Archive für Mai, 2010

Streetart: Weg von der Straße! Rein in die Museen!

banksyDas ist bestimmt schon jedem einmal passiert:
Man geht die Straße entlang und sieht an Hauswänden, Telefonzellen, Bordsteinen Kunstwerke die man eher als gelungen, cool empfindet, anstatt als unverschämte Schmierereien, obwohl sie nicht legal entstanden sind.
Es ist etwas Besonderes und dennoch gehört es zum Alltag, begegnet uns Tag täglich.

Der Ort des Geschehens der Streetart ist also der öffentliche Raum, zu dem Hauswände, Laternen, Mülleimer, Parkbänke, Bäume, usw. gehören.

Um die Stadtmöbel zu verzieren, bedienen sich die Künstler verschiedenster Instrumente. Die Werke werden unter anderem mit Hilfe von Schablonen an Mauern gesprüht (=Stencilart), als Plakate an Wände geleimt (=Paste-up) oder es werden Sticker an Flächen geklebt.  Installationen oder Plastiken, die in der städtischen Umgebung aufgestellt werden sind auch ein Teil der Streetart.

street_artDas allgemein bekannte Graffiti gehört jedoch nicht dirket zur Streetart, da sich diese mit bildliche Motiven beschäftigt und nicht mit der Schrift als Motiv.
Jedoch sind Graffiti und Streetart schwer zu trennen und greifen ineinander über.

So vielseitig die Werkzeuge sind, so vielschichtig sind auch Ihre Aussagen der Arbeiten. Ob es nun eine politische Äußerung ist, Kritik an der Gesellschaft, am Konsumverhalten der Gesellschaft oder einfach nur Kunst um der Kunst willen ist, alles ist vertreten.

Eines haben die Streetart-Werke gemeinsam – sie kommunizieren mit uns, den Menschen im Alltag.

Wie der Artikel jetzt noch den Bogen, weg von der Straße in die Museen bekommt?

Der Brite Banksy wurde durch seine ironischen und provokativen Stencils weltbekannt.

Der italienische Streetart-Künstler 108 wird sogar auf diverse internationale Veranstaltungen eingeladen. Eine davon ist zum Beispiel die Biennale in Venedig.

streetartDAIM aus Deutschland durfte offiziell 2000qm des Hamburger Hafens mit seiner Kunst bereichern.

Auch Ausstellungen ausschließlich zu diesem Bereich werden auf die Beine gestellt. “Street Alphabet”  von Skore183 ist eine dieser Veranstaltungen.

Streetart ist in der zeitgenössischen Kunst angekommen und doch versucht die zu bleiben was sie ist – unkonventionell, zwanglos und alles andere als unverschämte Schmierereien.

Zum Abschluss noch ein Schmankerl für unsere Münchner Streetartisten:

Vom 15.04-10.06.2010 stellt der Künstler Skore183 seine Werke in der Galerie ArtThiess aus.

Näheres dazu findet Ihr unter http://www.superpaper.de/3060/skore183-street-alphabet.

Viel Spaß!

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Fotografie Grundkurs (3/11): RAW vs. JPEG

Welches Format ist geeigneter? Soll ich meine Aufnahmen in Raw oder Jpeg machen? Diese Fragen beschäftigen uns schon seit Beginn der Digitaltechnik. Doch bevor wir einen Überblick über die Vor-und Nachteile dieser beide Formate geben, möchten wir zunächst erklären was Raw und Jpeg eigentlich sind.

Das RAW Format

Im sogenannten Raw-Format werden die vom Sensor erfassten Bildinformationen möglichst unverändert aufgezeichnet. Daher spricht man auch von einem Rohdatenformat.

Ein großer Vorteil des Rohformates gegenüber Jpeg ist, dass wichtige gestalterische und qualitätsentscheidende Einstellungen wie z.B. Belichtung, Weißabgleich und Kontrast nicht bei der Speicherung in der Kamera festgelegt werden, sondern später bei der Umwandlung im RAW- Konverter beeinflusst werden können.

Besonders die Möglichkeiten der Belichtungskorrektur während der Konvertierung erweißt sich als toller Vorteil gegenüber JPEG. Die RAW-Datei enthält alle Helligkeitsinformationen die der Sensor erfassen kann. Die Anzahl der Helligkeitsstufen bei Raw liegt zwischen 1.024 und 16.384  Abstufungen. Bei Jpeg dagegen werden nur 256 Helligkeitsabstufungen gespeichert.  Welche Nachteile dies für JPEG-Aufnahmen mit sich bringt, wird etwas später in diesem Artikel erläutert. Die große Anzahl der aufgenommenen Helligkeitsstufen bei Raw bietet umfangreiche Möglichkeiten der Bildgestaltung und Korrekturen der Belichtung, wie an folgendem Beispiel gezeigt wird:

kirche

Durch das Anpassen der Helligkeit während des Konvertierungsvorgangs kann sowohl die Struktur der weißen Kuppel, als auch die Farbinformationen in den Schatten der Kirchenbänke herausgearbeitet werden. Das linke Bild zeigt die Aufnahme ohne Korrekturen. In der Mitte wurde die Helligkeit angehoben und im rechten Bild zeitgleich die Farbtemperatur angepasst.

Da RAW-Formate keine Kompression beinhalten, belegen sie jedoch erheblich mehr Speicherplatz als das komprimierte JPEG. Eine Raw-Aufnahme benötigt ca. den 3- fachen Speicherbedarf wie ein Jpeg der gleichen Größe. Dadurch passen weniger Bilder auf eine Speicherkarte und die Kamera braucht bedeutend länger um die Bilder zu speichern und wieder aufnahmebereit zu sein.

Zudem stellt eine RAW-Aufnahme in der Nachbearbeitung größere Ansprüche an den Rechner, da aus den Rohdaten erst ein darstellbares Bild errechnet werden muss. Für moderne PCs ist das normalerweise kein Problem, aber auf älteren Systemen ist der Unterschied durchaus spürbar.

Die Raw-Formate der einzelnen Hersteller sind nicht miteinander kompatibel und müssen mit einer herstellereigenen Software zur Bearbeitung in ein kompatibles Format umgewandelt werden. Mittlerweile enthält aber beinahe jede Bildbearbeitungssoftware einen integrierten Raw-Konverter. Dennoch bleibt die Unsicherheit ob die Original Rohdateien in einigen Jahren noch gelesen werden können, oder ob die dann verwendete Software das Format der eigenen Kamera eventuell nicht mehr beherrscht.

Hier bietet Adobe zukünftig eine Lösung an. Das “Digital Negative” (Abk: DNG) ist ein Archivformat, das verspricht, auch in Zukunft problemlos verarbeitet werden zu können. Der große Vorteil von DNG ist, dass die Bilder nicht mehr im herstellerspezifischen Format, sondern in einem verbreiteten Standard archiviert werden können. Somit ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass die Daten auch in Jahren noch lesbar sein werden. Zudem bietet DNG eine verlustfreie Kompression, die die Dateigröße etwas reduziert, ohne dabei die Vorteile des Rohdatenformats einzubüßen. Adobe bietet kostenfreie Konverter an, mit denen die Raw-Daten ihrer Kamera in das verlustfreie DNG Format gewandelt werden können. Kameras selbst können bisher nur selten direkt im DNG-Format aufnehmen.

Das JPEG Format

Im Gegensatz zum RAW-Format werden bei JPEG die vom Sensor erfassten Daten vor der Aufzeichnung bereits interpretiert. Dadurch lässt sich das Bild kompakter speichern, aber all die oben erwähnten Vorteile wie beispielsweise die nachträgliche Beeinflussung des Weißabgleichs gehen verloren.

Zudem ist die bei JPEG verwendete Kompression verlustbehaftet. Bei der Speicherung des Bildes gehen durch den Komprimierungsvorgang Informationen verloren. Ob und wie stark dieser Qualitätsverlust wahrnehmbar ist, ist abhängig von der Stärke der Kompression. Diese kann meist an der Kamera eingestellt werden. Der Qualitätsverlust bei jedem Speichervorgang spielt vor allem in der Nachbearbeitung eine Rolle. Wird die Jpeg-Datei geöffnet, verändert, gespeichert und anschließend wieder geschlossen so findet jedes Mal eine erneute Komprimierung statt. Mit jedem solchen Zyklus nimmt die Bildqualität des Jpegs ab und Kompressionartefakte werden schnell sichtbar.

Ausschnitt einer Jpeg Aufnahme nach dem 1. und nach dem 10. Speichervorgang

Ausschnitt einer Jpeg Aufnahme nach dem 1. und nach dem 10. Speichervorgang

Wie schon zuvor erwähnt ist ein weitere Nachteil von JPEG die geringe Farbtiefe. Die Farbtiefe ist bei Jpeg auf 8 Bit pro Farbkanal beschränkt ist. Dies bedeutet, dass jedes Pixel eine von 256 Helligkeitsabstufungen beziehungsweise Farbwerten annehmen kann. Insgesamt lassen sich damit ca 16,7 Millionen unterschiedliche Farben darstellen. Auch wenn dies eine unvorstellbare hohe Zahl ist, sind 8 Bit Farbtiefe bei extremen Lichtverhältnissen nicht ausreichend um beispielsweise tiefe Schatten und sehr helle Lichter gleichzeitig darzustellen. Im Raw-Format hingegen sind die gebräuchlichen Farbtiefen 10, 12 oder 16 Bit Helligkeitsinformationen, woraus bei beispielsweise 16 Bit Farbtiefe pro Farbkanal 281474976710656 (ca. 281 Billionen) Farbmöglichkeiten entstehen.

Welches Format ist das richtige für mich?

Die Wahl des richtigen Formates hängt natürlich vom jeweiligen Einsatzzweck ab. Wünscht man sich eine maximale Flexibilität in der Nachbearbeitung, beispielsweise bei Studioaufnahmen, dann empfiehlt sich das RAW-Format.

Auch bei schwierigen Lichtsituationen bietet sich RAW an, da die größere Farbtiefe einem mehr Möglichkeiten zur späteren Korrektur bietet. Bei JPEG muss die Belichtung bereits bei der Aufnahme relativ genau stimmen.

Ist man darauf angewiesen, in kurzer Zeit möglichst viele Aufnahmen zu machen, beispielsweise in der Sportfotografie, dann ist JPEG eine naheliegende Wahl. RAW könnte zu Zwangspausen führen, in denen die Kamera die Bilder speichert. Zudem macht sich bei einer sowieso schon großen Anzahl an Fotos, auch der größere Speicherbedarf von RAW noch mehr bemerkbar.

Für Fotografie-Einsteiger bietet sich das JPEG-Format an, da es schlicht einfacher in der Handhabung ist und Ressourcen schont. Für Fotografen die sich auch nach diesem Artikel nicht entscheiden können bieten einige Kamerahersteller auch die Option “RAW & JPEG” an, welche schlicht beide Formate gleichzeitig speichert.

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25 unglaubliche optische Illusionen

super_optische_illusionenOptische Illusionen sind immer wieder lustig und interessant zugleich. Wie sich das menschliche Auge täuschen läßt ist wirklich verblüffend.

Auf der folgenden Seite sind alte Illusions-Klassiker teilweise neu aufgelegt oder anders interpretiert, sie ist auf jeden Fall einen Blick wert:
http://www.bestcollegesonline.net/blog/2010/25-eye-popping-optical-illusions/

Wir haben kurz darüber nachgedacht, so etwas mal als Poster auszudrucken. Aber das würde sich wohl keiner freiwillig aufhängen, oder?

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Erfahrungsbericht: Fotografieren in Marrakesch

Gebäude und Landschaften in den unterschiedlichsten Ocker-, Rot- und Braun-Tönen, eine Stadt voller interessanter Gesichter, welche ganz anders zu altern scheinen als die europäischen, und Stände voller farbiger Gewürze und frischem Obst. Marrakesch ist ein Paradies für den geneigten Fotografen, so möge man meinen. Allerdings fällt schnell auf, wie sich viele Leute weg drehen oder die Hand vor das Gesicht nehmen, sobald man die Kamera zückt.

Der durchschnittliche Marokkaner scheint nicht gerne fotografiert zu werden. Unterschiedliche Ursachen wurden mir dafür genannt. Zum einen gibt es das Bildverbot im Islam, welches die bildliche Darstellung von Lebewesen untersagt. Dies ist ein umstrittenes Thema, insbesondere da der Koran selbst kein Bildverbot enthält. Eine andere Ursache scheint ein Aberglaube zu sein, nach welchem ein Foto dem Fotografierten Lebensgeist einzieht.

Mit Respekt und Umsicht sollte man auf diese Ablehnung gegenüber dem Fotografieren eingehen. Wenn man vorher fragt, so kann man durchaus einige Leute finden, welche nichts gegen ein Foto einzuwenden haben. Nicht wenige halten danach die Hand auf und erwarten ein Entgelt für ihre Bereitschaft sich ablichten zu lassen. Das gilt sowohl für den kleinen spielenden Jungen als auch für den alten Greis. Besonders extrem ist dies auf dem Djemaa el Fna, dem zentralen und berühmten Marktplatz der Stadt. Der Platz füllt sich abends mit Leben, wenn die Essstände aufgebaut und die Geschichtenerzähler, Schauspieler, Schlangenbeschwörer und Musiker Publikum um sich scharen. Sobald man den Auslöser drückt oder gar mit Blitz fotografiert ist schon jemand aufgetaucht und hält die Hand für eine Gabe hin. Selbst wenn sich dutzende Leute in einem engen Kreis um ein Schauspiel stellen wird man in Windeseile gefunden. Sollte man nach gemachtem Foto nicht einsehen dafür Geld bezahlen zu müssen, so lernt man schnell, wie beharrlich und auch laut die Fotografierten sich zu beschweren wissen.

Auf Dauer fand ich dieses stetige Notwendigkeit des Verhandelns zu mühselig und packte meine Kamera immer seltener aus. Wer allerdings sehr kontaktfreudig ist und Gefallen am Feilschen findet, der kann sich vieler schöner Motive Gewiss sein.

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Riesige Waschtrommel ist ein Sand-Großformat-Drucker

riesiger_druckerEs sieht ein wenig aus wie eine riesigie Waschtrommel, in der Kinder laufen. Also eher ein Hamsterrad für Menschen. Doch dieses ist nicht dazu da, irgendetwas sauber zu machen (wenn dann macht es die Menschen schmutzig, die darin laufen).

Am Sand aufgestellt und gerollt drücken sich außen aufgebrachte Buchstaben in den Sand und ergeben so die längste Sandbotschaft der Welt.

Ein riesen-Sanddrucker sozusagen, möglicherweise lassen sich so perfekt Botschaften für den Google-Earth-Satelliten drucken?

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