Schlagwort: landschaft
Galileo Fotografie-Grundkurs (2/3): Allgemeine Regeln für die Landschaftsfotografie
MB schreibt in Foto-Know-How am 21.01.2011
Exklusiv hier im posterXXL Blog geben wir euch komplette Tipps aus dem tollen Fotografie-Buch Der große Fotokurs – Besser fotografieren lernen von der bekannten Foto-Trainerin Jacqueline Esen. Hier gibt es den zweiten Teil mit dem Thema “Landschaftsfotografie”. Viel Spaß!
Beim Begriff »Landschaftsfotografie« fallen uns sofort Kalenderbilder aus den wunderschönsten Regionen der Welt ein. Aber auch die sehen bei trübem Licht wenig spektakulär aus. Die Landschaft vor Ihrer Haustür ist vielleicht nicht so weltberühmt wie der Grand Canyon, aber sie hat einen genialen Vorteil: Sie können jederzeit ein Foto davon machen – am besten dann, wenn das Licht spektakulär ist.
Regel 1: Lichtstimmungen nutzen
Verzichten Sie auf das Abendessen, eine Besichtigung oder Ähnliches, oder verschieben Sie es, wenn sich eine fantastische Lichtsituation abzeichnet. Halten Sie die Kamera immer griffbereit, vor allem bei einsetzendem Gewitterregen. Der Regenbogen entsteht immer da, wohin die Sonne gerade noch hin, also auf der gegenüberliegenden Seite. Sobald die ersten Regentropfen prasseln, gehen Sie vor die Tür. Riskieren Sie es, nass zu werden.
Regel 2: Blende schließen
Damit die Landschaft von vorn bis hinten scharf wird, arbeiten Sie mit der Blendenvorwahl, und stellen Sie eine Zahl von f8 bis f16 ein. Behalten Sie immer auch die Verschlusszeit im Auge, denn Blende schließen heißt leider auch, dass die Verwacklungsgefahr steigt.
Regel 3: Qualität vor Schnelligkeit
Benutzen Sie einen niedrigen ISO-Wert für maximale Bildqualität, und arbeiten Sie mit dem Stativ für optimale Schärfe.
Regel 4: Das Weitwinkelobjektiv
macht Landschaften klein Möglichst viel drauf bekommen wollen führt dazu, dass viele Fotografen das Weitwinkelobjektiv benutzen. Es bildet die einzelnen Details im Foto – vor allem weit entfernte – aber viel zu klein ab, darum sieht die riesige Landschaft oft langweilig aus. Mit einem Normal- oder einem leichten Teleobjektiv bekommen Sie zwar nicht alles auf ein Bild, aber Sie können interessante Landschaftsaspekte betonen – einen einzelnen Baum, ein Haus, einen Felsen; der Betrachter bekommt auf diese Weise einen Größenbezug und kann sich im Foto auch besser orientieren.
Tipp: Die Drittel-Regel
Die Drittel-Regel besagt, dass der Blickfang nicht genau in der Mitte, sondern an den Schnittpunkten von neun gleich großen Rechtecken liegen soll (das ist eine grobe Annäherung an den sogenannten Goldenen Schnitt). Harmonisch wirken die Bilder auch, wenn Sie in Blick- oder Bewegungsrichtung des Motivs mehr Raum lassen als dahinter.
Regel 5: Vordergrund gestalten
Ein Blickfang im Vordergrund dient als Einstieg in das Motiv. Je mehr Sie mit dem Weitwinkel arbeiten, desto wichtiger ist ein gut gestalteter Vordergrund. Nehmen Sie Blumen, Steine oder anderes mit ins Bild. Fotografieren Sie aus einer tiefen Aufnahmeperspektive, oder kippen Sie die Kamera, um einen anderen Bildausschnitt zu erhalten. Der Blick aus Augenhöhe ist meistens am langweiligsten.
Regel 6: Horizontlage beachten
Achten Sie auf einen geraden Horizont, und variieren Sie den Bildaufbau. Sie können den Horizont ins untere oder obere Drittel des Bildes legen, je nachdem, was interessanter aussieht. Je weiter die Horizontlinie an den Bildrand rückt, desto dramatischer die Bildwirkung. Vermeiden Sie eine mittige Aufteilung, es sei denn, Sie haben gute Gründe dafür.
Regel 7: Räumliche Tiefe
Einem Foto fehlt per se die dritte Dimension. Den Eindruck von räumlicher Tiefe können Sie erzeugen, indem Sie die Linienführung im Bild geschickt manipulieren. Das Auge folgt gerne Linienpaaren, die zum Horizont hin zusammenlaufen; auch Diagonalen oder geschwungene Linien eignen sich gut zur Aufteilung des Bildraumes. Durch die Größenverhältnisse von Objekten wird Nähe und Distanz suggeriert. Kühle und dunkle Farben (Blau, Grün) unterstützen die Tiefenwirkung, warme und helle Farben treten in den Vordergrund. Sich überlappende Objekte helfen ebenfalls bei der Orientierung und Einschätzung der Größenverhältnisse.
Regel 8: Landschaft ist überall
Entdecken Sie Landschaftsmotive in Ihrer gewohnten Umgebung. Sie müssen nicht nach Neuseeland oder Südafrika fahren, manchmal genügt ein Wochenendausflug. Die Autobahnausfahrt am Stadtrand fördert manchmal Erstaunliches zutage.
Haben euch die Tipps gefallen? Diese und viele weitere Tipps auf 443 Seiten gibt es im Standardwerk Der große Fotokurs – Besser fotografieren lernen von der bekannten Foto-Trainerin Jacqueline Esen. Natürlich auch hier bei posterXXL.

Abbildung zu Regel 8
Die Blaue und die Goldene Stunde – Bestes Licht für Fotos berechnen
MB schreibt in Foto-Know-How am 20.07.2010
Immer wieder hört man in der Fotografie von der “Blauen Stunde”, ab und zu auch von der “Goldenen Stunde”. Was hat es damit auf sich?
Die so genannte “Blaue Stunde” hat zwar nichts mit Alkohol, aber trotzdem mit Stimmung zu tun. Es ist ein Teil der Morgen- oder Abenddämmerung. Beim Sonnenaufgang wird durch die Atmosphäre Licht verschiedenster Wellenlängen herausgefiltert. Anfänglich kommt nur Blau durch, da es die kürzeste für Menschen sichtbare Wellenlänge hat. Durch das indirekt eintreffende Licht gibt es weder harte Schatten noch zu extreme Kontraste.
Da noch nicht viel Licht vorhanden ist, benötigt man dafür meist ein Stativ sowie etwas längere Belichtungszeiten. In dieser Zeit aufgenommene Bilder wirken mystisch und geheimnisvoll. Meist hat man dafür ca. 40 Minuten Zeit, weshalb die Bezeichnung “Stunde” etwas übertrieben wirkt.
Danach folgt die “Goldene Stunde”, wenn die Sonne noch ganz tief steht und alles in ein warmes, goldenes Rot taucht. Das sieht vor allem spektakulär aus, wenn Wolken und Berge schon Orange leuchten, während das Tal noch in kühlesn dunkles Blau getaucht ist. Die Goldene Stunde dauert ca. 50 Minuten und hat den Namen “Stunde” schon eher verdient.
Insgesamt also ein Zeitfenster von zwei Stunden, in denen stimmungsvolle Bilder möglich werden.
Das Ganze in umgekehrter Reihenfolge gilt dann auch beim Sonnenuntergang. Für gute Landschaftsfotos sollte der Fotograf also entweder früh aufstehen, oder spät zu Bett gehen.
Unter diesem Link gibt es einen Dämmerungsrechner. Das geniale Tool verrät abhängig vom Standpunkt die Zeiten für blaue und goldene Stunde, sowie den Winkel in dem die Sonne auf- und untergeht. Ideal um sich fürs perfekte Foto vorzubereiten!
Alles gefälscht und unecht!
MB schreibt in Foto-Know-How am 15.02.2010
Matthew Albanese macht Landschaftsbilder. Und diese kommen mit einer optischen Wucht daher, die ihresgleichen sucht.
Das könnte auch daran liegen, daß alles nur gefälscht und nachgestellt ist. Der Tornado links im Bild besteht zum Beispiel aus Stahl- und Baumwolle, die Bäume sind Petersilienstängel und der Boden ist hübsch ausgelegtes Moos.
Doch damit nicht genug! Matthew baut Marslandschaften aus Paprika, Vulkane aus Fugenkitt und Gletscher aus Zucker.
Nichts ist hier echt, doch mit der richtigen Perspektive und ein wenig Photoshop entstehen glaubhafte Aufnahmen aus einer bombastischen Welt. Unter diesem Link gibt es eine Bildersammlung auf behance.net inklusive englischsprachiger Erklärung mit welchen Materialien gearbeitet wurde.
Alpen Zeitraffer – 3 super Videos nicht nur für Bergfreunde
MB schreibt in Foto-Know-How am 18.01.2010
Bilder sagen mehr als Worte, daher einfach kurz: Drei atemberaubende Videos, mit klassischer Musik unterlegt. Mein persönlicher Favorit ist Nummer zwei (night), uns würde interessieren welches unseren Lesern am besten gefällt!
Timelapse movie: The Alps — part I from Michael Rissi on Vimeo.
Timelapse movie: The Alps — part II (night) from Michael Rissi on Vimeo.
Timelapse movie: The Alps — part III (morning) from Michael Rissi on Vimeo.
Die Videos wurden von Michael Rissi erstellt. Das Bildmaterial stammt aus einer Canon EOS 50D mit Canon L 16-35/f2.8, Sigma 17-70/f2.8 und Sigma 10-20/f4.0 Objektiven. Die Abstände zwischen den Aufnahmen waren zwischen 2 und 7 sekunden, Belichtung kürzer als 1/100s. Benutzte Filter: Hoya ND400 und Hoya circular Polfilter.








