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Fotografieren für Einsteiger – Tipps und Tricks

Das Fotografieren hat sich in unserer Gesellschaft längst zu einem beliebten und häufigen Hobby entwickelt. Fotoprofi wird man aber nicht von einem Tag auf den anderen. Wer sich also dazu entscheidet, künftig als Hobbyfotograf tätig zu sein, der sollte zu Beginn einige Dinge beachten. Da wären unter anderem die Fragen zu klären, welche Kamera gekauft wird, welche Motive schöne Fotoergebnisse liefern, wie die Kreativität zum Laufen gebracht wird und was der Fotograf oder die Fotografin dann mit den Ergebnissen anstellen kann. Das alles soll im Folgenden noch geklärt werden. Es ist auf jeden Fall empfehlenswert, keine allzu teure Kamera zu kaufen, sondern ein Modell, das für Einsteiger besonders geeignet ist. Dann sind Anfänger nicht mit den Funktionen überfordert und die Fotos können sich sehen lassen. Diese können übrigens mit einem Gutschein von Gutscheinsammler günstig aufs Papier gebracht werden.

Zwei Einsteigerkameras im Vergleich

Für künftige Hobbyfotografen, die gerade die Leidenschaft zum Fotografieren entdeckt haben, bestehen verschiedene Modelle an Spiegelreflexkameras, die besonders für Einsteiger geeignet sind. Dabei spielt der Preis eine ganz wichtige Rolle, denn Kameras sind schon für unter 500 Euro im Internet erhältlich, haben aber alles vorzuweisen, was eine Spiegelreflexkamera so braucht.

Nikon hat für Einsteiger ein wirklich geeignetes Modell im Repertoire: Die Nikon D5100, die es zu einem sehr fairen Preis zu kaufen gibt. Das Nikon-Menü ist besonders übersichtlich gestaltet, wodurch sich auch Neulinge schnell und einfach orientieren können. Bei diesem Modell ist besonders hervorzuheben, dass die Bildqualität sehr gut ist, dass es eine HDR-Funktion gibt und dass es viel Vergnügen bereitet, Full-HD-Video nutzen zu können.

Neben Nikon bietet auch Canon eine Spiegelreflexkamera an, die Einsteiger schnell zu bedienen lernen: Die Canon EOS 600D verfügt über eine attraktive Ausstattung und auch der Preis reißt kein allzu großes Loch in die Geldbörse. Bei diesem Modell kann der Scene-Intelligent-Auto-Modus aktiviert werden, was dazu führt, dass die Kamera während der Aufnahme die optimale Einstellung ganz automatisch wählt. So lernen Einsteiger spielerisch die Kamera kennen und können sich super an das Handling gewöhnen.

Kamera

Ein außergewöhnliches Motiv finden

Haben sich Einsteiger für ein Kameramodell entschieden, dann wollen sie die Entdeckungsreise am besten gleich starten. Die neue Errungenschaft will kennengelernt werden und das wilde Drauflosfotografieren geht gleich los. Aber nicht jeder Gegenstand und jedes Motiv lässt ein Foto zu einem Hingucker werden. Auf den Knopf drücken, um ein Foto zu schießen, kann jeder. Aber was macht ein besonderes Foto aus, das man sich auch gerne wieder ansieht und das andere vielleicht sogar zum Staunen bringt? Die Antwort darauf ist ganz einfach: Es gibt nicht DAS Motiv, denn jeder empfindet ein Foto anders. Um aber ein für sich geeignetes Motiv zu finden, sollten sich Hobbyfotografen vorher folgende Fragen stellen:

- Was soll mit dem Foto ausgedrückt werden?
- Gibt es geeignete Motive in der Umgebung, um die Idee umzusetzen?
- Ist das Licht geeignet für ein schönes Bild?

Was tun mit den schönen Fotos?

Beim Entdecken der Kamera wird wohl der ein oder andere Schnappschuss fallen und von Zeit zu Zeit entstehen ausdrucksstarke Fotos und Bilder, die verewigt werden sollen. Es wäre schade, wenn die tollen Fotos niemand sonst zu Gesicht bekommt. Um gelungene Fotos aufs Papier zu bringen, gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten. Fotos einfach nur auszudrucken und irgendwo in einem verstaubten Karton aufzubewahren, ist längst nicht mehr die Regel.

Die heutige Technik und das Internet machen es möglich, dass auch unerfahrene Fotografen ohne großen Aufwand Fotobücher, Fotokarten und Co. gestalten und bestellen können. Zusätzlich bestehen aber noch mehr Gestaltungsmöglichkeiten, die sich besonders für einzelne Schnappschüsse eignen: Wie wäre es denn mit einem Fotoposter vom eigenen Kind an der Wand? Oder vielleicht ein neuer Kalender mit 12 besonders schönen Fotos? Aber auch Fotoleinwände und Fotos auf Acryl-Glas sind immer gern gesehen. Egal für was sich die Fotografen schlussendlich entscheiden – das Fotografieren wird ihnen auf jeden Fall Vergnügen bereiten, auch wenn das ein oder andere Foto vielleicht ein Schuss in den Ofen ist.

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Frühlingserwachen – Fotografieren, wenn alles grünt und blüht

MaiglöckchenWenn die ersten Leute im Straßencafé sitzen, die Schneeglöckchen aus dem Boden sprießen und die Bäume langsam grün werden, nähert sich der Frühling mit großen Schritten.
Damit Sie die ersten Momente des Frühlingserwachens optimal mit Ihrer Kamera festhalten können, sollten Sie die folgenden Tipps beherzigen:

1. Nutzen Sie das jeweilige Tageslicht. Im Frühjahr steht die Sonne noch nicht so hoch, daher müssen Sie beim Fotografieren nicht unbedingt auf eine bestimmte Tageszeit achten.
Generell lassen sich jedoch im rötlichen Morgen- und Abendlicht die besten Aufnahmen erzielen. Tolle Schatten, dezente Kontraste und warme Farben sind das Ergebnis.
Bei schönem Wetter eignen sich eher Motive mit starkem Kontrast, an trüben Tagen ist der Kontrast eher gering und die Schatten sind sehr weich.

Achten Sie außerdem beim Fotografieren darauf, dass Sie mit der Sonne im Rücken fotografieren, ansonsten entstehen lästige Blendenflecken, die sich nur schwer durch manuelle Nachbearbeitung entfernen lassen. Falls Sie keine andere Möglichkeit haben, nutzen Sie eine Gegenlichtblende. Diese verhindert ungewollte Reflexionen und eine Reduzierung der Farbsättigung.

Tulips2. Bedienen Sie sich an der Vielfalt der Motive. Natürlich sind sprießende Blumen und Sträucher nach der langen Phase der Dunkelheit ein tolles Motiv. Aber müssen es denn immer Blumen sein?
Halten Sie doch beispielsweise die sich sonnenden Menschen in den Straßencafés, Tiere, die sich jetzt wieder zeigen, oder auch die teilweise im Frühjahr besonders schönen Wolkenformationen fest.

3. Nähern Sie sich an! Benutzen Sie den Makromodus Ihrer Kamera und nutzen Sie die maximale Fotogröße für Ihr Motiv. Der Makromodus bietet den Vorteil, dass die Bildstruktur im Gegensatz zum optischen Zoom nicht aufbricht.

4. Achten Sie auf das gewisse Etwas. Eine einfache Blume zu fotografieren, kann schnell kitschig und langweilig wirken. Ein Foto, auf welchem das Blüteninnere zu erkennen ist, oder eine Biene, die in der Blüte sitzt, kann Ihr Bild schnell zum perfekten Frühlingsfoto machen.
Menschen sprechen das Auge noch mehr an. Versuchen Sie doch, das Gefühl und die Atmosphäre zwischen zwei Menschen einzufangen, die gemeinsam die ersten Sonnenstrahlen genießen.

Blüten5. Begeben Sie sich auf Tauchstation, denn ein auf Augenhöhe fotografiertes Motiv wirkt wesentlich dominanter als eines aus der Vogelperspektive.
Fotografieren Sie beispielsweise einen Frühblüher, wird er aus der Vogelperspektive untergehen. Erst in der Froschperspektive wird er seine volle Wirkungskraft entfalten.

6. Haben Sie immer eine Sitzgelegenheit dabei. Eine einfache Einkaufstüte aus Kunststoff genügt. Im Frühjahr ist der Boden oft noch feucht. Mit der Einkaufstasche können Sie sich völlig sorgenfrei auf den Boden knien und das Motiv mühelos einfangen.

Jetzt aber raus an die frische Luft! Denn vom Lesen allein wird es nichts mit Ihrem perfekten Frühlingsfoto.

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Monsieur Niépce, das erste Foto und eine kleine Geschichte zur Fotografie

Ein Foto zu schießen ist für uns heute eine alltägliche Situation. Wir machen nahezu beiläufig Fotos wenn wir etwas Nettes sehen oder einen schönen Moment festhalten wollen.  Wenn uns ein Bild nicht gefällt löschen wir es.
Jedoch mussten davor kluge Köpfe Ideen haben, experimentieren und forschen, damit es überhaupt möglich wurde Dinge dauerhaft auf einem Medium festzuhalten.

Beginnen wir doch von Anfang an.
Zunächst mit dem Begriff  Fotografie. Er  setzt sich aus den altgriechischen Wörtern photos (”Licht”) und graphein (”zeichnen”, “malen”, “ritzen”) zusammen.

Funtionsweise der Camera obscura

Schon 400 v. Chr. war ein fotografieähnliches Verfahren bekannt – die Camera obscura (lat.: Dunkle Kammer).
Es handelte sich um einen abgedunkelten Raum mit einem Loch in der Wand. Das einfallende Licht konnte so auf die gegenüberliegende Wand ein auf dem Kopf stehendes Abbild der Außenwelt projizieren.
Später verfeinerte man die Technik soweit, dass aus dem  abgedunkelten Raum ein Kästchen wurde.

Ältestes erhaltenes Foto der Welt von Joseph Nicéphore Niépce, 1826

Joseph Nicéphore Niépce (1765-1833) entwickelte ein Verfahren namens Heliografie.
Die Fotos entstanden indem man versilberte  Zinn- oder Kupferplatten mit Asphalt bestrich. Der Asphalt trocknete an den belichteten Stellen. Nach einer Fixierung mit Lavendelöl blieben diese Stellen auf der Platte erhalten und die weniger belichteten Stellen lösten sich.

Auf diese Weise entstand 1826 das älteste und wahrscheinlich erste Bild der Welt.
Monsieur Niépce lichtete die Aussicht seines Arbeitszimmers ab.

Jedoch waren Heliografien und die ersten Fotografien ausschließlich Unikate und benötigten mehrstündige Belichtungszeiten. Als langwierige Prozedur erwiesen sie sich als ungeeignet um lebende Objekte abzulichten.


Fotografie nach Talbots Negativ-Verfahren, 1842/43

William Henry Fox Talbot (1800-1877) versuchte sich mit lichtempfindlichem Papier. 1840 entwickelte er schließlich das Negativ-Verfahren. Jetzt konnte man das Papiernegativ beliebig oft reproduzieren.Von da an veränderte sich das Genre der Fotografie rasend schnell.

Die Belichtungszeiten verkürzten sich auf Sekunden und ermöglichten so auch das Abbilden von lebenden Objekten. Linsen wurden verbessert um die Schärfe der Objekte zu verbessern.
George Eastman entwickelte in den 1880iger Jahren den Rollfilm auf Papierbasis, gründete eine Firma namens Kodak und brachte den Fotoapparat Kodak Nr. 1 auf den Markt. Von nun war es für die breite Menschenmasse möglich, Fotos zu schießen.

Übergroße historische Kamera

Doch gab es bis dato jede Menge Defizite, die nach und nach gelöst  wurden:
Wegen der Lichtempfindlichkeit der Platten musste immer ein  Dunkelkammerzelt mitgeführt werden. Die Platten, auf die das Bild projiziert wurde mussten,  sofort entwickelt werden.

Ein weiteres Hindernis der Fotografie in Kindertagen war, die Tatsache dass die  Aufnahmegröße der Größe des fertigen Fotos entsprach und somit große und  unhandliche Kameras benutzt werden mussten.

Rollfilme eines analogen Fotoapparats

Heute hat man sich von der der Methode ein Bild auf ein lichtempfindliches Medium zu projizieren (=analoges Verfahren), weitgehend abgewandt. Die Digitalkameras revolutionierten unsere Fotografie-Gewohnheiten in den letzten Jahren am meisten.
Sie lief den Kameras mit Film weitgehend den Rang ab und eröffnete uns die Möglichkeit unter anderem das geschossene Bild unverzüglich nach dem schießen betrachten zu können.

Die Fotografie ist in unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken.  Sie ist eine eigenständige Kunstform geworden, dient als Zeitzeuge der Geschichte, als Dokumentationsmittel für die Wissenschaft und als eine schöne Erinnerung für uns.

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Der Fotorealismus – traut euren Augen nicht!

Charles Bell, "Sugar Daddy, Gumball X",1975

Cooles Foto?
Das ist aber keins.
Es ist Malerei – nämlich Fotorealismus.

Entstanden ist diese Form von Kunst in Amerika. Um genauer zu werden in den Vereinigten Staaten der 60iger und 70iger Jahre.
Zu ersten mal wurde der Fotorealismus 1972 auf der zeitgenössischen Ausstellung für Kunst, der documenta, in Kassel auch von der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen.

Vorlage für die Künstler waren Fotos und Diapositive. Sie malten bevorzugt in Ateliers und nicht an Originalschauplätzen. Wichtigste Themen waren der Alltag und die boomende Konsumgesellschaft der damaligen Zeit. Durchschnittsmenschen, das Erscheinungbild typischer US-Städte mit Ihren Einkaufsmeilen und der Werbung, sowie Statussymbole (Bsp.: Motorräder oder Autos) gehörten dazu.

Ziel des Fotorealismus war eine höchst exakte, objektive und detaillierte Umsetzung der fotografischen Vorlage in die Malerei. Als logische Konsequenz , dieser höchst präzisen Realisierung, sollte der Malstil des Einzelnen eliminiert werden.
Jedoch entstand eine Spezialisierung der Künstler auf einen bestimmten und eng eingegrenzten Themenbereich. Jeder Maler konnte so sein hohes technisches Können und seine Kreativität unter Beweis stellen.

Chuck Close, "Selbstportrait", 1971

Chuck Close (geb. 1940) fokussierte sich auf Portraits in riesengroßen Formaten. Diese erlaubten ihm jede noch so kleine Komponente in den Gesichtern seiner Modelle herauszuarbeiten.

Robert Cottingham, "The Spot", 1979

Ausschließlich Schriftzüge der typischen amerikanischen Leutereklame brachte Robert Cottingham (geb. 1943) auf die Leinwand und schaffte dem Betrachter so die Illusion es handele ich um einen Foto Schnappschuss.

David Parrish, "Motorcycle 1", 1971

David Parrish (geb. 1939) nahm eine andere Herausforderung an. Er malte die feingliedrigen, verworrenen  Formen, die  runden und glänzenden Oberflächen von Motorrädern

Die Abbildung zu Beginn des Artikels stammt von Charles Bell (geb. 1935, gest. 1995). Das bevorzugte Thema des Amerikaners waren u.a. altes Spielzeug  und Kaugummiautomaten.

Wer davon nicht genug bekommen hat, muss bis zum 05.09.2010 nach München. Die Hypo-Kulturstiftung stellt unter dem Titel “Realismus” nämlich unter anderem auch Charles Bell und seine “Gumball Machine” aus.
Viel Spaß!

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Fotografische Jahresrückblicke 2009

Feuerwerk2009 neigt sich dem Ende zu und wir befinden uns wieder in der Zeit der traditionellen Jahresrückblicke. Auch dieses Jahr sind wieder zahllose schöne, beeindruckende, rührende, bedrückende, aufheiternde, schockierende und bewegende Fotos entstanden.

Das Fotoblog The Big Picture von boston.com hat eine dreiteilige Serie mit insgesamt 120 herausragenden dokumentarischen Fotos aus 2009 veröffentlicht.
Die Bilder stammen aus der ganzen Welt, wenn auch mit einem minimal amerikanischen Fokus:

» 2009 in photos (part 1 of 3)
» 2009 in photos (part 2 of 3)
» 2009 in photos (part 3 of 3)

Ein weiterer fotografischer Jahresrückblick, der auch vermehrt Ereignisse in Deutschland beinhaltet, findet sich bei BR-online. Die 87 Fotos sind unterteilt nach Quartalen, aber leider in deutlich geringerer Auflösung als bei The Big Picture:

» “Klick” – das Jahr 2009 in Bildern

Und auch Stern Online bietet einen Rückblick auf 2009 in Bildern in 12 Teilen – einen für jeden Monat dieses Jahres:

» Jahresrückblick 2009 (Fotos am unteren Ende der Seite)

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