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Fotografie Grundkurs (9/11): Filter

Filter sind optische Elemente, welche bei der Fotografie in der Regel vorne an ein Objektiv geschraubt werden. Das Bild wird also vor der Aufnahme mit dem Sensor der Kamera verändert. Auch wenn heute ein Bild in der digitalen Nachbearbeitung, beispielsweise mit Adobe Photoshop, in vielerlei Hinsicht sehr gut manipulierbar ist, so bieten einige optische Filter dennoch Möglichkeiten, welche später gar nicht oder nur noch schwer erreichbar sind. Dazu gehören UV-, ND- und Polfilter, welche im Folgenden beschrieben werden.

Durchmesser

Objektive haben Filtergewinde mit unterschiedlichen Größen, dementsprechend müssen die Filter auch in dieser Größe vorliegen. Leider bedeutet dies für einen Fotografen mit mehren Objektiven auch oft die Anschaffung mehrerer Filter in unterschiedlichen Größen. Filter sind außerdem in der Regel kombinierbar, da die meisten auf beiden Seiten ein Gewinde vorweisen.

Qualität

Es gibt Glas- und Kunststofffilter. Glasfilter werden mit unterschiedlichen Qualitätsstufen in der Vergütung angeboten. Die Vergütung verhindert das Auftreten von Streulicht und Blendflecken. Insbesondere bei der Nutzung von Filtern mit guten Objektiven sollte man beim Kauf nicht sparen, denn ein schlechter Filter verringert die Qualität des Fotos, wodurch das teure Objektiv seinen Sinn verliert.

UV-Filter

B+W Schutzfilter UV 010

B+W Schutzfilter UV 010

UV-Filter oder auch UV-Sperrfilter blockieren das ultraviolette Spektrum des Lichtes. Auch wenn dieses Licht für das menschliche Auge nicht sichtbar ist, so regieren Sensoren dennoch darauf. Die Folge von UV-Licht ist ein Farbstich und Unschärfen durch chromatische Abberationen. Das dicke Glas von Objektiven blockiert aber auch ohne UV-Filter im Normalfall schon genug UV-Licht.
Einige Fotografen verwenden UV-Filter lediglich als Schutz vor dem Objektiv. Ein UV-Filter ist einer der preiswertesten Filter und ein Kratzer darauf ist deshalb weniger schlimm als auf einem Objektiv. So zumindest die Theorie, denn dies ist ein zweischneidiges Schwert. Wenn man ein Objektiv mit einem Filter schützen will, so verschlechtert man mit jedem optischen Bauteil, hier mit dem Filter, auch die Qualität. Gerade wenn man ein qualitativ gutes und damit teures Objektiv schützen will führt man das Prinzip ad absurdum, indem man dessen Leistung durch einen Filter verschlechtert. Ein Mittelweg wäre es das Objektiv nur in bestimmten Fällen mit einem UV-Filter zu schützen, zum Beispiel in der Nähe von Salzwasser, welches die Beschichtung von Linsen angreift.

Skylightfilter

Diese Filter sind ebenfalls preiswerte Filter welche UV-Licht blockieren und werden deshalb ebenfalls als Schutz verwendet. Ihre ursprüngliche Funktion ist die Konvertierung des Lichtes für eine sehr leicht wärmere/rötlichere Farbwiedergabe. Diese ist seit der Digitalfotografie jedoch vernachlässigbar.

Polarisationsfilter

B+W Polfilter

B+W Polfilter

Dieser Filter wird auch oft kurz Polfilter genannt. Mit ihm kann man einen blauen Himmel abdunkeln und Reflexionen zum Beispiel auf Wasser, Glas oder Lack beseitigen. Außerdem kann das Grün von Blättern und Gras verbessert werden, da das reflektierte Blau des Himmels unterdrückt wird.
Es wird unterschieden zwischen linearen und zirkularen Polarisationsfiltern. Für die Nutzung mit Spiegelreflexkameras ist es wichtig zirkulare Polarisationsfilter zu verwenden, da ansonsten die Belichtungsmessung beeinträchtigt wird.

ND-Filter

ND-Filter, auch oft als Graufilter bezeichnet, lassen nur einen Teil des Lichtes hindurch und sind dabei farbneutral. Sprich, sie machen das Bild dunkler. Dies kann von Vorteil sein, wenn man die Menge des Lichtes kontrollieren will ohne bei Belichtungszeit und Blende von den gewünschten Werten abzuweichen.
Ein Beispiel: Ein Wasserfall soll mit langer Belichtungszeit und offener Blende fotografiert werden. Nachdem die Empfindlichkeit schon auf dem kleinsten Wert eingestellt ist kann es sein, dass trotzdem eine Überbelichtung vorhanden ist. Diese kann durch den Einsatz von ND-Filtern verhindert werden.
Für einen Überblick über diese Zusammenhänge ist ein Blick auf den ersten Teil des Grundkurses lohnenswert.

Nahlinsen, Farbfilter und Verlaufsfilter

Nahlinsen werden oft unter der Kategorie Filter erwähnt, obwohl es sich wie die Bezeichnung schon verrät um Linsen handelt. Mit ihnen ist es möglich die Naheinstellgrenze zu verkleinern. Folge ist, dass man näher an das zu fotografierende Objekt gehen kann und es dadurch größer wird.
Farbfilter wurden und werden vor allem in der Schwarzweißfotografie verwendet. Beispielsweise ist es möglich mit einem Rot-Filter einen blauen Himmel stark abzudunkeln.
Verlaufsfilter gibt es für verschiedene Arten von Filtern. So gibt es Graufverlaufsfilter, mit denen man nur eine Seite des Motives abdunkeln kann. Dies ist vor allem nützlich um die Überbelichtung des Himmels zu vermeiden. Verlaufsfilter gibt es außerdem für Farbfilter, welche aber eine Seltenheit darstellen.

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Fotografie Grundkurs (8/11): Objektive

Canon Objektiv

Canon EF 16-35mm 1:2.8L II USM

Eine Kamera besteht aus einem Objektiv und einem Kameragehäuse. Bei Kompaktkameras sind die Objektive meist fest mit dem Gehäuse verbunden, wogegen bei Spiegelreflexkameras sogenannte Wechselobjektive verwendet werden. Der Artikel konzentriert sich auf diese austauschbaren Objektive, die wichtigsten Eigenschaften sind jedoch auch bei Objektiven, welche bei Kompaktkameras zum Einsatz kommen, die gleichen.

Die Bezeichnungen von Objektiven geben Aufschluss über die technischen Eigenschaften. Als Beispiel hier eine Objektiv-Bezeichnung: Canon EF 24-70mm 1:2.8L USM

Canon steht für den Hersteller, EF bezeichnet den Anschlusstyp, 27-70mm bezeichnet die Brennweite, die Lichtstärke wird mit 1:2,8 angegeben, L steht für eine bestimmte Klasse von Canon Objektiven und USM für Ultraschallmotor. Doch was heißt das alles genau?

Anschluss

Verschiedene Hersteller verwenden verschiedene Anschlüsse. Canon arbeitet mit EF- und Nikon mit F-Anschlüssen, auch Bajonette genannt. Bei Canon gibt es dabei noch den Zusatz S, zusammengesetzt dann EF-S Objektive. Das Bild, welches diese in der Kamera abbilden, ist kleiner und deshalb nur für kleinere Sensoren geeignet, etwas für APS-C Sensoren der Canon 550D (siehe auch Teil 5 dieser Reihe: Sensorgrößen). Bei Nikon werden Objektive für diese Sensorgrößen mit der Abkürzung DX gekennzeichnet.

Brennweite

Objektive unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Brennweite. Je größer die Brennweite ist, desto größer ist das zu fotografierende Objekt auf dem Foto. Bei einem Vollformat-Sensor bezeichnet man 50 mm als Normalbrennweite. In der Theorie wird diese durch die Diagonale des Aufnahmeformates festgelegt und wäre damit genau genommen 43,3 mm, was in der Praxis allerdings meist nicht verwendet wird. Alle Objektive mit einer Brennweite größer als der Normalbrennweite werden als Teleobjektive und alle Objektive mit einer Brennweite kleiner als die Normalbrennweite werden als Weitwinkelobjektive bezeichnet. Bei einem APS-C Sensor liegt die Normalbrennweite bei ca. 28 mm.

Wenn ein Objektiv nur eine Brennweite besitzt spricht man von einer Festbrennweite. Bei einer variablen Brennweite spricht man von einem Zoomobjektiv. Aus dem vorherigen Beispiel ist ein 24-70 mm Objektiv also ein Zoomobjektiv. Wenn man dies mit einem Vollformat-Sensor verwendet, so bietet es Spielraum für Weitwinkel- und Teleaufnahmen.

Lichtstärke

Die Lichtstärke wird angegeben in einem Verhältnis. In dem Beispiel wird dies mit 1:2,8 getan, aber auch f/2.8 oder f2,8 sind gebräuchliche Schreibweisen. Dieses Verhältnis wird in der Praxis meist weggelassen und man spricht nur noch von einer Blende 2,8. Je niedriger die Zahl desto größer die Lichtstärke des Objektives. Die Lichtstärke ist zum einen wichtig für Situationen mit wenig Licht, aber auch für die Schärfentiefe. Mehr dazu in Teil 1 dieser Reihe: Belichtung. Manchmal findet man auch hier die Angabe eines Bereiches und nicht einer Zahl, so zum Beispiel 1:3,5-5,6. Dies kommt bei Zoomobjektiven oft vor, da in den Bereichen mit niedriger Brennweite die Lichtstärke größer ist als bei höheren Brennweiten.

Abbildungsfehler

Leider ist kein Objektiv vollkommen. Alles was von einer idealen korrekten Abbildung abweicht wird als Abbildungsfehler oder Aberration bezeichnet. Diese können sich auf verschiedene Bereiche wie Schärfe oder Farben auswirken. Ein Objektiv besteht aus mehreren Linsen, welche diese Fehler möglichst gering halten sollen. Sind die Abbildungsfehler gering, so spricht man von einer guten Bildqualität. Das L hinter dem Blendenwert steht für die L-Serie von Canon, welche für geringe Aberrationen steht. Bei Nikon tragen diese Objektive die Abkürzung ED. Wie gut die Bildqualität eines Objektives wirklich ist können jedoch nur ausführliche Tests bezeugen.

Autofokus

Heute ist der Autofokus bei Objektiven Standard und Objektive mit manuellem Fokus die seltene Ausnahme. Unterschiede gibt es bei den Autofokus-Objektiven (AF-Objektive) aber trotzdem. Die edle Variante wird auch mit USM abgekürzt und steht für Ultraschallmotor. Diese Objektive sind beim Betrieb mit Autofokus besonders schnell und leise. Bein Nikon heißt das Ultraschallsystem SWM und die Objektive enthalten die Abkürzung AF-S.

Bildstabilisator

Ab einer höheren Brennweite sorgen Bildstabilisatoren dafür, dass das Bild nicht verwackelt wird. Canon nennt dies IS und Nikon VR oder VR II. Gerade wer ohne Stativ aus der Hand bei hoher Brennweite Aufnahmen machen will sollte darauf achten.

Spezialobjektive

Jedes Objektiv kann nur bis zu einer bestimmten Entfernung vor der Kamera ein Objekt scharf stellen. Diese Entfernung wird als Naheinstellgrenze bezeichnet. Dies verhindert Objekte sehr groß darzustellen. Diese Art der Fotografie wird Makrofotografie genannt. Neben Zoomobjektiven mit Makro-Funktion, welche keine sehr gute Qualität liefern, gibt es noch spezielle Makro-Objektive.
Tilt-und-Shift-Objektive sind Spezialobjektive, welche erlauben stürzende Linien wie etwas bei hohen Gebäude zu begradigen und die Schärfeebene zu verstellen.
Ein Fischaugenobjektiv hat eine sehr kleine Brennweite und unterscheidet sich von einem Weitwinkel dadurch, dass das Bild räumlich gekrümmt abgebildet wird.

Fazit

Die Wahl eines oder mehrerer Objektive ist schwer. Profis können stundenlang darüber diskutieren. Vor allem entscheidet hierbei der Einsatzzweck und der Geldbeutel. Die Bildqualität von Festbrennweiten ist in der Regel deutlich besser als von Zoomobjektiven, doch nicht immer will man mit einem ganzen Satz von Objektiven unterwegs sein, noch hat man immer die Zeit ein Objektiv zu wechseln – ein Zoom hat da eindeutig die Nase vorn. Die Verwendung von Festbrennweiten kann jedoch auch die Qualität der Fotos steigern, indem man sich das Leben nicht zu einfach macht und zoomt, sondern sich über die Raumwirkung unterschiedlicher Brennweiten und Objektabstände Gedanken macht und auch mal ein paar Schritte mehr geht für ein schönes Foto. Auch eine größere Lichtstärke bieten Festbrennweiten.
Man muss sich aber nicht ausschließlich für Zoomobjektive oder Festbrennweiten entscheiden. Ein Zoomobjektive für alle Lebenslagen und ein lichtstarkes Objektiv mit Normalbrennweite wären auch eine mögliche Kombination.
Was die Bildqualität angeht, so wird vor allem der Geldbeutel entscheiden. Objektive in den oberen Preisklassen kosten immerhin mehr als die meisten Kameras. Ebenso sind Ultraschallmotoren und Bildstabilisatoren eine Frage des Geldes.
Was die Brennweite angeht, so ist meist es nützlich sowohl die Normalbrennweite, also auch etwas für den Weitwinkel- und Telebereich zu haben. Zoomobjektive die mit Spiegelreflexkameras im Paket kommen bieten genau diese Brennweitenbereiche. Wer dagegen Tiere in der freien Wildbahn fotografiert, der hat mit einem guten Teleobjektiv sicherlich Vorteile. Ein Weitwinkel ist von Vorteil, wenn man auch in kleinen Räumen möglichst viel abbilden will.
Wer oft innerhalb von Gebäuden, Abends oder bei Konzerten und Veranstaltungen fotografiert, für den kann sich die Investition in lichtstarke Objektive lohnen.

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Erfahrungsbericht: Fotografieren in Marrakesch

Gebäude und Landschaften in den unterschiedlichsten Ocker-, Rot- und Braun-Tönen, eine Stadt voller interessanter Gesichter, welche ganz anders zu altern scheinen als die europäischen, und Stände voller farbiger Gewürze und frischem Obst. Marrakesch ist ein Paradies für den geneigten Fotografen, so möge man meinen. Allerdings fällt schnell auf, wie sich viele Leute weg drehen oder die Hand vor das Gesicht nehmen, sobald man die Kamera zückt.

Der durchschnittliche Marokkaner scheint nicht gerne fotografiert zu werden. Unterschiedliche Ursachen wurden mir dafür genannt. Zum einen gibt es das Bildverbot im Islam, welches die bildliche Darstellung von Lebewesen untersagt. Dies ist ein umstrittenes Thema, insbesondere da der Koran selbst kein Bildverbot enthält. Eine andere Ursache scheint ein Aberglaube zu sein, nach welchem ein Foto dem Fotografierten Lebensgeist einzieht.

Mit Respekt und Umsicht sollte man auf diese Ablehnung gegenüber dem Fotografieren eingehen. Wenn man vorher fragt, so kann man durchaus einige Leute finden, welche nichts gegen ein Foto einzuwenden haben. Nicht wenige halten danach die Hand auf und erwarten ein Entgelt für ihre Bereitschaft sich ablichten zu lassen. Das gilt sowohl für den kleinen spielenden Jungen als auch für den alten Greis. Besonders extrem ist dies auf dem Djemaa el Fna, dem zentralen und berühmten Marktplatz der Stadt. Der Platz füllt sich abends mit Leben, wenn die Essstände aufgebaut und die Geschichtenerzähler, Schauspieler, Schlangenbeschwörer und Musiker Publikum um sich scharen. Sobald man den Auslöser drückt oder gar mit Blitz fotografiert ist schon jemand aufgetaucht und hält die Hand für eine Gabe hin. Selbst wenn sich dutzende Leute in einem engen Kreis um ein Schauspiel stellen wird man in Windeseile gefunden. Sollte man nach gemachtem Foto nicht einsehen dafür Geld bezahlen zu müssen, so lernt man schnell, wie beharrlich und auch laut die Fotografierten sich zu beschweren wissen.

Auf Dauer fand ich dieses stetige Notwendigkeit des Verhandelns zu mühselig und packte meine Kamera immer seltener aus. Wer allerdings sehr kontaktfreudig ist und Gefallen am Feilschen findet, der kann sich vieler schöner Motive Gewiss sein.

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Filmen mit dSLRs (Teil 2 von 2): Drehtipps

Seit neustem machen einige DSLRs mit hervorragenden Videofunktionen auf sich aufmerksam. Für viele ist dies eine interessante Option. Doch was ist zu beachten beim Filmen? Anhand der Canon EOS 7D verraten wir einige Tipps. Die meisten sind auch auf andere Kameras übertragbar.

  • Croppen ade. Wer es von der Fotobearbeitung gewohnt ist das Format seiner Bilder im Nachhinein anzupassen oder Ausschnitte zu vergrößern, der sollte sich von diesem Gedanken verabschieden. Jede Einstellung eines Films benutzt das gleiche Format. Einmal auf ein Format festgelegt wird dieses nicht mehr verändert. Legen Sie also das Format fest, beispielsweise Full-HD mit 1920×1080 Pixeln bei 25 Bildern pro Sekunde, und wählen Sie ihren Bildausschnitt dem entsprechend.
  • H.264 ≠ RAW. Die Aufzeichnung der Videos erfolgt bei der Canon 7D als H.264. Dies bedeutet, dass die Videos schon komprimiert sind. Die Vorzüge von RAW sind dahin. Genau zu belichten und ein ordentlicher Weißabgleich sind deshalb ein Muss. Ein Tip: Machen Sie doch vor dem Drehen ein Foto und schauen in Ruhe am Histogramm, ob das Bild richtig belichtet ist.
  • Einstellen des Bildstils. Da Sie keine RAWs aufnehmen können ist der Bildstil von Bedeutung. Weit verbreitet unter Filmern ist es, den Bildstil auf Neutral zu stellen, die Schräfe ganz zu verringern und den Kontrast ebenfalls. Bei der Farbsättigung sollten auch ein oder zwei Striche abgezogen werden. Diese Auswahl ist aber nur dann sinnvoll, wenn Sie nachher am Computer Farbe, Helligkeit und Kontraste bearbeiten wollen. Ist dies nicht der Fall, so kann man sich auch einen Bildstil auswählen, der einem gefällt.
  • Manuell drehen. Damit während der Aufnahme sich das Bild nicht ändert, z.B. die Belichtung oder der automatische Weißabgleich sich ändern, ist es sehr ratsam im manuellen Modus zu drehen. So kann man bei der 7D Blende, Belichtungszeit, Weißabgleich, ISO und Schärfe manuell einstellen und eine ungewollte Veränderung während der Aufnahme ausschließen.
  • Erst AF, dann MF. Man kann sich der AF-Funktionen des Foto-Modus bedienen um die Schärfe einzustellen. Anschließend stellt man das Objektiv auf MF um zu drehen.
  • Schärfe kontrollieren. Es ist ratsam vor jeder Aufnahme die Schräfe durch die Vergrößerungs-Funktion des Displays zu kontrollieren. Nichts ist ärgerlicher als ein unscharfes Bild.
  • Bei Bedarf Tiefenunschärfe verringern. DSLRs sind bei Filmer beliebt, da sie eine hohe Tiefenunschärfe ermöglicht. Doch manchmal kann dies auch stören, wenn man beispielsweise Personen aufnimmt, welche sich etwas bewegen und sich somit aus der Schärfeebene bewegen. Hier hilft es den Schärfebereich zu erhöhen. Wenn genug Licht vorhanden ist, kann man dafür die Blende schließen. Auch eine niedrigere Brennweite erhöht den Schärfebereich.
  • Stativ-Einsatz. Bei Fotos kommt man in vielen Situation ohne Stativ aus, doch bei Video nimmt man viele Bilder hintereinander auf. Da macht sich schnell ein Wackeln bemerkbar. Der Einsatz von einem Stativ bringt die nötige Ruhe in die Aufnahme und ermöglicht bei Stativen mit Fluid-Köpfen auch gleichmäßige Schwenks.
  • Zoomen untersagt. Schnell neigt man dazu, bei Aufnahmen an ein Objekt heran zu zommen. Jedoch erreicht man oft schönere Ergebnisse, wenn man einfach die Aufnahme stoppt, die Brennweite ändert oder sich dem Objekt nähert und eine neue Aufnahme startet. Ein weiteres Arguement gegen das Zoomen ist, dass Foto-Objektive, im Gegensatz zu Objektiven von Videokameras, oft die Schärfe beim Zoomen nicht behalten.
  • Immer etwas länger aufnehmen. Wenn Sie die Videos am Computer schneiden, dann empfehlt es sich immer etwas länger aufzunehmen. Kürzen können Sie immer noch.
  • Festbrennweiten nutzen. Beliebt bei Filmern sind Festbrennweiten, da diese in der Regel eine höhere Lichtstärke aufweisen. Da Sie beim Filmen keine Langzeitbelichtungen machen können ist die Lichtstärke oft von entscheidender Bedeutung.

Und bei all den Tipps sollte natürlich der Spaß am Filmen nicht vergessen werden. Eine der Stärken von DSLRs ist die Einfachheit, mit der man nun Videos “nebenbei” aufnehmen kann. Ein Beispiel dafür ist das eingebundene Video, welches ohne Crew und viel Ausrüstung während dem Arbeiten entstanden ist.

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Filmen mit DSLRs (Teil 1 von 2): Überblick

Seit dem Erscheinen der Canon EOS 5D Mark II werden DSLRs nicht nur für die Fotografie, sondern auch für Videoproduktionen genutzt. Ein wahrer Hype ist ausgebrochen um diese Kamera. Sie vereint einen großen Sensor und damit eine hohe Tiefenunschärfe mit einer Aufzeichnungsoption für 1080p HD-Video. Zu der Canon EOS 5D Mark II  haben sich mittlerweile weitere Modelle hinzugesellt, welche in unterschiedlichen Preisklassen ähnliche Eigenschaften aufweisen, dazu gehören die Canon EOS 7D, Canon 1D EOS Mark IV und die Canon EOS 500D. Auch andere Hersteller ziehen nach, so hat Panasonic die Lumix DMX-GH1 heraus gebracht. Nikon hatte sogar  bevor Canon die neue 5D Mark II angekündigt hatte seine D90 mit Videofunktion präsentiert, welche jedoch nur 720p HD-Video aufzeichnet. Mittlerweile gibt es von Nikon auch die D300s und D3s mit 720p. Auch die K-7 und K-X von Pentax bieten eine 720p Videofunktion.

Am meisten werden die Kameras Canon 7D und 5D Mark II für Videos verwendet. Zum einen sind sie nicht so teuer wie zum Beispiel die 1D Mark IV und zum anderen haben sie einen besseren Funktionsumfang bei Videoaufnahmen also zum Beispiel die 500D. Im Vergleich untereinander hat die 7D einen kleineren Sensor als die 5D. Allerdings ist selbst dieser noch vergleichbar mit der Aufnahmefläche von 35 Millimeter Film, welcher für Spielfilme genutzt wird. Dafür bietet die 7D zur Zeit noch mehr Möglichkeiten beim Einstellen der Bildwiederholfrequenz und ist damit kompatibler zu professionellen Videoformaten. Ein entsprechendes Firmware-Update für die 5D mit neuen Optionen für die Einstellung der Bildwiederholfrequenz ist von Canon bereits für die erste Hälfte dieses Jahres angekündigt.
Die Begeisterung für das Filmen mit DSLRs hat auch einige Hersteller auf die Bildfläche geholt, welche spezielle Film-Ausrüstung anbieten. Die bekanntesten Firmen heißen Zacuto, Redrock Micro und Cinevate. Auch einige Filmer hat der Hype zu Bekanntheit gebracht. Einer von ihnen ist Philip Bloom, welcher viel über die Videofunktion neuer DSLRs berichtet hat. Als Beispiel für die Videofunktion der 5D Mark II ist einer seiner Kurzfilme in diesem Artikel eingebunden.

Am meisten werden die Kameras Canon 7D und 5D Mark II für Videos verwendet. Zum einen sind sie nicht so teuer wie zum Beispiel die 1D Mark IV und zum anderen haben sie einen besseren Funktionsumfang bei Videoaufnahmen also zum Beispiel die 500D. Im Vergleich untereinander hat die 7D einen kleineren Sensor als die 5D. Allerdings ist selbst dieser noch vergleichbar mit der Aufnahmefläche von 35 Millimeter Film, welcher für Spielfilme genutzt wird. Dafür bietet die 7D zur Zeit noch mehr Möglichkeiten beim Einstellen der Bildwiederholfrequenz und ist damit kompatibler zu professionellen Videoformaten. Ein entsprechendes Firmware-Update für die 5D mit neuen Optionen für die Einstellung der Bildwiederholfrequenz ist von Canon bereits für die erste Hälfte dieses Jahres angekündigt.

Die Begeisterung für das Filmen mit DSLRs hat auch einige Hersteller auf die Bildfläche geholt, welche spezielle Film-Ausrüstung anbieten. Die bekanntesten Firmen heißen Zacuto, Redrock Micro und Cinevate. Auch einige Filmer hat der Hype zu Bekanntheit gebracht. Einer von ihnen ist Philip Bloom, welcher viel über die Videofunktion neuer DSLRs berichtet hat. Als Beispiel für die Videofunktion der 5D Mark II ist sein Kurzfilm Sofia’s People in diesem Artikel eingebunden.

Wie auch Sie schöne Videos aufnehmen erfahren Sie demnächst im zweiten Teil.

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