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Fotografie Grundkurs (11/11): Auflösungen – Megapixel, DPI & Co.
FS schreibt in Foto-Know-How am 22.05.2011

Die Auflösung ist bei vielen Geräten eines der beliebtesten Verkaufsargumente. Kameras schmücken sich mit hohen Megapixel-Zahlen, Drucker mit viel DPI und Bildschirme mit “Full HD” & Co. Doch was verbirgt sich hinter all diesen Formaten? Und wie viel Auflösung braucht man überhaupt?
Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Arten, die Auflösung anzugeben: Absolute Auflösung und relative Auflösung. Ersteres bezeichnet die absolute Informationsmenge, die in einem Bild oder in einer Sensoraufzeichnung enthalten ist. Letztere nennt die Auflösung im Bezug auf eine Fläche.
Absolute Auflösung
Bei Kameras wird die Auflösung absolut angegeben, meist in Megapixeln. Diese Zahl repräsentiert die absolute Menge an Bildpunkten, die die jeweilige Kamera in einem Bild aufzeichnen kann. Ein Megapixel entspricht dabei einer Million Bildpunkte.
Bei Bildschirmen wird die Auflösung im Format Breite x Höhe in Bildpunkten angegeben, also z.B. 1600×1200 oder 1920×1080. Einige dieser Auflösungen haben auch definierte Namen, wie z.B. “Full HD” für 1920×1080 oder XGA für 1024×768. Auch bei Kameras wird dieses Format verwendet, jedoch findet man es meist eher versteckt im Datenblatt.
Es ist problemlos möglich, durch simple Multiplikation den Megapixel-Wert einer im Format Höhe x Breite vorliegenden Auflösung zu errechnen. 1920×1080 sind dementsprechend 2’073’600 Pixel, bzw. rund 2 Megapixel.
Umgekehrt ist es jedoch nicht direkt möglich, aus einer Megapixel-Zahl die Höhe und Breite des Bildes zu errechnen, denn die Angabe Megapixel sagt nichts darüber aus, wie diese Pixel auf dem Bild verteilt sind. Ein Megapixel kann sowohl für 1000×1000 Pixel stehen, als auch für 500×2000 Pixel, als auch für beliebige andere Kombinationen, die zusammengerechnet eine Millionen Pixel ergeben.
Relative Auflösung
Während bei Kameras absolute Auflösungsangaben dominieren, geht man im Druckbereich meist mit relativen Auflösungen um. Diese sagen zunächst nichts über die Gesamtzahl an Pixeln aus, sondern beschreiben nur, wie viele Pixel pro Größeneinheit aufgezeichet bzw. ausgegeben werden können.
Am gängigsten ist dabei die Größeneinheit DPI (dots per inch). Wie der Name schon sagt beschreibt sie, wie viele Punkte für jeden Zoll an Bildfläche verwendet werden. Liegt eine Grafik also in 300 DPI vor, werden in jeder Zeile pro Zoll 300 Punkte verwendet. Bei 10 Zoll wären es also 3000 Punkte.
Weitere relative Auflösungsformate sind u.a. PPI (pixel per inch) und LPI (lines per inch). In der Fotografie ist auch LP/mm interessant, die Anzahl der Linienpaare pro Millimeter, in der die Auflösung von Objektiven gemessen wird.
Nur anhand der relativen Auflösung kann man jedoch nicht sagen, ob ein Digitalfoto für einen Einsatzzweck ausreichend ist. Hinter einem Foto “in 300dpi” könnten sich theoretisch auch nur 100×100 Pixel verbergen – allerdings reichen diese dann gerademal für ein 3×3 mm großes Foto. Wenn man also von jemandem ein Bild in einer bestimmten Auflösung haben möchte, sollte man entweder direkt eine absolute Angabe verwenden, oder einen Ausdruck wie “10×15cm in 300dpi”.
Richtwerte
Das menschliche Auge kann im normalen Leseabstand nicht viel mehr als 300dpi auflösen, daher müssen auch Fotos nicht mit höherer Auflösung gedruckt werden. Häufig sind auch 150dpi noch durchaus ausreichend. Ist der Leseabstand größer, wie beispielsweise bei Postern, genügen auch geringere Auflösungen.
Für einen 10×15cm großen Fotoabzug braucht man daher idealerweise 1200×1800 Pixel um ihn in 300dpi drucken zu können. Das entspräche 2,2 Megapixel. Doch auch mit 150dpi, bzw. 600×900 Pixel, bzw. 1,1 Megapixel dürften die meisten Betrachter noch zufrieden sein. Für Drucke wie Poster, die gerne mal über dem Sofa angebracht werden und daher einen höheren Betrachtungsabstand haben, reicht die Auflösung bereits ab 50dpi aus. Bei einem 80×60cm großen Poster entspräche das 4000×3000 Pixel, bzw. 12 Megapixel.
Als Faustregel für den durchschnittlichen Betrachtungsabstand kann man die Bilddiagonale verwenden. Eine nähere Betrachtung wird für das menschliche Auge anstrengend, viel weiter weg sollte man auch nicht gehen. Ein DIN A4 Blatt wird nach dieser Regel im Durchschnitt mit 36cm Abstand gelesen. Bei größeren Formaten dementsprechend mehr, und umso niedriger wird die benötigte Auflösung.
Die gängigsten Formate und ihre Eignung bei verschiedenen Auflösungen haben wir in der folgenden Tabelle übersichtlich zusammengestellt:

Grundsätzlich ist eine hohe Auflösung immer erstrebenswert. Inzwischen ist die Technik jedoch soweit fortgeschritten, dass die Auflösung nicht länger das Maß aller Dinge ist. Wie man sieht bietet heute nahezu jede gängige Digitalkamera genug Auflösung um auch größere Formate drucken zu können.
Eine hohe Auflösung kann an anderer Stelle sogar Nachteile mit sich bringen, zum Beispiel durch eine mit der Auflösung steigende Rauschempfindlichkeit von Bildsensoren (siehe auch Fotografie Grundkurs (6/11): Bildrauschen). Man sollte sich also beim Kamerakauf nicht nur auf die reine Auflösung konzentrieren, da oftmals mit Kanonen auf Spatzen geschossen – also mit extrem hoher Auflösung, die eigentlich gar nicht benötigt würde, fotografiert wird.
Welche Auflösung braucht mein Bild für den Posterdruck?
MB schreibt in Foto-Know-How am 22.07.2009
Die Auflösung eines Bildes bestimmt, bis zu welcher Größe mit einer guten Qualität gedruckt werden kann.
In der Regel wird die Auflösung in dpi (dots per inch, engl. für Punkte pro Zoll) angegeben. Am Bildschirm spricht man auch gerne von ppi (pixel per inch, engl. für Pixel pro Zoll). Ein Zoll entspricht 25,4 mm. Bei einer Standard-Auflösung von beispielsweise 300 dpi tummeln sich also dreihundert Bildpunkte auf einer Strecke von knapp zweieinhalb Zentimetern.
Beim Druck muß außer der Auflösung aber auch der zu erwartende Betrachtungsabstand berücksichtigt werden. Aktuelle Monitore haben eine Auflösung von 72 dpi und werden von den meisten Menschen als scharf abbildend empfunden. Bei einem durchshnittlichen Betrachtungsabstand von 80cm macht das Sinn.
Beim Großformatdruck kann man jedoch von einem viel größeren Betrachtungsabstand ausgehen, da das Bild auch gerne mal über der Couch hängt und von zwei bis fünf Metern betrachtet wird. Je größer das Bild, umso größer wird auch der Betrachtungsabstand. Man kann sich also meist bis auf 50 dpi heranwagen.
Aber jetzt bitte nicht zum Taschenrechner greifen, es geht noch einfacher! Beim Druck kommt es auf die effektiven Pixel an. Bei Digitalkameras ist ein wichtiges technisches Detail die Anzahl der Pixel, meist in Megapixeln angegeben. Und um die Umrechnung nun sehr einfach erledigen zu können, haben wir die gängigsten Formate sowie Auflösungen in eine übersichtliche Tabelle gepackt:

Diese Einteilung mit Sternen ist ein fester Bestandteil der Bestellung bei posterXXL – jedes Bild wird direkt nach dem Hochladen eingestuft. Man kann also vor der Bestellung sehen, ob die Auflösung ausreicht! Der Qualitäts-Check ist für jeden Kunden bei posterXXL kostenlos!




