posterXXL auf der Photokina 2010 – Vorschau
MB schreibt in News und Web-Tipps am 05.09.2010
Die photokina, Deutschlands größte Fotomesse, wirft Ihre Schatten voraus. Ein paar Fakten und Zahlen dazu:
Vom 21. bis 26. September 2010 in Köln kann der interessierte Besucher auf über 210.000 Quadratmetern alles zum Thema Fotografie sehen. Neben den “klassischen” Ausstellern finden viele Workshops, Fotoshootings sowie ein interessantes Rahmenprogramm statt.
posterXXL ist in Halle 4.1 Stand G 50 / H 51 mit einem 140qm großen Stand vertreten. Wir zeigen sämtliche Materialien, die zum Motto “Ihr Foto in Groß” passen.
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Neu sind individuelle Fotobücher, die komplett ohne Software erstellt werden können. Um das zu demonstrieren stehen eigens Terminals dafür bereit. Softcover, Hardcover, Ledereinband, Leinen sowie Ringbücher lassen sich so direkt im Internetbrowser gestalten. |
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Ausserdem neu sind Fotoabzüge in diversen Varianten. Als besonderes Messeangebot gibt es eine so genannte “Foto Flatrate” – 25 Fotos für 0,00 Euro, so oft man möchte. Post- und Grußkarten runden das Foto-Angebot ab. |
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Foto-Kalender in vielen unterschiedlichen Formaten, bis hin zum Wandfüllenden Jahresplaner sind ebenfalls erhältlich, natürlich immer mit den eigenen Fotos. |
In Zusammenarbeit mit der VIEW Fotocommunity werden die zehn Gewinner des Fotowettbewerbs “Good Vibes” ausgestellt (http://view.stern.de/de/special/goodvibes). Dies ist eine gute Gelegenheit, Bilder nicht nur am Monitor sondern als überwältigenden Großformatdruck zu erleben.
Auch für Fachbesucher ist gesorgt: Ein eigener Conference-Bereich eignet sich, um mit Fotografen, Händlern und sonstigen Professionals Kooperationen zu besprechen.
Die photokina konnte 2008 rund 169.000 Fotografie-Fans anlocken, dieses Jahr sollen es noch mehr werden. Wir freuen uns auf viele Besucher und wünschen allen viel Spaß auf der photokina!

Fotografie Grundkurs (6/11): Bildrauschen
FS schreibt in Foto-Know-How am 29.08.2010
Bildrauschen ist der Erzfeind der meisten Fotografen, solange sie nicht im hellen Sonnenschein operieren. In wenigen Fällen kann man Rauschen im Bild noch als ästhetisches Mittel verkaufen, doch meist stört es einfach nur.

Die Ursachen des Bildrauschens
Jeder Sensor hat eine Art natürliches Grundrauschen. Normalerweise hinterlässt ein gutes Bild aber einen so starken Eindruck auf dem Sensor, dass dieses Grundrauschen im Vergleich praktisch nicht wahrnehmbar ist. Problematisch wird es, wenn das Verhältnis zwischen Lichteindruck und Grundrauschen zu schlecht wird. Denn je weniger Licht auf den Sensor trifft, desto mehr muss das Bildsignal in der Kamera verstärkt werden – wobei das Rauschen ebenfalls verstärkt und damit wahrnehmbar wird.
Die ISO-Einstellung steht dabei für den Grad der Verstärkung. Bei ISO 200 wird das Bildsignal doppelt so stark verstärkt, als bei ISO 100. ISO 400 wiederum doppelt so stark wie ISO 200, usw.
Je nach Kamera ist der Bereich an ISO-Werten, bei denen noch rauschfrei fotografiert werden kann, unterschiedlich. Digitale Kompaktkameras rauschen häufig schon schon bei ISO 400/800 sehr stark, während professionelle Spiegelreflexkameras noch bei vierstelligen ISO-Werten brauchbare Ergebnisse liefern können.
Es gibt drei wesentliche Faktoren, die das Bildrauschen beeinflussen:
Der Sensor
Unterschiedliche Sensoren sind unterschiedlich lichtempfindlich und unterschiedlich rauschanfällig. Als Faustregel gilt, dass mit der zunehmender Größe des Sensors auch die Lichtempfindlichkeit steigt und die Rauschanfälligkeit abnimmt. Das liegt daran, dass der Sensor für jeden Pixel mehr Fläche zur Verfügung hat, um Licht aufzunehmen. (siehe auch Teil 5 dieser Serie: Sensorgrößen).
Neben der Gesamtfläche des Sensors ist auch wichtig, wie viele Pixel sich diese Fläche teilen müssen (je weniger, desto Rauschärmer) und wie gut die Fläche ausgenutzt werden. Manche Sensoren verschenken konstruktionsbedingt zwischen den einzelnen Pixeln mehr Fläche, während andere die Pixel dicht nebeneinander setzen und dadurch mehr Fläche nutzen können.
Auch die allgemeine Qualität der Sensoren und der verarbeitenden Elektronik ist ein wichtiger Einfluss auf das Rauschverhalten. Moderne Sensoren können mit der gleichen Fläche wesentlich rauschärmere Bilder produzieren, als Sensoren von vor ein paar Jahren.
Wärme
Je wärmer der Sensor ist, desto stärker wird sein Grundrauschen. Spezialkameras, beispielsweise in der Astronomie, werden daher auf teils extreme Temperaturen heruntergekühlt um optimale Bedingungen für die Aufnahme zu schaffen.
Im normalen Fotografieumfeld ist muss man jedoch nicht ganz so großen Aufwand treiben. Alle handelsüblichen Kameras machen bei Raumtemperatur gute Bilder. Ob es ein paar Grad mehr oder weniger sind, ist relativ egal.
Bei besonders hohen Temperaturen kann dieser Effekt jedoch durchaus sichtbar werden. Im Hochsommer sind Kameras rauschanfälliger als im Winter. Auch wenn die Kamera eine Weile in der Sonne liegt kann sie sich im Inneren so sehr aufheizen, dass die Bildqualität beeinträchtigt wird.
Der LiveView-Modus, den inzwischen alle neueren Spiegelreflexkameras unterstützen, und der bei Kompaktkameras der normale Betriebsmodus ist, sorgt ebenfalls für eine erhöhte Betriebstemperatur. Dabei wird das Sucherbild auf dem Display erzeugt, indem der Sensor ständig das aktuelle Bild erfasst. Dadurch ist der Sensor länger in Betrieb und heizt sich dabei entsprechend auf.
Einige Kameras, beispielsweise die Canon EOS 550D, haben inzwischen eine Warnanzeige, wenn die Temperatur soweit ansteigt, dass die Bildqualität gefährdet wird.
Licht
Der offensichtlichste und gleichzeitig wichtigste Faktor ist schlicht das verfügbare Licht für eine Aufnahme. Je mehr Licht zur Verfügung steht, desto deutlicher ist das Abbild auf dem Sensor im Vergleich zum Grundrauschen. Im prallen Sonnenschein wird man praktisch nie Probleme mit Rauschen bekommen, im dunklen Nachtclub hingegen fast immer.
Lichtstarke Objektive helfen, das zur Verfügung stehende Licht besser auszunutzen. Besonders in dunklen Umgebungen sind daher Objektive mit großen Blendenöffnungen (siehe Teil 1 dieser Reihe: Belichtung) ein wichtiges Mittel im Kampf gegen das Rauschen.
Ansonsten bleibt nurnoch der Weg der verlängerten Belichtungszeit. Mit Hilfe eines Stativs und den dadurch möglichen Belichtungszeiten kann man – in Grenzen – selbst mit kleinem Sensor und schwachem Objektiv rauscharme Bilder produzieren.

Bildrauschen bei ISO 800 (Canon EOS 300D)
Das akzeptierte Rauschen
Nicht immer sorgt Rauschen auch sofort für schlechte Bilder. In einigen wenigen Fällen ist ein leichtes Rauschen ästhethisch akzeptabel oder sogar erwünscht. Dies gilt jedoch fast ausschließlich für Schwarzweißfotos. Farbrauschen hingegen wirkt praktisch immer störend.
Fazit
Rauschen geht man am Besten aus dem Weg, wenn man sich ein Motiv mit ausreichend Licht sucht. Darüber hinaus ist Bildrauschen leider hauptsächlich ein Kampf der Technik, bei dem Fotografen mit teureren Kameras deutlich besser gestellt sind. Aber zumindest bei Außenaufnahmen und in sonstigen hellen Umgebungen sollte Bildrauschen auch mit bezahlbaren Kameras kein unüberwindbares Problem mehr sein.
Der Fotorealismus – traut euren Augen nicht!
SP schreibt in News und Web-Tipps am 25.08.2010

Charles Bell, "Sugar Daddy, Gumball X",1975
Cooles Foto?
Das ist aber keins.
Es ist Malerei – nämlich Fotorealismus.
Entstanden ist diese Form von Kunst in Amerika. Um genauer zu werden in den Vereinigten Staaten der 60iger und 70iger Jahre.
Zu ersten mal wurde der Fotorealismus 1972 auf der zeitgenössischen Ausstellung für Kunst, der documenta, in Kassel auch von der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen.
Vorlage für die Künstler waren Fotos und Diapositive. Sie malten bevorzugt in Ateliers und nicht an Originalschauplätzen. Wichtigste Themen waren der Alltag und die boomende Konsumgesellschaft der damaligen Zeit. Durchschnittsmenschen, das Erscheinungbild typischer US-Städte mit Ihren Einkaufsmeilen und der Werbung, sowie Statussymbole (Bsp.: Motorräder oder Autos) gehörten dazu.
Ziel des Fotorealismus war eine höchst exakte, objektive und detaillierte Umsetzung der fotografischen Vorlage in die Malerei. Als logische Konsequenz , dieser höchst präzisen Realisierung, sollte der Malstil des Einzelnen eliminiert werden.
Jedoch entstand eine Spezialisierung der Künstler auf einen bestimmten und eng eingegrenzten Themenbereich. Jeder Maler konnte so sein hohes technisches Können und seine Kreativität unter Beweis stellen.
![]() Chuck Close, "Selbstportrait", 1971 |
Chuck Close (geb. 1940) fokussierte sich auf Portraits in riesengroßen Formaten. Diese erlaubten ihm jede noch so kleine Komponente in den Gesichtern seiner Modelle herauszuarbeiten. |
![]() Robert Cottingham, "The Spot", 1979 |
Ausschließlich Schriftzüge der typischen amerikanischen Leutereklame brachte Robert Cottingham (geb. 1943) auf die Leinwand und schaffte dem Betrachter so die Illusion es handele ich um einen Foto Schnappschuss. |
![]() David Parrish, "Motorcycle 1", 1971 |
David Parrish (geb. 1939) nahm eine andere Herausforderung an. Er malte die feingliedrigen, verworrenen Formen, die runden und glänzenden Oberflächen von Motorrädern |
Die Abbildung zu Beginn des Artikels stammt von Charles Bell (geb. 1935, gest. 1995). Das bevorzugte Thema des Amerikaners waren u.a. altes Spielzeug und Kaugummiautomaten.
Wer davon nicht genug bekommen hat, muss bis zum 05.09.2010 nach München. Die Hypo-Kulturstiftung stellt unter dem Titel “Realismus” nämlich unter anderem auch Charles Bell und seine “Gumball Machine” aus.
Viel Spaß!
Wie man Pixelfehler in Spiegelreflexkameras von Canon maskiert
FS schreibt in Foto-Know-How am 05.08.2010
Beispiel eines Pixelfehlers
Heiße Pixel sind Bildpunkte auf einem Fotosensor, die schneller überhitzen und dadurch Bildfehler verursachen. Sie machen sich vor allem bei Langzeitbelichtungen bemerkbar, indem sie als heller Punkt hervorstechen. Auch sonst können Digitalkameras diverse problematische Pixel haben. Ähnlich wie bei Bildschirmen gibt es auch bei Kameras tote Pixel, die ununterbrochen die gleiche Farbe zeigen. Auch ein kleines Staubkorn auf dem Sensor kann ähnliche Effekte hervorrufen.
Bei Fotos ist das häufig kein besonders dramatisches Problem. Einzelne Pixel fallen im Vergleich zu der hohen Gesamtauflösung nicht sehr auf und man fotografiert auch eher selten in hohen ISO-Bereichen, die besonders anfällig für heiße Pixel sind. Zudem kann man ein einzelnen Pixel auch sehr schnell per Photoshop korrigieren. Es gibt inzwischen auch Software, die solche Reparaturen automatisch vornimmt. Problematischer sind Pixelfehler in Videoaufnahmen, die heutige Kameras meist auch beherrschen. Die Korrektur ist dort aufwändiger und im Video-Modus arbeitet man häufiger in hohen ISO-Bereichen.
Doch wer Pixelfehler in seinen Aufnahmen entdeckt muss nicht gleich verzweifeln. Wenn es sich bei der Kamera um eine Canon Spiegelreflexkamera handelt, stehen die Chancen gut, dass schon die Kamera selbst das Problem beheben kann. Viele neuere Kameras aus der EOS-Reihe haben eine undokumentierte Funktion um fehlerhafte Pixel auszublenden. Da die Funktion nicht dokumentiert ist, lässt sich jedoch nicht mit Sicherheit sagen, welche Modelle sie unterstützen. Entsprechende Berichte finden sich unter anderem über die Canon EOS 7D, 5D Mark II und 550D.
Und so funktioniert der Trick:
- Man setzt den Objektivdeckel auf das Objektiv, oder nimmt das Objektiv ganz ab und verschließt den Kamerakörper mit der mitgelieferten Abdeckung. Ziel ist, dass keinerlei Licht mehr auf den Sensor fallen kann.
- Nun aktiviert man die Funktion zur manuellen (nicht automatischen!) Sensorreinigung. Diese Funktion dient normalerweise dazu, dass man mit einem feinen Pinsel den Sensor reinigen kann. Dazu wird der Spiegel im Gehäuse nach oben geklappt und der Bildverschluss geöffnet, sodass der Sensor zugänglich wird. Die Spiegelbewegung ist bei der Aktivierung der Funktion gut hörbar.
Versuchen Sie jedoch nicht wirklich, den Sensor zu reinigen und lassen Sie die Kamera fest verschlossen. Fotosensoren sind extrem empfindlich und können sehr leicht beschädigt werden. - Einige Sekunden warten.
- Die Kamera ausschalten.
- Wieder kurz warten.
- Die Kamera einschalten.
Bei Erfolg ist der Pixelfehler nun verschwunden.
Die gängige Theorie ist, dass die Kamera nach einer Sensorreinigung eine Art Sensordiagnose durchführt und dabei fehlerhafte Pixel erkennt und abschaltet. Ob diese Theorie zutrifft kann aber wohl nur ein Canon-Ingenieur beurteilen.
Wir konnten die Funktion an einer neuen EOS 550D mit einem heißen Pixel testen. Bei unserer Kamera verschwand der Bildfehler in der Tat beim ersten Versuch.
Wir können jedoch keine Garantie dafür übernehmen, ob dies immer so reibungslos abläuft. Die Anwendung dieser Technik läuft immer auf eigene Gefahr.












