Foto-Know-How
Fotografie Grundkurs (6/11): Bildrauschen
FS schreibt in Foto-Know-How am 29.08.2010
Bildrauschen ist der Erzfeind der meisten Fotografen, solange sie nicht im hellen Sonnenschein operieren. In wenigen Fällen kann man Rauschen im Bild noch als ästhetisches Mittel verkaufen, doch meist stört es einfach nur.

Die Ursachen des Bildrauschens
Jeder Sensor hat eine Art natürliches Grundrauschen. Normalerweise hinterlässt ein gutes Bild aber einen so starken Eindruck auf dem Sensor, dass dieses Grundrauschen im Vergleich praktisch nicht wahrnehmbar ist. Problematisch wird es, wenn das Verhältnis zwischen Lichteindruck und Grundrauschen zu schlecht wird. Denn je weniger Licht auf den Sensor trifft, desto mehr muss das Bildsignal in der Kamera verstärkt werden – wobei das Rauschen ebenfalls verstärkt und damit wahrnehmbar wird.
Die ISO-Einstellung steht dabei für den Grad der Verstärkung. Bei ISO 200 wird das Bildsignal doppelt so stark verstärkt, als bei ISO 100. ISO 400 wiederum doppelt so stark wie ISO 200, usw.
Je nach Kamera ist der Bereich an ISO-Werten, bei denen noch rauschfrei fotografiert werden kann, unterschiedlich. Digitale Kompaktkameras rauschen häufig schon schon bei ISO 400/800 sehr stark, während professionelle Spiegelreflexkameras noch bei vierstelligen ISO-Werten brauchbare Ergebnisse liefern können.
Es gibt drei wesentliche Faktoren, die das Bildrauschen beeinflussen:
Der Sensor
Unterschiedliche Sensoren sind unterschiedlich lichtempfindlich und unterschiedlich rauschanfällig. Als Faustregel gilt, dass mit der zunehmender Größe des Sensors auch die Lichtempfindlichkeit steigt und die Rauschanfälligkeit abnimmt. Das liegt daran, dass der Sensor für jeden Pixel mehr Fläche zur Verfügung hat, um Licht aufzunehmen. (siehe auch Teil 5 dieser Serie: Sensorgrößen).
Neben der Gesamtfläche des Sensors ist auch wichtig, wie viele Pixel sich diese Fläche teilen müssen (je weniger, desto Rauschärmer) und wie gut die Fläche ausgenutzt werden. Manche Sensoren verschenken konstruktionsbedingt zwischen den einzelnen Pixeln mehr Fläche, während andere die Pixel dicht nebeneinander setzen und dadurch mehr Fläche nutzen können.
Auch die allgemeine Qualität der Sensoren und der verarbeitenden Elektronik ist ein wichtiger Einfluss auf das Rauschverhalten. Moderne Sensoren können mit der gleichen Fläche wesentlich rauschärmere Bilder produzieren, als Sensoren von vor ein paar Jahren.
Wärme
Je wärmer der Sensor ist, desto stärker wird sein Grundrauschen. Spezialkameras, beispielsweise in der Astronomie, werden daher auf teils extreme Temperaturen heruntergekühlt um optimale Bedingungen für die Aufnahme zu schaffen.
Im normalen Fotografieumfeld ist muss man jedoch nicht ganz so großen Aufwand treiben. Alle handelsüblichen Kameras machen bei Raumtemperatur gute Bilder. Ob es ein paar Grad mehr oder weniger sind, ist relativ egal.
Bei besonders hohen Temperaturen kann dieser Effekt jedoch durchaus sichtbar werden. Im Hochsommer sind Kameras rauschanfälliger als im Winter. Auch wenn die Kamera eine Weile in der Sonne liegt kann sie sich im Inneren so sehr aufheizen, dass die Bildqualität beeinträchtigt wird.
Der LiveView-Modus, den inzwischen alle neueren Spiegelreflexkameras unterstützen, und der bei Kompaktkameras der normale Betriebsmodus ist, sorgt ebenfalls für eine erhöhte Betriebstemperatur. Dabei wird das Sucherbild auf dem Display erzeugt, indem der Sensor ständig das aktuelle Bild erfasst. Dadurch ist der Sensor länger in Betrieb und heizt sich dabei entsprechend auf.
Einige Kameras, beispielsweise die Canon EOS 550D, haben inzwischen eine Warnanzeige, wenn die Temperatur soweit ansteigt, dass die Bildqualität gefährdet wird.
Licht
Der offensichtlichste und gleichzeitig wichtigste Faktor ist schlicht das verfügbare Licht für eine Aufnahme. Je mehr Licht zur Verfügung steht, desto deutlicher ist das Abbild auf dem Sensor im Vergleich zum Grundrauschen. Im prallen Sonnenschein wird man praktisch nie Probleme mit Rauschen bekommen, im dunklen Nachtclub hingegen fast immer.
Lichtstarke Objektive helfen, das zur Verfügung stehende Licht besser auszunutzen. Besonders in dunklen Umgebungen sind daher Objektive mit großen Blendenöffnungen (siehe Teil 1 dieser Reihe: Belichtung) ein wichtiges Mittel im Kampf gegen das Rauschen.
Ansonsten bleibt nurnoch der Weg der verlängerten Belichtungszeit. Mit Hilfe eines Stativs und den dadurch möglichen Belichtungszeiten kann man – in Grenzen – selbst mit kleinem Sensor und schwachem Objektiv rauscharme Bilder produzieren.

Bildrauschen bei ISO 800 (Canon EOS 300D)
Das akzeptierte Rauschen
Nicht immer sorgt Rauschen auch sofort für schlechte Bilder. In einigen wenigen Fällen ist ein leichtes Rauschen ästhethisch akzeptabel oder sogar erwünscht. Dies gilt jedoch fast ausschließlich für Schwarzweißfotos. Farbrauschen hingegen wirkt praktisch immer störend.
Fazit
Rauschen geht man am Besten aus dem Weg, wenn man sich ein Motiv mit ausreichend Licht sucht. Darüber hinaus ist Bildrauschen leider hauptsächlich ein Kampf der Technik, bei dem Fotografen mit teureren Kameras deutlich besser gestellt sind. Aber zumindest bei Außenaufnahmen und in sonstigen hellen Umgebungen sollte Bildrauschen auch mit bezahlbaren Kameras kein unüberwindbares Problem mehr sein.
Wie man Pixelfehler in Spiegelreflexkameras von Canon maskiert
FS schreibt in Foto-Know-How am 05.08.2010
Beispiel eines Pixelfehlers
Heiße Pixel sind Bildpunkte auf einem Fotosensor, die schneller überhitzen und dadurch Bildfehler verursachen. Sie machen sich vor allem bei Langzeitbelichtungen bemerkbar, indem sie als heller Punkt hervorstechen. Auch sonst können Digitalkameras diverse problematische Pixel haben. Ähnlich wie bei Bildschirmen gibt es auch bei Kameras tote Pixel, die ununterbrochen die gleiche Farbe zeigen. Auch ein kleines Staubkorn auf dem Sensor kann ähnliche Effekte hervorrufen.
Bei Fotos ist das häufig kein besonders dramatisches Problem. Einzelne Pixel fallen im Vergleich zu der hohen Gesamtauflösung nicht sehr auf und man fotografiert auch eher selten in hohen ISO-Bereichen, die besonders anfällig für heiße Pixel sind. Zudem kann man ein einzelnen Pixel auch sehr schnell per Photoshop korrigieren. Es gibt inzwischen auch Software, die solche Reparaturen automatisch vornimmt. Problematischer sind Pixelfehler in Videoaufnahmen, die heutige Kameras meist auch beherrschen. Die Korrektur ist dort aufwändiger und im Video-Modus arbeitet man häufiger in hohen ISO-Bereichen.
Doch wer Pixelfehler in seinen Aufnahmen entdeckt muss nicht gleich verzweifeln. Wenn es sich bei der Kamera um eine Canon Spiegelreflexkamera handelt, stehen die Chancen gut, dass schon die Kamera selbst das Problem beheben kann. Viele neuere Kameras aus der EOS-Reihe haben eine undokumentierte Funktion um fehlerhafte Pixel auszublenden. Da die Funktion nicht dokumentiert ist, lässt sich jedoch nicht mit Sicherheit sagen, welche Modelle sie unterstützen. Entsprechende Berichte finden sich unter anderem über die Canon EOS 7D, 5D Mark II und 550D.
Und so funktioniert der Trick:
- Man setzt den Objektivdeckel auf das Objektiv, oder nimmt das Objektiv ganz ab und verschließt den Kamerakörper mit der mitgelieferten Abdeckung. Ziel ist, dass keinerlei Licht mehr auf den Sensor fallen kann.
- Nun aktiviert man die Funktion zur manuellen (nicht automatischen!) Sensorreinigung. Diese Funktion dient normalerweise dazu, dass man mit einem feinen Pinsel den Sensor reinigen kann. Dazu wird der Spiegel im Gehäuse nach oben geklappt und der Bildverschluss geöffnet, sodass der Sensor zugänglich wird. Die Spiegelbewegung ist bei der Aktivierung der Funktion gut hörbar.
Versuchen Sie jedoch nicht wirklich, den Sensor zu reinigen und lassen Sie die Kamera fest verschlossen. Fotosensoren sind extrem empfindlich und können sehr leicht beschädigt werden. - Einige Sekunden warten.
- Die Kamera ausschalten.
- Wieder kurz warten.
- Die Kamera einschalten.
Bei Erfolg ist der Pixelfehler nun verschwunden.
Die gängige Theorie ist, dass die Kamera nach einer Sensorreinigung eine Art Sensordiagnose durchführt und dabei fehlerhafte Pixel erkennt und abschaltet. Ob diese Theorie zutrifft kann aber wohl nur ein Canon-Ingenieur beurteilen.
Wir konnten die Funktion an einer neuen EOS 550D mit einem heißen Pixel testen. Bei unserer Kamera verschwand der Bildfehler in der Tat beim ersten Versuch.
Wir können jedoch keine Garantie dafür übernehmen, ob dies immer so reibungslos abläuft. Die Anwendung dieser Technik läuft immer auf eigene Gefahr.
Windows XP: Die Geschichte des Hintergrunds
MW schreibt in Foto-Know-How am 29.07.2010
Vermutlich kennt jeder dieses Bild: die saftig grüne, endlos weite Wiese, den blauen, mit weißen Schäfchenwolken durchzogenen Himmel.
Es ist das Standardhintergrundbild von Windows XP.
Das Bild entstand im Winter 1996 in einem Weingebiet nahe des Sonoma Valleys in Kalifornien – im Sonoma County.
Es wurde auf den Namen „Bliss“ getauft, was im Deutschen so viel wie Wonne oder Glück bedeutet.
Microsoft nutze das idyllische Bildmotiv aus zwei Gründen:
• Die Grün und Blautöne des Bildes spiegeln die Markenfarben von Microsoft wieder.
• Beide Farbtöne werden vom Menschen positiv wahrgenommen
Der Reportagefotograf Charles O’Rear fotografierte das Motiv an einem klaren Januartag.
Er war gerade auf der Fahrt von seinem Wohnort St.Helena nach Marin County, wo seine Frau derzeit lebte.
Im Januar 1996 herrschte im Sonoma Valley eine Pflanzenseuche, die die Weinreben befallen hatte.
Aus diesem Grund war der fotografierte Hügel zu dieser Zeit mit Gras bewachsen.
10 Jahre später fotografierten die Fotografen Simon Goldin und Jakob Senneby den Ort erneut.
Das Foto zeigt den wieder mit Weinreben bewachsenen Berg.
Dieses Motiv wurde im April 2007 als Projekt „After Microsoft“ ausgestellt.
Hier gibts weitere Infos in englischer Sprache.
Die Blaue und die Goldene Stunde – Bestes Licht für Fotos berechnen
MB schreibt in Foto-Know-How am 20.07.2010
Immer wieder hört man in der Fotografie von der “Blauen Stunde”, ab und zu auch von der “Goldenen Stunde”. Was hat es damit auf sich?
Die so genannte “Blaue Stunde” hat zwar nichts mit Alkohol, aber trotzdem mit Stimmung zu tun. Es ist ein Teil der Morgen- oder Abenddämmerung. Beim Sonnenaufgang wird durch die Atmosphäre Licht verschiedenster Wellenlängen herausgefiltert. Anfänglich kommt nur Blau durch, da es die kürzeste für Menschen sichtbare Wellenlänge hat. Durch das indirekt eintreffende Licht gibt es weder harte Schatten noch zu extreme Kontraste.
Da noch nicht viel Licht vorhanden ist, benötigt man dafür meist ein Stativ sowie etwas längere Belichtungszeiten. In dieser Zeit aufgenommene Bilder wirken mystisch und geheimnisvoll. Meist hat man dafür ca. 40 Minuten Zeit, weshalb die Bezeichnung “Stunde” etwas übertrieben wirkt.
Danach folgt die “Goldene Stunde”, wenn die Sonne noch ganz tief steht und alles in ein warmes, goldenes Rot taucht. Das sieht vor allem spektakulär aus, wenn Wolken und Berge schon Orange leuchten, während das Tal noch in kühlesn dunkles Blau getaucht ist. Die Goldene Stunde dauert ca. 50 Minuten und hat den Namen “Stunde” schon eher verdient.
Insgesamt also ein Zeitfenster von zwei Stunden, in denen stimmungsvolle Bilder möglich werden.
Das Ganze in umgekehrter Reihenfolge gilt dann auch beim Sonnenuntergang. Für gute Landschaftsfotos sollte der Fotograf also entweder früh aufstehen, oder spät zu Bett gehen.
Unter diesem Link gibt es einen Dämmerungsrechner. Das geniale Tool verrät abhängig vom Standpunkt die Zeiten für blaue und goldene Stunde, sowie den Winkel in dem die Sonne auf- und untergeht. Ideal um sich fürs perfekte Foto vorzubereiten!
Fotografie Grundkurs (5/11): Sensorgrößen
FS schreibt in Foto-Know-How am 12.07.2010
Viele Dinge können sich zwischen Kameras unterscheiden, aber nur weniges hat so viel Einfluss auf das spätere Bild, wie die Größe des verwendeten Sensors. In heutigen Digitalkameras findet sich eine Vielzahl verschiedener Sensorgrößen – vom winzigen Sensor der Handykamera bis zum Vollformatsensor in den Spiegelreflexkameras der Oberklasse.
Lichtempfindlichkeit
Je größer ein Sensor ist, auf desto mehr Fläche kann er Licht aufnehmen. Große Sensoren bieten dadurch entweder mehr Pixel bei gleicher Lichtempfindlichkeit, oder eine höhere Lichtempfindlichkeit mit dem damit einhergehenden besseren Rauschverhalten.
Die kleinen Sensoren sind der primäre Grund, weshalb man bei Kompaktkameras häufig schon bei ISO 400 Probleme mit Bildrauschen bekommt, während Spiegelreflexkameras mit ihren größeren Sensoren auch bei ISO 1200 noch brauchbare Bilder aufnehmen können.
Tiefenschärfe
Noch direkter sichtbar ist der Einfluss der Sensorgröße auf die Tiefenschärfe. Je kleiner der Sensor ist, desto größer ist der Bereich, in dem Objekte mit unterschiedlichem Abstand zur Kamera noch scharf ebgebildet werden können – die gleiche Blendeneinstellung vorausgesetzt, da die Blende ebenfalls einfluss auf die Tiefenschärfe hat (siehe Teil 1 dieses Grundkurses). Bei einem größeren Sensor muss man dementsprechend genauer scharfstellen.
Der mit großen Sensoren einhergehende intensivere Schärfeverlauf in die Tiefe kann ästhetisch sehr schön eingesetzt werden, weshalb viele Fotografen Kameras mit großen Sensoren bevorzugen. Kompaktkameras haben teilweise so kleine Sensoren, dass es fast unmöglich wird einen schönen Schärfeverlauf zu produzieren.
Cropfaktor
Mit der Sensorgröße ändert sich auch die Wirkung der Objektiv-Brennweite. Gängige Begriffe für diesen Effekt sind Verlängerungsfaktor und Cropfaktor. Die Wirkung dieses Effektes kann man sich sehr leicht verdeutlichen: Ein Objektiv tut nichts anderes, als ein Bild auf eine Fläche zu projezieren. Auf dieser Fläche befindet sich der Sensor, der das Bild dann aufzeichnet. Ist der Sensor kleiner, zeichnet er einen kleineren Teil der Fläche auf. Die Wirkung ist die gleiche, wie wenn man von einem ausgedruckten Foto nur einen Ausschnitt (to crop (engl.): zuschneiden) betrachtet. Im Vergleich zum vollen Foto wirkt der Ausschnitt wie herangezoomt.
Eine Brennweite auf einem kleinen Sensor wirkt also wie eine größere Brennweite auf einem größeren Sensor. Während Fotografen im Kleinbildformat 85mm-Objektive für Portraits bevorzugen, gilt bei kleineren APS-C-Sensoren die 50mm-Brennweite als Portrait-Objektiv. Daher spricht man umgangssprachlich auch von einer Brennweitenverlängerung auf kleineren Sensoren. Technisch ist das allerdings nicht ganz korrekt, denn die Brennweite des Objektivs ist eine feste physikalische Größe, die sich nicht ändert – nur die Wirkung ändert sich.
Preis
Ein letzter, nicht unwesentlicher Faktor, ist der Preis. Kleine Sensoren sind deutlich günstiger zu produzieren, da im gleichen Produktionsschritt mehr Sensoren produziert werden können. Gleichzeitig müssen auch die Objektive das Bild auf eine größere Fläche abbilden können, wodurch auch ihr Preis steigt. Dementsprechend finden sich große Sensoren auch nur in entsprechend teuren Kameras.
Gängige Sensorgrößen
Fotosensoren gibt es in sehr zahlreichen verschiedenen Größen, aber im Laufe der Zeit haben sich einige Klassen herausgebildet.

Die wichtigsten Sensorgrößen im Vergleich
Vollformat
Unter Vollformatsensoren versteht man Sensoren, die dem Format von ursprünglichen Kleinbildfilm, also 36 mm x 24 mm, annähernd entsprechen. Beispiele für Kameras mit Vollformatsensoren sind die Canon EOS 5D Mark II (35,8 mm × 23,9 mm), Canon EOS-1Ds Mark III (36 mm × 24 mm), Nikon D3s (36,0 mm × 23,9 mm) und Nikon D700 (36 mm x 23,9 mm).
APS-C
Die meisten preisgünstigeren Spiegelreflexkameras haben einen Sensor, der ungefähr dem APS-C-Format von 25,1 mm × 16,7 mm entspricht. Bekannte Beispiele sind hier die Canon EOS 550D (22,3 mm × 14,9 mm), Nikon D90 (23,6 mm × 15,8 mm) und Sony Alpha 500 (23,5 mm × 15,6 mm).
1/X”
Bei Kompaktkameras wird die Sensorgröße meist in der Form einer Zoll-Bruchzahl angegeben. Hier gibt es eine vielzahl von Größen, wie Beispielsweise 1/1,8″ (7,2 mm × 5,3 mm) und 1/3,2″ (4,5 mm × 3,4 mm). Typische Beispiele sind die Canon PowerShot S500 (7,2 mm x 5,3 mm), Nikon Coolpix 8800 (8,8 mm x 6,6 mm) und Konika Minolta DiMAGE Xg (5,3 mm x 4,0 mm).
Welche Größe ist die richtige für mich?
Die Wahl des richtigen Sensors hängt – wie so vieles in der Fotografie – vom Einsatzzweck ab. In den meisten Fällen geben größere Sensoren einem mehr kreative Möglichkeiten und eine bessere Bildqualität. Es gibt aber Einsatzzwecke, wo kleinere Sensoren durchaus Sinn machen.
So gibt es beispielsweise konstruktionsbedingt keine Kameras mit größeren Sensoren, die so klein wären, dass man sie problemlos in die Tasche stecken könnte. Geht es um maximale Portabilität, gibt es zu Kompaktkameras mit ihren kleinen Sensoren kaum eine Alternative.
Verlässt man den Bereich der kleinen Kameras, bieten Kameras mit APS-C-Sensoren meist einen vernünftigen Kompromiss aus Größe und Preis. Mit ihnen kann man bereits sehr schöne Schärfeverläufe nutzen, die Kameras sind häufig dennoch relativ handlich, bezahlbar und auch die Objektive sind günstiger als bei Vollformatkameras.






