Archive für Juli, 2010
Windows XP: Die Geschichte des Hintergrunds
MW schreibt in Foto-Know-How am 29.07.2010
Vermutlich kennt jeder dieses Bild: die saftig grüne, endlos weite Wiese, den blauen, mit weißen Schäfchenwolken durchzogenen Himmel.
Es ist das Standardhintergrundbild von Windows XP.
Das Bild entstand im Winter 1996 in einem Weingebiet nahe des Sonoma Valleys in Kalifornien – im Sonoma County.
Es wurde auf den Namen „Bliss“ getauft, was im Deutschen so viel wie Wonne oder Glück bedeutet.
Microsoft nutze das idyllische Bildmotiv aus zwei Gründen:
• Die Grün und Blautöne des Bildes spiegeln die Markenfarben von Microsoft wieder.
• Beide Farbtöne werden vom Menschen positiv wahrgenommen
Der Reportagefotograf Charles O’Rear fotografierte das Motiv an einem klaren Januartag.
Er war gerade auf der Fahrt von seinem Wohnort St.Helena nach Marin County, wo seine Frau derzeit lebte.
Im Januar 1996 herrschte im Sonoma Valley eine Pflanzenseuche, die die Weinreben befallen hatte.
Aus diesem Grund war der fotografierte Hügel zu dieser Zeit mit Gras bewachsen.
10 Jahre später fotografierten die Fotografen Simon Goldin und Jakob Senneby den Ort erneut.
Das Foto zeigt den wieder mit Weinreben bewachsenen Berg.
Dieses Motiv wurde im April 2007 als Projekt „After Microsoft“ ausgestellt.
Hier gibts weitere Infos in englischer Sprache.
Die Blaue und die Goldene Stunde – Bestes Licht für Fotos berechnen
MB schreibt in Foto-Know-How am 20.07.2010
Immer wieder hört man in der Fotografie von der “Blauen Stunde”, ab und zu auch von der “Goldenen Stunde”. Was hat es damit auf sich?
Die so genannte “Blaue Stunde” hat zwar nichts mit Alkohol, aber trotzdem mit Stimmung zu tun. Es ist ein Teil der Morgen- oder Abenddämmerung. Beim Sonnenaufgang wird durch die Atmosphäre Licht verschiedenster Wellenlängen herausgefiltert. Anfänglich kommt nur Blau durch, da es die kürzeste für Menschen sichtbare Wellenlänge hat. Durch das indirekt eintreffende Licht gibt es weder harte Schatten noch zu extreme Kontraste.
Da noch nicht viel Licht vorhanden ist, benötigt man dafür meist ein Stativ sowie etwas längere Belichtungszeiten. In dieser Zeit aufgenommene Bilder wirken mystisch und geheimnisvoll. Meist hat man dafür ca. 40 Minuten Zeit, weshalb die Bezeichnung “Stunde” etwas übertrieben wirkt.
Danach folgt die “Goldene Stunde”, wenn die Sonne noch ganz tief steht und alles in ein warmes, goldenes Rot taucht. Das sieht vor allem spektakulär aus, wenn Wolken und Berge schon Orange leuchten, während das Tal noch in kühlesn dunkles Blau getaucht ist. Die Goldene Stunde dauert ca. 50 Minuten und hat den Namen “Stunde” schon eher verdient.
Insgesamt also ein Zeitfenster von zwei Stunden, in denen stimmungsvolle Bilder möglich werden.
Das Ganze in umgekehrter Reihenfolge gilt dann auch beim Sonnenuntergang. Für gute Landschaftsfotos sollte der Fotograf also entweder früh aufstehen, oder spät zu Bett gehen.
Unter diesem Link gibt es einen Dämmerungsrechner. Das geniale Tool verrät abhängig vom Standpunkt die Zeiten für blaue und goldene Stunde, sowie den Winkel in dem die Sonne auf- und untergeht. Ideal um sich fürs perfekte Foto vorzubereiten!
BeetleCam: Spiegelreflexkamera auf ferngesteuertem Elektroauto
FS schreibt in News und Web-Tipps am 16.07.2010
Bei der Wildtierfotografie ist es schwierig, möglichst nah an die wilden Tiere heranzukommen, ohne sich in Gefahr zu begeben.
Neben großen Brennweiten, die eine entsprechend distanzierende Wirkung mit sich bringen, gibt es meist nur die Möglichkeit, die Kamera irgendwo statisch zu platzieren, mit einem Fernauslöser in sicherem Abstand zu lauern und zu hoffen, dass sich die Tiere auch wirklich vor die Kamera bewegen.
Dadurch wird Geduld und Glück schnell zu den entscheidendsten Erfolgsfaktoren.
Will & Matt Burrard-Lucas sind daher auf eine raffiniertere Idee gekommen. Sie haben einfach eine Kamera auf ein ferngesteuertes, geländetaugliches Elektroauto montiert. Ihre BeetleCam getaufte Konstruktion verfügt neben der Kamera noch über zwei Blitze um die harten Schatten der afrikanischen Sonne aufzuhellen.
Das Ergebnis sind beeindruckende Bilder aus ungewöhnlicher Perspektive. Der erste Einsatz zeigte, dass sich die meisten Wildtiere von dem getarnten Kameragefährt nicht weiter ablenken lassen. Bis auf Löwen. Diese demonstrierten recht gut, warum man selbst lieber nicht so nah an die Tiere herankommen möchte: Die Raubkatzen erlegten die BeetleCam kurzerhand und zerstörten die verwendete Canon EOS 400D.
Fotografie Grundkurs (5/11): Sensorgrößen
FS schreibt in Foto-Know-How am 12.07.2010
Viele Dinge können sich zwischen Kameras unterscheiden, aber nur weniges hat so viel Einfluss auf das spätere Bild, wie die Größe des verwendeten Sensors. In heutigen Digitalkameras findet sich eine Vielzahl verschiedener Sensorgrößen – vom winzigen Sensor der Handykamera bis zum Vollformatsensor in den Spiegelreflexkameras der Oberklasse.
Lichtempfindlichkeit
Je größer ein Sensor ist, auf desto mehr Fläche kann er Licht aufnehmen. Große Sensoren bieten dadurch entweder mehr Pixel bei gleicher Lichtempfindlichkeit, oder eine höhere Lichtempfindlichkeit mit dem damit einhergehenden besseren Rauschverhalten.
Die kleinen Sensoren sind der primäre Grund, weshalb man bei Kompaktkameras häufig schon bei ISO 400 Probleme mit Bildrauschen bekommt, während Spiegelreflexkameras mit ihren größeren Sensoren auch bei ISO 1200 noch brauchbare Bilder aufnehmen können.
Tiefenschärfe
Noch direkter sichtbar ist der Einfluss der Sensorgröße auf die Tiefenschärfe. Je kleiner der Sensor ist, desto größer ist der Bereich, in dem Objekte mit unterschiedlichem Abstand zur Kamera noch scharf ebgebildet werden können – die gleiche Blendeneinstellung vorausgesetzt, da die Blende ebenfalls einfluss auf die Tiefenschärfe hat (siehe Teil 1 dieses Grundkurses). Bei einem größeren Sensor muss man dementsprechend genauer scharfstellen.
Der mit großen Sensoren einhergehende intensivere Schärfeverlauf in die Tiefe kann ästhetisch sehr schön eingesetzt werden, weshalb viele Fotografen Kameras mit großen Sensoren bevorzugen. Kompaktkameras haben teilweise so kleine Sensoren, dass es fast unmöglich wird einen schönen Schärfeverlauf zu produzieren.
Cropfaktor
Mit der Sensorgröße ändert sich auch die Wirkung der Objektiv-Brennweite. Gängige Begriffe für diesen Effekt sind Verlängerungsfaktor und Cropfaktor. Die Wirkung dieses Effektes kann man sich sehr leicht verdeutlichen: Ein Objektiv tut nichts anderes, als ein Bild auf eine Fläche zu projezieren. Auf dieser Fläche befindet sich der Sensor, der das Bild dann aufzeichnet. Ist der Sensor kleiner, zeichnet er einen kleineren Teil der Fläche auf. Die Wirkung ist die gleiche, wie wenn man von einem ausgedruckten Foto nur einen Ausschnitt (to crop (engl.): zuschneiden) betrachtet. Im Vergleich zum vollen Foto wirkt der Ausschnitt wie herangezoomt.
Eine Brennweite auf einem kleinen Sensor wirkt also wie eine größere Brennweite auf einem größeren Sensor. Während Fotografen im Kleinbildformat 85mm-Objektive für Portraits bevorzugen, gilt bei kleineren APS-C-Sensoren die 50mm-Brennweite als Portrait-Objektiv. Daher spricht man umgangssprachlich auch von einer Brennweitenverlängerung auf kleineren Sensoren. Technisch ist das allerdings nicht ganz korrekt, denn die Brennweite des Objektivs ist eine feste physikalische Größe, die sich nicht ändert – nur die Wirkung ändert sich.
Preis
Ein letzter, nicht unwesentlicher Faktor, ist der Preis. Kleine Sensoren sind deutlich günstiger zu produzieren, da im gleichen Produktionsschritt mehr Sensoren produziert werden können. Gleichzeitig müssen auch die Objektive das Bild auf eine größere Fläche abbilden können, wodurch auch ihr Preis steigt. Dementsprechend finden sich große Sensoren auch nur in entsprechend teuren Kameras.
Gängige Sensorgrößen
Fotosensoren gibt es in sehr zahlreichen verschiedenen Größen, aber im Laufe der Zeit haben sich einige Klassen herausgebildet.

Die wichtigsten Sensorgrößen im Vergleich
Vollformat
Unter Vollformatsensoren versteht man Sensoren, die dem Format von ursprünglichen Kleinbildfilm, also 36 mm x 24 mm, annähernd entsprechen. Beispiele für Kameras mit Vollformatsensoren sind die Canon EOS 5D Mark II (35,8 mm × 23,9 mm), Canon EOS-1Ds Mark III (36 mm × 24 mm), Nikon D3s (36,0 mm × 23,9 mm) und Nikon D700 (36 mm x 23,9 mm).
APS-C
Die meisten preisgünstigeren Spiegelreflexkameras haben einen Sensor, der ungefähr dem APS-C-Format von 25,1 mm × 16,7 mm entspricht. Bekannte Beispiele sind hier die Canon EOS 550D (22,3 mm × 14,9 mm), Nikon D90 (23,6 mm × 15,8 mm) und Sony Alpha 500 (23,5 mm × 15,6 mm).
1/X”
Bei Kompaktkameras wird die Sensorgröße meist in der Form einer Zoll-Bruchzahl angegeben. Hier gibt es eine vielzahl von Größen, wie Beispielsweise 1/1,8″ (7,2 mm × 5,3 mm) und 1/3,2″ (4,5 mm × 3,4 mm). Typische Beispiele sind die Canon PowerShot S500 (7,2 mm x 5,3 mm), Nikon Coolpix 8800 (8,8 mm x 6,6 mm) und Konika Minolta DiMAGE Xg (5,3 mm x 4,0 mm).
Welche Größe ist die richtige für mich?
Die Wahl des richtigen Sensors hängt – wie so vieles in der Fotografie – vom Einsatzzweck ab. In den meisten Fällen geben größere Sensoren einem mehr kreative Möglichkeiten und eine bessere Bildqualität. Es gibt aber Einsatzzwecke, wo kleinere Sensoren durchaus Sinn machen.
So gibt es beispielsweise konstruktionsbedingt keine Kameras mit größeren Sensoren, die so klein wären, dass man sie problemlos in die Tasche stecken könnte. Geht es um maximale Portabilität, gibt es zu Kompaktkameras mit ihren kleinen Sensoren kaum eine Alternative.
Verlässt man den Bereich der kleinen Kameras, bieten Kameras mit APS-C-Sensoren meist einen vernünftigen Kompromiss aus Größe und Preis. Mit ihnen kann man bereits sehr schöne Schärfeverläufe nutzen, die Kameras sind häufig dennoch relativ handlich, bezahlbar und auch die Objektive sind günstiger als bei Vollformatkameras.
Facebook Fan Charts
MW schreibt in Neuigkeiten bei posterXXL am 02.07.2010
Im Januar 2010 gab es sie zum ersten Mal: Die Mass Customization Facebook Fan Charts von egoo.de
Ganz klar, Deutschland bildet die Vorhut im Bereich der personalisierten Massenherstellung: Wir bestellen Urlaubsabzüge und lassen uns das schönste Motiv als Poster vergrößern. Wir ordern ein Fotobuch mit Jugendbildern oder ein Selbstpotrait auf Leinwand, um es den Eltern zum Geburtstag zu schenken.
Auch ein weiterer Punkt steht fest: Deutschland ist süchtig nach mobiler Kommunikation.
Mittlerweile ist das SMS-Schreiben veraltet und wir kommunizieren hauptsächlich über Mobile Messenger oder Communities wie Facebook oder Lokalisten.de.
Aus diesem Grund wurde eine Aufstellung der Top-Facebook-Fanseiten zusammengetragen, die die Nutzungsstärke der einzelnen Facebook-Fanseiten dieser Produktsparte veranschaulicht.
Im Laufe der letzten Zeit haben immer mehr Konzerne das Potential der Community Facebook erkannt und es ist an der Zeit die Charts auf den neusten Stand zu bringen:
Die Anzahl der posterXXL-Fans steigerte sich innerhalb kürzester Zeit von Platz 31 auf Platz 7, von 41 auf 2656 Fans.
Aufgrund der großen Nachfrage konnte posterXXL innerhalb kürzester Zeit in die USA, Niederlande und viele weitere Ländern expandieren.
Die Verkaufsquoten von Fotoprodukten am Weltmarkt steigen rasant.
Mehr dazu gibt es hier!
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