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Digitale Spiegelreflexkameras erhalten Einzug in Fernsehen und Kino
FS schreibt in News und Web-Tipps am 23.11.2010

Canon EOS 5D Mark II (Foto: Charles Lanteigne)
Bereits Anfang des Jahres berichteten wir über die die neuen Möglichkeiten, hochwertige Videos mit Spiegelreflexkameras (siehe Filmen mit DSLRs) zu produzieren. Zuerst wurde diese Möglichkeit vor allem von begeisterten Amateuren genutzt, aber inzwischen erhalten Spiegelreflexkameras auch Einzug in Kino- und Fernsehproduktionen.
So wurde beispielsweise das Staffelfinale der beliebten Fernsehserie Dr. House vollständig auf Canon EOS 5D Mark II Kameras gedreht. In einem Interview waren die Produzenten besonders begeistert von dem geringen Platzbedarf der Kameras. So mussten sie keine Sets bauen, die man auseinander nehmen können muss, um schweres Gerät darin zu platzieren. Das kam auch den Schauspielern sehr entgegen, die dadurch in sehr realistischen Umgebungen spielen konnten. Greg Yaitanes, Executive Producer, war auch sehr von der gesteigerten Tiefenwirkung der Spiegelreflexkamera begeistert:
“Ich war von der Videoästhetik sehr angetan, denn sie war mehr als filmisch. Sie ermöglichte es auf ganz neue Art, die Darsteller aus dem Hintergrund zu lösen und dem Zuschauer direkt vor das Gesicht zu setzen. Die Kamera ermöglichte eine Intimität, wie ich sie bislang weder auf Film noch Digital gesehen hatte.”
Für Filmemacher hat Tiefenunschärfe von Vollformat-Spiegelreflexkameras (siehe auch unser Grundlagenartikel über Sensorgrößen) tatsächlich eine neue Dimension. Man übersieht nämlich leicht, dass das 35mm-Kleinbildformat (36 × 24mm) effektiv größer ist, als das 35mm-Kinoformat (bis zu 25,00 × 18,75 mm – je nach Technik). Der Filmstreifen ist zwar genauso breit, jedoch liegen die Einzelbilder im Kleinbild längs zum Streifen, während sie in Filmkameras quer zur Filmrichtung liegen. Dadurch wird im Kleinbildformat letztlich mehr Bildfläche genutzt, als im 35mm-Kinofilm.
Auch die Neuauflage der Krimiserie Hawaii Fünf-Null, die dieses Jahr in den USA angelaufen ist, nutzt in einzelnen Szenen immer wieder Spiegelreflexkameras. Sogar Kinoproduktionen experimentieren mit den neuen Kameras, wenn auch bislang mehr in Independent-Produktionen oder nur in wenigen Szenen. Beispielsweise wurde der Film Rubber vollständig auf einer 5D Mark II gedreht.
Bislang wird diese Nische fast ausschließlich von Canon dominiert. Der Hersteller hat mit der EOS 5D Mark II noch immer die einzige relevante Vollformat-Videokamera im Programm und bedient inzwischen mit der 550D auch das APS-C-Format, welches immerhin noch fast genauso groß wie 35mm-Kinofilm ist. Im Amateur-Bereich sind die wichtigsten Konkurrenten Panasonic mit der Lumix GH1 und seit kurzem auch wieder Nikon mit der D7000. Beide Kameras haben jedoch keinen Vollformatsensor.
Für Fotografen bietet dieser Trend ganz neue Möglichkeiten, denn viele Fotografen wollen sich früher oder später auch einmal am Bewegtbild versuchen. Noch vor wenigen Jahren musste man dafür stets eine separate Kamera kaufen, die dann auch noch durch die damals kleinen Sensoren in Videokameras fundamental schlechtere Bilder als die unerschwinglichen Filmkameras produzierte. Inzwischen reicht bereits eine neuere Spiegelreflexkamera und ein wenig Zubehör, wie Tonaufnahmegeräte und Mikrofone.
Natürlich gehört noch immer mehr dazu, einen hervorragenden Film zu drehen, als nur eine gute Kamera zu haben – zum Beispiel gute Beleuchtung und Set-Design. Doch dank den modernen Spiegelreflexkameras findet man zumindest einen einfachen Einstieg um bereits sehr gute Aufnahmen zu produzieren.
Wie man Pixelfehler in Spiegelreflexkameras von Canon maskiert
FS schreibt in Foto-Know-How am 05.08.2010
Beispiel eines Pixelfehlers
Heiße Pixel sind Bildpunkte auf einem Fotosensor, die schneller überhitzen und dadurch Bildfehler verursachen. Sie machen sich vor allem bei Langzeitbelichtungen bemerkbar, indem sie als heller Punkt hervorstechen. Auch sonst können Digitalkameras diverse problematische Pixel haben. Ähnlich wie bei Bildschirmen gibt es auch bei Kameras tote Pixel, die ununterbrochen die gleiche Farbe zeigen. Auch ein kleines Staubkorn auf dem Sensor kann ähnliche Effekte hervorrufen.
Bei Fotos ist das häufig kein besonders dramatisches Problem. Einzelne Pixel fallen im Vergleich zu der hohen Gesamtauflösung nicht sehr auf und man fotografiert auch eher selten in hohen ISO-Bereichen, die besonders anfällig für heiße Pixel sind. Zudem kann man ein einzelnen Pixel auch sehr schnell per Photoshop korrigieren. Es gibt inzwischen auch Software, die solche Reparaturen automatisch vornimmt. Problematischer sind Pixelfehler in Videoaufnahmen, die heutige Kameras meist auch beherrschen. Die Korrektur ist dort aufwändiger und im Video-Modus arbeitet man häufiger in hohen ISO-Bereichen.
Doch wer Pixelfehler in seinen Aufnahmen entdeckt muss nicht gleich verzweifeln. Wenn es sich bei der Kamera um eine Canon Spiegelreflexkamera handelt, stehen die Chancen gut, dass schon die Kamera selbst das Problem beheben kann. Viele neuere Kameras aus der EOS-Reihe haben eine undokumentierte Funktion um fehlerhafte Pixel auszublenden. Da die Funktion nicht dokumentiert ist, lässt sich jedoch nicht mit Sicherheit sagen, welche Modelle sie unterstützen. Entsprechende Berichte finden sich unter anderem über die Canon EOS 7D, 5D Mark II und 550D.
Und so funktioniert der Trick:
- Man setzt den Objektivdeckel auf das Objektiv, oder nimmt das Objektiv ganz ab und verschließt den Kamerakörper mit der mitgelieferten Abdeckung. Ziel ist, dass keinerlei Licht mehr auf den Sensor fallen kann.
- Nun aktiviert man die Funktion zur manuellen (nicht automatischen!) Sensorreinigung. Diese Funktion dient normalerweise dazu, dass man mit einem feinen Pinsel den Sensor reinigen kann. Dazu wird der Spiegel im Gehäuse nach oben geklappt und der Bildverschluss geöffnet, sodass der Sensor zugänglich wird. Die Spiegelbewegung ist bei der Aktivierung der Funktion gut hörbar.
Versuchen Sie jedoch nicht wirklich, den Sensor zu reinigen und lassen Sie die Kamera fest verschlossen. Fotosensoren sind extrem empfindlich und können sehr leicht beschädigt werden. - Einige Sekunden warten.
- Die Kamera ausschalten.
- Wieder kurz warten.
- Die Kamera einschalten.
Bei Erfolg ist der Pixelfehler nun verschwunden.
Die gängige Theorie ist, dass die Kamera nach einer Sensorreinigung eine Art Sensordiagnose durchführt und dabei fehlerhafte Pixel erkennt und abschaltet. Ob diese Theorie zutrifft kann aber wohl nur ein Canon-Ingenieur beurteilen.
Wir konnten die Funktion an einer neuen EOS 550D mit einem heißen Pixel testen. Bei unserer Kamera verschwand der Bildfehler in der Tat beim ersten Versuch.
Wir können jedoch keine Garantie dafür übernehmen, ob dies immer so reibungslos abläuft. Die Anwendung dieser Technik läuft immer auf eigene Gefahr.
Filmen mit dSLRs (Teil 2 von 2): Drehtipps
ES schreibt in Foto-Know-How am 18.03.2010
Seit neustem machen einige DSLRs mit hervorragenden Videofunktionen auf sich aufmerksam. Für viele ist dies eine interessante Option. Doch was ist zu beachten beim Filmen? Anhand der Canon EOS 7D verraten wir einige Tipps. Die meisten sind auch auf andere Kameras übertragbar.
- Croppen ade. Wer es von der Fotobearbeitung gewohnt ist das Format seiner Bilder im Nachhinein anzupassen oder Ausschnitte zu vergrößern, der sollte sich von diesem Gedanken verabschieden. Jede Einstellung eines Films benutzt das gleiche Format. Einmal auf ein Format festgelegt wird dieses nicht mehr verändert. Legen Sie also das Format fest, beispielsweise Full-HD mit 1920×1080 Pixeln bei 25 Bildern pro Sekunde, und wählen Sie ihren Bildausschnitt dem entsprechend.
- H.264 ≠ RAW. Die Aufzeichnung der Videos erfolgt bei der Canon 7D als H.264. Dies bedeutet, dass die Videos schon komprimiert sind. Die Vorzüge von RAW sind dahin. Genau zu belichten und ein ordentlicher Weißabgleich sind deshalb ein Muss. Ein Tip: Machen Sie doch vor dem Drehen ein Foto und schauen in Ruhe am Histogramm, ob das Bild richtig belichtet ist.
- Einstellen des Bildstils. Da Sie keine RAWs aufnehmen können ist der Bildstil von Bedeutung. Weit verbreitet unter Filmern ist es, den Bildstil auf Neutral zu stellen, die Schräfe ganz zu verringern und den Kontrast ebenfalls. Bei der Farbsättigung sollten auch ein oder zwei Striche abgezogen werden. Diese Auswahl ist aber nur dann sinnvoll, wenn Sie nachher am Computer Farbe, Helligkeit und Kontraste bearbeiten wollen. Ist dies nicht der Fall, so kann man sich auch einen Bildstil auswählen, der einem gefällt.
- Manuell drehen. Damit während der Aufnahme sich das Bild nicht ändert, z.B. die Belichtung oder der automatische Weißabgleich sich ändern, ist es sehr ratsam im manuellen Modus zu drehen. So kann man bei der 7D Blende, Belichtungszeit, Weißabgleich, ISO und Schärfe manuell einstellen und eine ungewollte Veränderung während der Aufnahme ausschließen.
- Erst AF, dann MF. Man kann sich der AF-Funktionen des Foto-Modus bedienen um die Schärfe einzustellen. Anschließend stellt man das Objektiv auf MF um zu drehen.
- Schärfe kontrollieren. Es ist ratsam vor jeder Aufnahme die Schräfe durch die Vergrößerungs-Funktion des Displays zu kontrollieren. Nichts ist ärgerlicher als ein unscharfes Bild.
- Bei Bedarf Tiefenunschärfe verringern. DSLRs sind bei Filmer beliebt, da sie eine hohe Tiefenunschärfe ermöglicht. Doch manchmal kann dies auch stören, wenn man beispielsweise Personen aufnimmt, welche sich etwas bewegen und sich somit aus der Schärfeebene bewegen. Hier hilft es den Schärfebereich zu erhöhen. Wenn genug Licht vorhanden ist, kann man dafür die Blende schließen. Auch eine niedrigere Brennweite erhöht den Schärfebereich.
- Stativ-Einsatz. Bei Fotos kommt man in vielen Situation ohne Stativ aus, doch bei Video nimmt man viele Bilder hintereinander auf. Da macht sich schnell ein Wackeln bemerkbar. Der Einsatz von einem Stativ bringt die nötige Ruhe in die Aufnahme und ermöglicht bei Stativen mit Fluid-Köpfen auch gleichmäßige Schwenks.
- Zoomen untersagt. Schnell neigt man dazu, bei Aufnahmen an ein Objekt heran zu zommen. Jedoch erreicht man oft schönere Ergebnisse, wenn man einfach die Aufnahme stoppt, die Brennweite ändert oder sich dem Objekt nähert und eine neue Aufnahme startet. Ein weiteres Arguement gegen das Zoomen ist, dass Foto-Objektive, im Gegensatz zu Objektiven von Videokameras, oft die Schärfe beim Zoomen nicht behalten.
- Immer etwas länger aufnehmen. Wenn Sie die Videos am Computer schneiden, dann empfehlt es sich immer etwas länger aufzunehmen. Kürzen können Sie immer noch.
- Festbrennweiten nutzen. Beliebt bei Filmern sind Festbrennweiten, da diese in der Regel eine höhere Lichtstärke aufweisen. Da Sie beim Filmen keine Langzeitbelichtungen machen können ist die Lichtstärke oft von entscheidender Bedeutung.
Und bei all den Tipps sollte natürlich der Spaß am Filmen nicht vergessen werden. Eine der Stärken von DSLRs ist die Einfachheit, mit der man nun Videos “nebenbei” aufnehmen kann. Ein Beispiel dafür ist das eingebundene Video, welches ohne Crew und viel Ausrüstung während dem Arbeiten entstanden ist.
Filmen mit DSLRs (Teil 1 von 2): Überblick
ES schreibt in Foto-Know-How am 05.03.2010
Seit dem Erscheinen der Canon EOS 5D Mark II werden DSLRs nicht nur für die Fotografie, sondern auch für Videoproduktionen genutzt. Ein wahrer Hype ist ausgebrochen um diese Kamera. Sie vereint einen großen Sensor und damit eine hohe Tiefenunschärfe mit einer Aufzeichnungsoption für 1080p HD-Video. Zu der Canon EOS 5D Mark II haben sich mittlerweile weitere Modelle hinzugesellt, welche in unterschiedlichen Preisklassen ähnliche Eigenschaften aufweisen, dazu gehören die Canon EOS 7D, Canon 1D EOS Mark IV und die Canon EOS 500D. Auch andere Hersteller ziehen nach, so hat Panasonic die Lumix DMX-GH1 heraus gebracht. Nikon hatte sogar bevor Canon die neue 5D Mark II angekündigt hatte seine D90 mit Videofunktion präsentiert, welche jedoch nur 720p HD-Video aufzeichnet. Mittlerweile gibt es von Nikon auch die D300s und D3s mit 720p. Auch die K-7 und K-X von Pentax bieten eine 720p Videofunktion.
Am meisten werden die Kameras Canon 7D und 5D Mark II für Videos verwendet. Zum einen sind sie nicht so teuer wie zum Beispiel die 1D Mark IV und zum anderen haben sie einen besseren Funktionsumfang bei Videoaufnahmen also zum Beispiel die 500D. Im Vergleich untereinander hat die 7D einen kleineren Sensor als die 5D. Allerdings ist selbst dieser noch vergleichbar mit der Aufnahmefläche von 35 Millimeter Film, welcher für Spielfilme genutzt wird. Dafür bietet die 7D zur Zeit noch mehr Möglichkeiten beim Einstellen der Bildwiederholfrequenz und ist damit kompatibler zu professionellen Videoformaten. Ein entsprechendes Firmware-Update für die 5D mit neuen Optionen für die Einstellung der Bildwiederholfrequenz ist von Canon bereits für die erste Hälfte dieses Jahres angekündigt.
Die Begeisterung für das Filmen mit DSLRs hat auch einige Hersteller auf die Bildfläche geholt, welche spezielle Film-Ausrüstung anbieten. Die bekanntesten Firmen heißen Zacuto, Redrock Micro und Cinevate. Auch einige Filmer hat der Hype zu Bekanntheit gebracht. Einer von ihnen ist Philip Bloom, welcher viel über die Videofunktion neuer DSLRs berichtet hat. Als Beispiel für die Videofunktion der 5D Mark II ist sein Kurzfilm Sofia’s People in diesem Artikel eingebunden.
Wie auch Sie schöne Videos aufnehmen erfahren Sie demnächst im zweiten Teil.
Canon EOS 550D mit HD-Video
ES schreibt in Digitalkamera-Tests am 22.02.2010

Canon EOS 550D
Es hat fast den Anschein, als ob sich Canon selbst Konkurrenz machen will. Die neue Canon EOS 550D bietet, wie die teurere 7D, 18 Megapixel und interessante Videofunktionen.
Zwar konnte auch der Vorgänger EOS 500D bereits Videos in 1080p aufnehmen, dies allerdings nur mit 20 Bildern pro Sekunde. Lediglich in reduzierter Auflösung von 720p schaffte sie es auf 30 Bilder pro Sekunde. Der Nachfolger 550D ist damit die erste Spiegelreflex-Kamera für unter 1000 Euro mit Full-HD bei ruckelfreier Bildwiederholrate. Und auch die Auflösung von 18 Megapixeln ist für diese Kameraklasse ein neuer Bestwert.
Weitere Daten der 550D: Das Display bietet auf 3 Zoll eine Auflösung von 720×480 im 3:2 Format. Die Kamera verwendet einen APS-C-Sensor (22,3 x 14,9 mm) und verwendet einen DIGIC-4-Prozessor. Die ISO-Empfindlichkeit ist nun bis 12.800 einstellbar und die Belichtungskorrektur kann um +/- 5 Stufen korrigiert werden. Bei Videoaufnahmen in Full-HD (1920×1080) gibt es die Möglichkeit zwischen 29.97, 25 und 23,976 Vollbildern zu wählen und Belichtungszeit, Blende und ISO-Werte manuell einzustellen. Die 550D kann mit SD-, SDHC- und SDXC-Karten umgehen, bietet einen HDMI-Anschluss, einen Mikrofon-Eingang und wiegt 530 Gramm.
Ab März soll die neue Canon verfügbar sein. Der Body soll 729 Euro kosten. Als Kit mit einem EF-S IS 18-55 Objektiv soll die Kamera 829 Euro kosten und mit einen EF-S 18-135 IS 1029 Euro.
Mehr technische Details finden Sie in einem PDF von Canon oder auf der Webseite von Canon.




