Wo ist dieses Foto doch gleich entstanden? – Eine Geotagging-Einführung
FS schreibt in Foto-Know-How am 11.01.2010

Solmeta N2 auf Nikon D5000
Geotagging, Geocoding, Geo-Imaging und Foto-Verortung – all diese Begriffe stehen für die Technik, Fotos mit Daten über ihren Aufnahmeort anzureichern.
Der Standort wird in Form von Koordinaten in die Metadaten des Bildes geschrieben, wo sie später via Software angezeigt oder genutzt werden können.
So kann man auch lange nachdem man die Fototour schon wieder vergessen hat genau nachvollziehen, wo einzelne Bilder entstanden sind.
Auch über den persönlichen Nutzen hinaus eröffnet Geotagging neue Möglichkeiten. Beispielsweise können über Flickr Fotos nur aus einem bestimmten Aufnahmegebiet durchstöbert bzw. durchsucht werden.
Um eigene Fotos mit geographischen Informationen zu versehen, gibt es drei verschiedene Möglichkeiten:
1. GPS-fähige Kameras
Mit Abstand am komfortabelsten sind Kameras, die einen GPS-Sensor integriert haben und direkt bei der Aufnahme den Standort in die Bilddaten schreiben.
Derzeit ist die Zahl solcher Kameras mit integriertem GPS-Empfänger jedoch noch sehr gering. Beispielsweise verfügen Nikons Coolpix P6000 und die Ricoh 500SE GPS über eine solche Funktion.
Verbreiteter sind Kameras, die zwar mit GPS-Informationen umgehen könne, jedoch über keinen eigenen Empfänger verfügen. Für diese Kameras, z.B. Nikons D90, lassen sich GPS-Empfänger als Zubehör kaufen und mit der Kamera verbinden.
2. GPS-Logger
Wenn die Kamera selbst keine GPS-Daten verarbeiten kann, hilft ein separater GPS-Logger. Diese kleinen Geräte speichern in regelmäßigen Abständen die aktuelle Position zusammen mit der Uhrzeit. Nimmt man sie während einer Fototour mit, kann eine Software später anhand der Aufnahmezeit Fotos und Position zusammenführen und so die Geoinformationen automatisch in die Bilder schreiben.
3. Manuelles Geotaggen
Im Zweifelsfall ist auch Handarbeit eine Option. Über diverse Bildverwaltungssoftware können Korrdinaten in die EXIF-Metadaten von Fotos eingetragen werden.
Muss es nicht ganz so detailgenau sein, kann man sich auch auf Ortsnamen, Postleitzahlen oder Adressen beschränken.
Angesichts der inzwischen sehr günstig zu habenden GPS-Logger ist die manuelle Verortung jedoch nur für den sehr gelegentlichen Gebrauch zu empfehlen.
Fazit
Das einstmal aufwändige Geotagging ist dank erschwinglich gewordener und leicht zu bedienender Technik inzwischen für jeden machbar. Besonders bei längeren Fototouren wird mancher Fotograf später froh sein, nachsehen zu können, wo genau die Fotos eigentlich jeweils entstanden sind.
Photoshop Evolution 1988 – 2010
MB schreibt in News und Web-Tipps am 09.01.2010
Adobe Photoshop hat sich in den Jahren 1988-2010 wirklich gewandelt.
Wie sehr, kann man bei dieser Sammlung sehen.
Während sich das Programmicon im Wesentlichen erst ab Creative Suite 1 verändert hat, ist der Splashscreen (Bild, das beim Start gezeigt wird) einer ständigen Wandelung unterworfen gewesen.
Interessant ist auch, dass die Arbeitsfläche aufgrund der Werkzeuge zunächst immer kleiner wurde. Seit CS3 wird aber wieder versucht so viel Platz wie möglich freizuhalten.
Die komplette Sammlung, die wirklich einen Blick wert ist gibt es unter diesem Link!
Flüssige Skulpturen
FS schreibt in News und Web-Tipps am 06.01.2010
Fotos von Wassertropfen, die durch eine extrem kurze Belichtungszeit in ihrer Bewegung eingefroren wurden, sind schon länger nichts Neues mehr. Doch inzwischen hat sich ein regelrechter Trend um fotografisch eingefrorene Flüssigkeiten entwickelt. Dabei kommen verschiedenste Flüssigkeiten und Farben zum Einsatz.
Die Technik dahinter ist alles andere als trivial. Sie erfordert exaktes Timing und viel Licht. Die schönsten Formen erreicht man nur durch zahllose Wiederholungen, etwas Glück und viel Geduld.
45 besonders herausragende Fotografien dieser Gattung, sowie einige Anleitungen zum Thema, hat das Online-Magazin Noupe zusammengetragen:
Reisefoto-Wettbewerb, Gewinne im Wert von 1.500 Euro
MB schreibt in News und Web-Tipps am 02.01.2010
Opodien – das ist die Reisecommunity von opodo. Und hier gibts einen tollen Fotowettbewerb, in Kooperation mit posterXXL.
Zu gewinnen gibt es Preise im Gesamtwert von 1.500 Euro, zusätzlich erhält jeder Fotograf nach dem Hochladen die Möglichkeit, ein Gratis Poster zu bestellen.
Alle Infos über Opodien, den Wettbewerb sowie Teilnahmemöglichkeiten gibt es unter:
http://www.reisen.opodo.de/opodien/opodien-aktionen/fotowettbewerb
Die 12 besten Fototipps für das Silvester-Feuerwerk
FS schreibt in Foto-Know-How am 29.12.2009

In 2 Tagen wird der Himmel wieder durch ein Meer an Raketen, Feuerfontänen und anderen pyrotechnischen Effekten erhellt. Was für das menschliche Auge ein bezauberndes Spektakel ist, stellt für Kameras eine nennenswerte Herausforderung dar.
Hier die 12 besten Tipps, um Silvester auch gebührend im Bild festzuhalten:
1. Solides Stativ: Das Licht von Feuerwerken ist zwar heller, als man zunächst meinen könnte, aber für Schnappschüsse aus der Hand reicht es dennoch nicht. Belichtungszeiten von mehreren Sekunden sind die Regel und ohne Stativ kommt man nicht sehr weit.
Billigst-Stative sollte man meiden, denn bei typischen 14,99-Sonderangeboten verbringt man schnell mehr Zeit damit, die Kamera auspendeln zu lassen, als wirklich zu fotografieren.
2. Fernauslöser: Je weniger man die Kamera auf dem Stativ berühren muss, desto schärfer werden die Fotos. Selbst das Betätigen des Auslösers verursacht leichte Schwingungen. Fernauslöser vermeiden dies und man kann sich besser auf den richtigen Augenblick konzentrieren, als darauf, möglichst ruhig auszulösen.
3. Taschenlampe: Meist steht man an Silvester in ziemlicher Dunkelheit. Die wenigsten Kameras verfügen über eine Beleuchtung für alle Bedienelemente und nicht jeder beherrscht seine Kamera wirklich blind. Eine kleine Taschenlampe kann wertvolle Zeit sparen.
4. Hintergrund nicht vergessen: Ein herausragendes Feuerwerksbild besteht nicht nur aus dem Feuerwerk selbst. Die Umgebung spielt eine entscheidende Rolle. Es lohnt sich, schon vor dem Silvesterabend die Umgebung zu erkunden um einen möglichst guten Standort zu finden. Beispielsweise kann man schöne Architektur in das Bild einbinden. Auch Seen und Flüsse, in denen sich die Explosionen spiegeln, machen sich meist gut. Technisch schwieriger, aber dennoch reizvoll sind Menschen oder Menschenmassen, die das Feuerwerk beobachten.
5. Vorsicht vor Lichtquellen: Bei der Wahl des Standortes sollten weitere Lichtquellen vermieden werden. Was erst wie eine mäßig helle Straßenlaterne erscheint kann durch die lange Belichtungszeit schnell zu einem grell strahlenden Störfaktor werden. Insbesondere bei preisgünstigen Optiken reflektieren solche Lichtquellen dann auch schnell quer durch das ganze Bild.
6. Blitz abschalten: Der eingebaute Kamerablitz ist eigentlich so gut wie in jeder Situation unbrauchbar. Bei Feuerwerken ist er besonders kontraproduktiv, da er die Kamera in den Glauben versetzt, eine kürzere Belichtungszeit würde ausreichen. Da man Lichteffekte jedoch prinzipbedingt nicht mit einem Blitz aufhellen kann, führt das lediglich zu einem unterbelichteten Bild.
7. Manuelle Fokussierung: Der Autofokus funktioniert nur mit reichlich Licht und etwas Zeit vernünftig. Beides ist bei Feuerwerken Mangelware, daher versagt der Autofokus in diesem Fall kläglich. Zum Fokussieren kann man entweder im Vornhinein abschätzen, in welcher Tiefe sich das Feuerwerk abspielen wird und den Fokus darauf fixieren, oder man fokussiert gleich auf Unendlich, was bei den meisten Silvester-Motiven eine sinnvolle Einstellung ist.
8. Manuelle Belichtung: Auch die Belichtungsautomatik kann mit den Extrembedingungen an Silvester kaum bis garnicht mithalten, weshalb man die Belichtung besser selbst einstellt.
Für die ideale Belichtungszeit gibt es keine feste Empfehlung, da sie zu sehr von Entfernung und Intensität des Feuerwerks abhängt, sowie von der Umgebung. Hier hilft nur experimentieren und ein gutes Bauchgefühl. Meist findet sich die optimale Belichtung irgendwo zwischen einer und zehn Sekunden.
Eine gute Strategie ist es, vor dem Feuerwerk die Belichtung auf den Hintergrund einzustellen und dann ein wenig unterzubelichten um für das zusätzliche Licht durch die Raketen zu kompensieren.
Einige Fotografen nutzen auch den „Bulb“-Modus der Kameras. Hierbei wird so lange belichtet, wie man den Auslöser gedrückt hält. Wenn man das Objektiv mit etwas Dunklem, z.B. einem schwarzen Hut, abdeckt, kann man die Kamera auslösen und dann die Abdeckung entfernen, sobald sich eine interessante Konstellation am Himmel ergibt. Mit dieser Technik auch den Hintergrund korrekt zu belichten ist jedoch äußerst schwer.
9. Niedrige ISO-Einstellung: Auch wenn man in Versuchung ist, hohe ISO-Werte zu wählen, weil das Motiv so dunkel ist, sollte man das möglichst vermeiden. Digitalkameras entwickeln bei längeren Belichtungszeiten besonders leicht Bildrauschen, was bei höheren ISO-Werten dann nochmals entsprechend intensiver ausfällt. Dank Stativ ist man nicht auf besonders kurze Belichtungszeiten angewiesen und kann daher auch niedrige ISO-Einstellungen verwenden. Zudem geben Feuerwerke häufig deutlich mehr Licht ab, als man zunächst denken würde.
10. Blende leicht schließen: Falls in der Belichtung noch genug Spielraum ist, hilft es die Blende ein wenig zu schließen. Bei Blende 1,4 ist – je nach Entfernung – der Schärfebereich schon klein genug, dass die Raketen ihn häufig verfehlen. Bei Blende 7 hingegen dürften sich die meisten Feuerwerke im unendlichen Schärfebereich abspielen und daher leichter scharf abzubilden sein.
Hierbei muss man jedoch stets abwägen, ob die aus der geschlossenen Blende resultierenden längeren Belichtungszeiten die Erleichterung wert sind. Es ist nicht wirklich sinnvoll sich einen größeren Schärfespielraum durch 30-sekündige Belichtungszeiten zu erkaufen.
11. RAW: Dank gestiegener Rechenleistung und Festplattenkapazitäten lohnt es sich eigentlich fast immer, in RAW zu fotografieren. Besonders aber bei Feuerwerken. Im RAW-Format hat man in der Nachbearbeitung deutlich mehr Spielraum für Korrekturen. So kann man später auch nicht perfekt belichtete Bilder häufig noch ins Brauchbare retten.
12. Wind im Rücken: Feuerwerke produzieren nicht nur viel schönes Licht, sondern auch viel Rauch. Fotografiert man gegen den Wind, zieht dieser Rauch nach einiger Zeit vor die Explosionen und verschleiert diese im Bild. Manchmal kann das reizvoll aussehen, meistens stört es jedoch. Hat man den Wind im Rücken, zieht der Rauch vom Feuerwerk weg und behindert nicht die Sicht.
Mit diesen Tipps sollte man für den Silvesterabend gut gerüstet sein und alles was noch fehlt, ist die nötige Portion Glück für das perfekte Bild. Denn auch mit perfekter Vorbereitung und Erfahrung hängt das perfekte Foto von zu vielen Faktoren außerhalb der eigenen Kontrolle ab. Ein Fotograf erzählte mir einmal, wie er regelmäßig zu Sylvester den gleichen Standort aufsuchte, um zwei schöne Explosionen zwischen den Türmen des Freiburger Münster zu fotografieren. Er brauchte viele Jahre, bis alle Bedingungen zusammenpassten und er sein Traumfoto schießen konnte. Bei allem Respekt für diesen ausdauernden Einsatz muss man natürlich nicht ganz so besessen zu Werke gehen. Ein wenig Glück ist aber dennoch unerlässlich.
In diesem Sinne: Viel Glück, einen guten Rutsch ins neue Jahr und vergesst nicht, zwischen dem Fotografieren auch ein wenig das Feuerwerk zu genießen!




