die Kamera selbst keine GPS-Daten verarbeiten kann, hilft ein separater GPS-Logger. Diese kleinen Geräte speichern in regelmäßigen Abständen die aktuelle Position zusammen mit der Uhrzeit. Nimmt man sie während einer Fototour mit, kann eine Software später anhand der Aufnahmezeit Fotos und Position zusammenführen und so die Geoinformationen automatisch in die Bilder schreiben.

3. Manuelles Geotaggen

Im Zweifelsfall ist auch Handarbeit eine Option. Über diverse Bildverwaltungssoftware können Korrdinaten in die EXIF-Metadaten von Fotos eingetragen werden.

Muss es nicht ganz so detailgenau sein, kann man sich auch auf Ortsnamen, Postleitzahlen oder Adressen beschränken.

Angesichts der inzwischen sehr günstig zu habenden GPS-Logger ist die manuelle Verortung jedoch nur für den sehr gelegentlichen Gebrauch zu empfehlen.

Fazit

Das einstmal aufwändige Geotagging ist dank erschwinglich gewordener und leicht zu bedienender Technik inzwischen für jeden machbar. Besonders bei längeren Fototouren wird mancher Fotograf später froh sein, nachsehen zu können, wo genau die Fotos eigentlich jeweils entstanden sind.

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  1. #1 by Seb - 11.01.2010 at 17:14

    Nicht ohne meine Geotagger: Solmeta Geotagger N2 Kompass und Dawntech mini 3L an D90 und D300!

  2. #2 by Tobi - 13.01.2010 at 13:40

    Schade das GPS zu lange braucht um die Locations zu finden und “Indoor” sowieso so gut wie nicht funktioniert. Das trübt die ganze Geschichte sehr!

  3. #3 by gaa - 26.01.2010 at 11:39

    @Toni: beachte die Indoor-Funktion z.B. des Solmeta Geotaggers N2

    bis das Gerät genügend Satelliten hat dauert es evtl. 3-4 Minuten, anschliessend funzt es aber super. und die akkuzeit des N2 liegt bei rund 8h…

  4. #4 by Torsten Ehmle - 26.01.2010 at 16:47

    Praktisch: das iPhone taggt immer schön brav mit – ganz ohne Zusatzgeräte. Und seit dem 3GS ist die Kameraqualität nun auch “annehmbar”.

(wird nicht veröffentlicht)

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