Die photokina 2010 im Rückblick – posterXXL und der Star von Köln
SP schreibt in Neuigkeiten bei posterXXL am 14.10.2010
Am 18. September 2010 öffnete die photokina in Köln wieder einmal ihre Pforten. Eine ideale Möglichkeit für uns, posterXXL Produkte und Sortiment live und in Farbe vorstellen zu können.
Vorab ein paar Fakten zur Messe:
Die erste photokina wurde 1950 ausgerichtet. Sie gilt heute als global wichtigste Messe in Bereich Fotografie. Ca. 1.600 Aussteller aus über 50 Ländern nutzen alle zwei Jahre die photokina, um ihre Innovationen, Produkte und kommende Trends auf 200.000 qm² vorzustellen.
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posterXXL präsentierte sich 2010 als Vollsortimenter auf der photokina. Neben den Großformatdrucken runden Fotobücher, Postkarten, Foto-Geschenke und Kalender das Angebot ab. Die Produkte wurden unterschiedlichst präsentiert: gerahmt, an Wände angebracht, aufgehängt oder auf passende Möbel aufgestellt. |
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An einer eigens dafür errichteten Säule konnten die Besucher unsere Fotokalender in den verschiedenen Formaten ansehen, sie anfassen und durchblättern. Besonders ins Auge fielen die XXL-Kalender, das “mittelgroße” Exemplar mit 150cm Länge wurde diverse Male bestaunt. |
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Auch das Thema Rahmen und Aufhängesysteme bekam einen eigenen Bereich, an dem die Vorteile der verschiedenen Möglichkeiten anschaulich erklärt wurden. Besonders oft wurden die bewährten Abstandhalter angefragt, die günstigste und schnellste Möglichkeit, Plattenprodukte an der Wand anzubringen. |
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Der heimliche “Star der photokina” war das brandneue Filzcover Fotobuch. Ein Fotobuch, mit Filz bezogen und farbig bestickt – das gabs sonst nirgendwo auf der Messe. Während in Köln die ersten Exemplare auf der Messe bestaunt wurden, liefen in der Produktion in München noch die letzten Optimierungen, bevor das Fotobuch bestellt werden konnte. |
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Aus posterXXL-Sicht war die photokina ein voller Erfolg. Der Messestand war immer gut besucht, wodurch sich auch viele interessante Gespräche ergaben.
An sechs Terminals konnten sowohl der einzigartige Fotobuch-Designer als auch die Neuheiten zur photokina erlebt werden. Und auch die eine oder andere Bestellung wurde direkt am posterXXL-Stand getätigt. |
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Doch auch die anderen Aussteller waren einfallsreich: Am Lomo-Stand zwischen den Hallen wurde zum Relaxen aufgefordert – dem kamen genügend Leute nach, wie das Foto zeigt. |
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Die riesigen, detaillierten schwarz-weiß Fotografien in der Leica-Galerie wirkten äußerst beeindruckend. |
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Beim Kamerahersteller Hasselblad fanden stündlich Fotoshootings statt, dementsprechend viele Fotografen nahmen von der Möglichkeit Gebrauch, mehr oder weniger bekleidete Damen abzulichten. |
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Wer frische Luft schnappen wollte, wurde auch draußen mit genügend Motiven versorgt. Eine Greifvogelshow mit dazugehörigem Test-Arsenal an allen möglichen Objektiv-Herstellern war der perfekte Rahmen, um Schnelligkeit und Autofokus zu testen. |
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Außer der photokina hat Köln natürlich noch einiges zu bieten. Der Vollmond zum 23. September tauchte zum Beispiel den Dom in ein mystisches Licht.
Und auch hier waren sie wieder: Die Fotografen, die so zahlreich tagsüber die photokina bevölkerten, machten nachts Köln und dessen Sehenswürdigkeiten unsicher. |
Die photokina konnte im Jahre 2010 über 180.000 Besucher nach Köln ziehen, das entspricht einem Wachstum von sieben Prozent gegenüber 2008. Wir freuen uns auf die nächste photokina, 2012!
Fotografie Grundkurs (7/11): Kompaktkamera vs. Spiegelreflexkamera
FS schreibt in Foto-Know-How am 10.10.2010

Spiegelreflexkamera
(Foto: Nebrot)

Kompaktkamera
(Foto: Lipton sale)
Kompaktkamera oder Spiegelreflexsystem? Welche Vor- und Nachteile bringen diese Kameras mit sich und welches System eignet sich für meinen Einsatzzweck am Besten? Wie so häufig lautet die Antwort “Es kommt drauf an.”
Kompaktkameras
Kompaktkameras zeichnen sich vor allem durch ihre kleine Bauform und ihr geringes Gewicht aus. Die meisten Modelle passen in jede Handtasche, viele sogar in die Hosentasche. Das macht Kompaktkameras zum idealen Dauerbegleiter.
In der Bedienung sind sie sehr auf Einfachheit ausgelegt. Während eine Spiegelreflexkamera Einsteiger mit zahlreichen Knöpfen und Einstellrädern etwas überfordern kann, gibt es bei Kompaktkameras nur begrenzt viele Bedienelemente. Daher kommt auch die englische Bezeichnung Point & Shoot, denn Kompaktkameras sind vor allem auf das Zielen und Abdrücken ausgelegt.
Bedingt durch die kleine Bauform (und aus Kostengründen) sind Kompaktkameras meist mit sehr kleinen Bildsensoren ausgestattet. Auch das erleichtert die Bedienung, da kleine Sensoren einen sehr großen Tiefenschärfebereich mit sich bringen. So hat der Fotograf nur selten mit Schärfeproblemen zu kämpfen. Mehr Informationen über den Einfluss der Sensorgröße auf das Bild gibt es in Teil 5 dieser Reihe. http://blog.posterxxl.de/fotografie-grundkurs-511-sensorgrosen/
Auch preislich kommen Kompaktkameras dem Anfänger entgegen. Obwohl man für gute Kompaktkameras auch sehr viel Geld liegen lassen kann, gibt es auch zahlreiche brauchbare Modelle in günstigeren Preissegmenten.
Spiegelreflexkameras
Spiegelreflexkameras sind dagegen mehr auf Flexibilität ausgelegt. Die Objektive kann man wechseln, es gibt einen Anschluss für einen externen Blitz und mehr Bedienelemente um schneller zu den gewünschten Einstellungen zu gelangen.

Nikon 50mm-Objektiv
(Foto: Aka)
Wechselobjektive sind vor allem für fortgeschrittene Fotografen spannend. Es existiert nicht ein einzelnes Objektiv, dass für alle Situationen perfekt geeignet ist. Da man das Objektiv bei Kompaktkameras nicht wechseln kann, muss man sich mit einem Kompromiss begnügen. Die Unterschiede zwischen unterschiedlichen Objektivtypen wird der nächste Teil dieser Reihe behandeln.
Die größeren Sensoren der Spiegelreflexkameras haben positive Auswirkungen auf die Bildqualität. Sie sind in aller Regel für schwierige Lichtsituationen, wie beispielsweise Konzerte, besser geeignet. Die lichtstärkeren Sensoren sind weniger rauschanfällig, als die in Kompaktkameras verbauten Sensoren. Desweiteren kann man die geringere Tiefenschärfe bei Spiegelreflexkameras als effektives Gestaltungsmittel einsetzen.
Auch die Bauform dieser Kameras bringt Vorteile mit sich. Das größere Gehäuse und die schwereren Objektive ermöglichen eine sehr stabile Kamerahaltung. Man kann Spiegelreflexkameras mit zwei Händen umgreifen, anstatt sie zwischen Fingern zu balancieren. Durch den sichereren Halt und das deutlich höhere Eigengewicht verwackeln Fotos seltener.
Der Autofokus in Spiegelreflexkameras arbeitet nach dem sogenannten Phasenvergleich, während die meisten Kompaktkameras einen Kontrast-Autofokus verwenden. Dadurch können Spiegelreflexkameras deutlich schneller fokussieren.
Ebenfalls sehr geschätzt wird der optische Sucher, der das Markenzeichen von Spiegelreflexkameras ist. Solange kein Bild aufgenommen wird, lenkt ein Spiegel das Licht von dem Sensor weg und auf eine Mattscheibe, auf der man es durch den Sucher betrachten kann. Dieses optische Sucherbild glänzt vor allem durch eine wesentlich höhere Auflösung, als digitale Bildschirme zeigen können.
Während der Aufnahme klappt der Spiegel nach oben und lässt das Licht ungehindert auf den Sensor fallen. Das macht Spiegelreflexkameras deutlich lauter als Kompaktkameras, denn das Klacken des hochklappenden Spiegels ist deutlich wahrnehmbar.
Ein weiterer Nachteil ist der Preis. Schon die Einsteigermodelle liegen über 400 Euro. Für zusätzliche Objektive kann man nochmals mehrere hundert Euro pro Stück einplanen.
Aufgeweichte Grenzen

Bridgekamera Sony DSC-R1
(Foto: Mohylek)
Mit dem Fortschreiten der Technik gibt es auch zunehmend Ausnahmen zu diesen Unterschieden. Bridge-Kameras bieten eine Welt zwischen Spiegelreflex und Kompaktkamera, einige Kompaktkameras verfügen über Blitzschuhe, Phasen-Autofokus und große Sensoren. Die Kategorie der EVIL-Kameras verfügt über viele Eigenschaften der Spiegelreflexkameras, verzichten aber auf ein Spiegelsystem und damit den optischen Sucher, was eine kleinere Bauart ermöglicht.
Fazit
Die wichtigsten Vorteile von Kompaktkameras sind ihre Portabilität und ihr Preis. Wichtigster Faktor für die Bildqualität ist noch immer der Fotograf, also spricht für den Einstieg nichts dagegen, sich erstmal mit einer Kompaktkamera zu versuchen.
Wer hingegen kompromisslos die beste Bildqualität und die meiste Flexibilität sucht – und bereit ist dafür auch entsprechend zu investieren – wird mit Spiegelreflexkameras viel Freude haben. Für Fortgeschrittene führt aufgrund der Sensorgrößen langfristig sowieso fast kein Weg an einem Spiegelreflexsystem vorbei.
Die für den Einstieg gekaufte Kompaktkamera muss nicht zwangsläufig wertlos werden, wenn man später doch auf eine Spiegelreflex umsteigt. Denn auch als fortgeschrittener Fotograf freut man sich, wenn man gelegentlich auf eine leichtgewichtige Kamera zurückgreifen kann, anstatt eine komplette Spiegelreflexausrüstung einpacken zu müssen.
posterXXL auf der Photokina 2010
MB schreibt in Neuigkeiten bei posterXXL am 05.09.2010
Die photokina, Deutschlands größte Fotomesse, wirft Ihre Schatten voraus. Ein paar Fakten und Zahlen dazu:
Vom 21. bis 26. September 2010 in Köln kann der interessierte Besucher auf über 210.000 Quadratmetern alles zum Thema Fotografie sehen. Neben den “klassischen” Ausstellern finden viele Workshops, Fotoshootings sowie ein interessantes Rahmenprogramm statt.
posterXXL ist in Halle 4.1 Stand G 50 / H 51 mit einem 140qm großen Stand vertreten. Wir zeigen sämtliche Materialien, die zum Motto “Ihr Foto in Groß” passen.
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Neu sind individuelle Fotobücher, die komplett ohne Software erstellt werden können. Um das zu demonstrieren stehen eigens Terminals dafür bereit. Softcover, Hardcover, Ledereinband, Leinen sowie Ringbücher lassen sich so direkt im Internetbrowser gestalten. |
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Ausserdem neu sind Fotoabzüge in diversen Varianten. Als besonderes Messeangebot gibt es eine so genannte “Foto Flatrate” – 25 Fotos für 0,00 Euro, so oft man möchte. Post- und Grußkarten runden das Foto-Angebot ab. |
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Foto-Kalender in vielen unterschiedlichen Formaten, bis hin zum Wandfüllenden Jahresplaner sind ebenfalls erhältlich, natürlich immer mit den eigenen Fotos. |
In Zusammenarbeit mit der VIEW Fotocommunity werden die zehn Gewinner des Fotowettbewerbs “Good Vibes” ausgestellt (http://view.stern.de/de/special/goodvibes). Dies ist eine gute Gelegenheit, Bilder nicht nur am Monitor sondern als überwältigenden Großformatdruck zu erleben.
Auch für Fachbesucher ist gesorgt: Ein eigener Conference-Bereich eignet sich, um mit Fotografen, Händlern und sonstigen Professionals Kooperationen zu besprechen.
Die photokina konnte 2008 rund 169.000 Fotografie-Fans anlocken, dieses Jahr sollen es noch mehr werden. Wir freuen uns auf viele Besucher und wünschen allen viel Spaß auf der photokina!

Fotografie Grundkurs (6/11): Bildrauschen
FS schreibt in Foto-Know-How am 29.08.2010
Bildrauschen ist der Erzfeind der meisten Fotografen, solange sie nicht im hellen Sonnenschein operieren. In wenigen Fällen kann man Rauschen im Bild noch als ästhetisches Mittel verkaufen, doch meist stört es einfach nur.

Die Ursachen des Bildrauschens
Jeder Sensor hat eine Art natürliches Grundrauschen. Normalerweise hinterlässt ein gutes Bild aber einen so starken Eindruck auf dem Sensor, dass dieses Grundrauschen im Vergleich praktisch nicht wahrnehmbar ist. Problematisch wird es, wenn das Verhältnis zwischen Lichteindruck und Grundrauschen zu schlecht wird. Denn je weniger Licht auf den Sensor trifft, desto mehr muss das Bildsignal in der Kamera verstärkt werden – wobei das Rauschen ebenfalls verstärkt und damit wahrnehmbar wird.
Die ISO-Einstellung steht dabei für den Grad der Verstärkung. Bei ISO 200 wird das Bildsignal doppelt so stark verstärkt, als bei ISO 100. ISO 400 wiederum doppelt so stark wie ISO 200, usw.
Je nach Kamera ist der Bereich an ISO-Werten, bei denen noch rauschfrei fotografiert werden kann, unterschiedlich. Digitale Kompaktkameras rauschen häufig schon schon bei ISO 400/800 sehr stark, während professionelle Spiegelreflexkameras noch bei vierstelligen ISO-Werten brauchbare Ergebnisse liefern können.
Es gibt drei wesentliche Faktoren, die das Bildrauschen beeinflussen:
Der Sensor
Unterschiedliche Sensoren sind unterschiedlich lichtempfindlich und unterschiedlich rauschanfällig. Als Faustregel gilt, dass mit der zunehmender Größe des Sensors auch die Lichtempfindlichkeit steigt und die Rauschanfälligkeit abnimmt. Das liegt daran, dass der Sensor für jeden Pixel mehr Fläche zur Verfügung hat, um Licht aufzunehmen. (siehe auch Teil 5 dieser Serie: Sensorgrößen).
Neben der Gesamtfläche des Sensors ist auch wichtig, wie viele Pixel sich diese Fläche teilen müssen (je weniger, desto Rauschärmer) und wie gut die Fläche ausgenutzt werden. Manche Sensoren verschenken konstruktionsbedingt zwischen den einzelnen Pixeln mehr Fläche, während andere die Pixel dicht nebeneinander setzen und dadurch mehr Fläche nutzen können.
Auch die allgemeine Qualität der Sensoren und der verarbeitenden Elektronik ist ein wichtiger Einfluss auf das Rauschverhalten. Moderne Sensoren können mit der gleichen Fläche wesentlich rauschärmere Bilder produzieren, als Sensoren von vor ein paar Jahren.
Wärme
Je wärmer der Sensor ist, desto stärker wird sein Grundrauschen. Spezialkameras, beispielsweise in der Astronomie, werden daher auf teils extreme Temperaturen heruntergekühlt um optimale Bedingungen für die Aufnahme zu schaffen.
Im normalen Fotografieumfeld ist muss man jedoch nicht ganz so großen Aufwand treiben. Alle handelsüblichen Kameras machen bei Raumtemperatur gute Bilder. Ob es ein paar Grad mehr oder weniger sind, ist relativ egal.
Bei besonders hohen Temperaturen kann dieser Effekt jedoch durchaus sichtbar werden. Im Hochsommer sind Kameras rauschanfälliger als im Winter. Auch wenn die Kamera eine Weile in der Sonne liegt kann sie sich im Inneren so sehr aufheizen, dass die Bildqualität beeinträchtigt wird.
Der LiveView-Modus, den inzwischen alle neueren Spiegelreflexkameras unterstützen, und der bei Kompaktkameras der normale Betriebsmodus ist, sorgt ebenfalls für eine erhöhte Betriebstemperatur. Dabei wird das Sucherbild auf dem Display erzeugt, indem der Sensor ständig das aktuelle Bild erfasst. Dadurch ist der Sensor länger in Betrieb und heizt sich dabei entsprechend auf.
Einige Kameras, beispielsweise die Canon EOS 550D, haben inzwischen eine Warnanzeige, wenn die Temperatur soweit ansteigt, dass die Bildqualität gefährdet wird.
Licht
Der offensichtlichste und gleichzeitig wichtigste Faktor ist schlicht das verfügbare Licht für eine Aufnahme. Je mehr Licht zur Verfügung steht, desto deutlicher ist das Abbild auf dem Sensor im Vergleich zum Grundrauschen. Im prallen Sonnenschein wird man praktisch nie Probleme mit Rauschen bekommen, im dunklen Nachtclub hingegen fast immer.
Lichtstarke Objektive helfen, das zur Verfügung stehende Licht besser auszunutzen. Besonders in dunklen Umgebungen sind daher Objektive mit großen Blendenöffnungen (siehe Teil 1 dieser Reihe: Belichtung) ein wichtiges Mittel im Kampf gegen das Rauschen.
Ansonsten bleibt nurnoch der Weg der verlängerten Belichtungszeit. Mit Hilfe eines Stativs und den dadurch möglichen Belichtungszeiten kann man – in Grenzen – selbst mit kleinem Sensor und schwachem Objektiv rauscharme Bilder produzieren.

Bildrauschen bei ISO 800 (Canon EOS 300D)
Das akzeptierte Rauschen
Nicht immer sorgt Rauschen auch sofort für schlechte Bilder. In einigen wenigen Fällen ist ein leichtes Rauschen ästhethisch akzeptabel oder sogar erwünscht. Dies gilt jedoch fast ausschließlich für Schwarzweißfotos. Farbrauschen hingegen wirkt praktisch immer störend.
Fazit
Rauschen geht man am Besten aus dem Weg, wenn man sich ein Motiv mit ausreichend Licht sucht. Darüber hinaus ist Bildrauschen leider hauptsächlich ein Kampf der Technik, bei dem Fotografen mit teureren Kameras deutlich besser gestellt sind. Aber zumindest bei Außenaufnahmen und in sonstigen hellen Umgebungen sollte Bildrauschen auch mit bezahlbaren Kameras kein unüberwindbares Problem mehr sein.
Der Fotorealismus – traut euren Augen nicht!
SP schreibt in News und Web-Tipps am 25.08.2010

Charles Bell, "Sugar Daddy, Gumball X",1975
Cooles Foto?
Das ist aber keins.
Es ist Malerei – nämlich Fotorealismus.
Entstanden ist diese Form von Kunst in Amerika. Um genauer zu werden in den Vereinigten Staaten der 60iger und 70iger Jahre.
Zu ersten mal wurde der Fotorealismus 1972 auf der zeitgenössischen Ausstellung für Kunst, der documenta, in Kassel auch von der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen.
Vorlage für die Künstler waren Fotos und Diapositive. Sie malten bevorzugt in Ateliers und nicht an Originalschauplätzen. Wichtigste Themen waren der Alltag und die boomende Konsumgesellschaft der damaligen Zeit. Durchschnittsmenschen, das Erscheinungbild typischer US-Städte mit Ihren Einkaufsmeilen und der Werbung, sowie Statussymbole (Bsp.: Motorräder oder Autos) gehörten dazu.
Ziel des Fotorealismus war eine höchst exakte, objektive und detaillierte Umsetzung der fotografischen Vorlage in die Malerei. Als logische Konsequenz , dieser höchst präzisen Realisierung, sollte der Malstil des Einzelnen eliminiert werden.
Jedoch entstand eine Spezialisierung der Künstler auf einen bestimmten und eng eingegrenzten Themenbereich. Jeder Maler konnte so sein hohes technisches Können und seine Kreativität unter Beweis stellen.
![]() Chuck Close, "Selbstportrait", 1971 |
Chuck Close (geb. 1940) fokussierte sich auf Portraits in riesengroßen Formaten. Diese erlaubten ihm jede noch so kleine Komponente in den Gesichtern seiner Modelle herauszuarbeiten. |
![]() Robert Cottingham, "The Spot", 1979 |
Ausschließlich Schriftzüge der typischen amerikanischen Leutereklame brachte Robert Cottingham (geb. 1943) auf die Leinwand und schaffte dem Betrachter so die Illusion es handele ich um einen Foto Schnappschuss. |
![]() David Parrish, "Motorcycle 1", 1971 |
David Parrish (geb. 1939) nahm eine andere Herausforderung an. Er malte die feingliedrigen, verworrenen Formen, die runden und glänzenden Oberflächen von Motorrädern |
Die Abbildung zu Beginn des Artikels stammt von Charles Bell (geb. 1935, gest. 1995). Das bevorzugte Thema des Amerikaners waren u.a. altes Spielzeug und Kaugummiautomaten.
Wer davon nicht genug bekommen hat, muss bis zum 05.09.2010 nach München. Die Hypo-Kulturstiftung stellt unter dem Titel “Realismus” nämlich unter anderem auch Charles Bell und seine “Gumball Machine” aus.
Viel Spaß!




















