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Streetart: Weg von der Straße! Rein in die Museen!

banksyDas ist bestimmt schon jedem einmal passiert:
Man geht die Straße entlang und sieht an Hauswänden, Telefonzellen, Bordsteinen Kunstwerke die man eher als gelungen, cool empfindet, anstatt als unverschämte Schmierereien, obwohl sie nicht legal entstanden sind.
Es ist etwas Besonderes und dennoch gehört es zum Alltag, begegnet uns Tag täglich.

Der Ort des Geschehens der Streetart ist also der öffentliche Raum, zu dem Hauswände, Laternen, Mülleimer, Parkbänke, Bäume, usw. gehören.

Um die Stadtmöbel zu verzieren, bedienen sich die Künstler verschiedenster Instrumente. Die Werke werden unter anderem mit Hilfe von Schablonen an Mauern gesprüht (=Stencilart), als Plakate an Wände geleimt (=Paste-up) oder es werden Sticker an Flächen geklebt.  Installationen oder Plastiken, die in der städtischen Umgebung aufgestellt werden sind auch ein Teil der Streetart.

street_artDas allgemein bekannte Graffiti gehört jedoch nicht dirket zur Streetart, da sich diese mit bildliche Motiven beschäftigt und nicht mit der Schrift als Motiv.
Jedoch sind Graffiti und Streetart schwer zu trennen und greifen ineinander über.

So vielseitig die Werkzeuge sind, so vielschichtig sind auch Ihre Aussagen der Arbeiten. Ob es nun eine politische Äußerung ist, Kritik an der Gesellschaft, am Konsumverhalten der Gesellschaft oder einfach nur Kunst um der Kunst willen ist, alles ist vertreten.

Eines haben die Streetart-Werke gemeinsam – sie kommunizieren mit uns, den Menschen im Alltag.

Wie der Artikel jetzt noch den Bogen, weg von der Straße in die Museen bekommt?

Der Brite Banksy wurde durch seine ironischen und provokativen Stencils weltbekannt.

Der italienische Streetart-Künstler 108 wird sogar auf diverse internationale Veranstaltungen eingeladen. Eine davon ist zum Beispiel die Biennale in Venedig.

streetartDAIM aus Deutschland durfte offiziell 2000qm des Hamburger Hafens mit seiner Kunst bereichern.

Auch Ausstellungen ausschließlich zu diesem Bereich werden auf die Beine gestellt. “Street Alphabet”  von Skore183 ist eine dieser Veranstaltungen.

Streetart ist in der zeitgenössischen Kunst angekommen und doch versucht die zu bleiben was sie ist – unkonventionell, zwanglos und alles andere als unverschämte Schmierereien.

Zum Abschluss noch ein Schmankerl für unsere Münchner Streetartisten:

Vom 15.04-10.06.2010 stellt der Künstler Skore183 seine Werke in der Galerie ArtThiess aus.

Näheres dazu findet Ihr unter http://www.superpaper.de/3060/skore183-street-alphabet.

Viel Spaß!

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