Nur noch ein paar Tage, dann leuchten sie wieder: Die Sonnwend- oder Johannifeuer. Bei diesem alten Brauch werden riesige Holzhaufen errichtet und in der Nacht der Sommersonnenwende entzündet.
Dieser alte Brauch ist vor allem in Bayern beheimatet. Einen sehr schönen Eindruck bekommt man mit dem Panoramabild, das Erik Krause ins Netz gestellt hat: http://pano.erik-krause.de/sonnwend/sonnwend.htm
Doch nicht nur bei der Sonnenwendfeier ist das brennende Feuer in der Nacht eine fotografische Herausforderung. Hier ein paar Tipps, wie solch ein Foto gelingt:
Eine manuelle oder zumindest halbautomatische Blendeneinstellung ist Voraussetzung für die optimale Belichtung. Belichtungszeiten zwischen 1/6 sek. Und 1/1000 sek. bringen gute Ergebnisse. Eine längere Belichtungszeit macht die Flammen eher unscharf, eine kurze Belichtungszeit friert das Feuer ein.
Möglicherweise ist die Belichtungssteuerung mit der Situation überfordert, so sollte man die Belichtung nach unten korrigieren. Fotografiert man im RAW-Format, so kann man später noch umfangreich bearbeiten.
Der ISO-Wert sollte relativ hoch gewählt werden, um genügend Lichtinformationen auf dem Sensor zu bekommen. Jede Digitalkamera hat einen bestimmten Wert, z.B. ISO 400 ab dem ein Bildrauschen deutlich sichtbar ist. Aktuelle Kameras schaffen teilweise ISO 1200 ohne störendes Rauschen. Idealerweise testet man das vorher, um zu wissen wie weit man die ISO-Zahl einstellen kann.
Man sollte sich nicht vom Kamera-Display täuschen lassen. Dieses stellt nämlich gerne in der Nacht die Schatten heller dar als sie in Wirklichkeit abgebildet werden. Hier hilft es manchmal, die Display-Helligkeit etwas herunter zu regeln.





