Archive für April, 2010
Nintendo DS als Steuercomputer für Fotokameras: Open Camera Control
FS schreibt in News und Web-Tipps am 30.04.2010

Kleine, kompakte Fernauslöser kann man für die meisten Kameras günstig kaufen. Intervallauslöser sind schon schwieriger und teurer zu besorgen. Bei allem komplexeren, beispielsweise Belichtungsreihen aus 11 Bildern, oder zu definierten Zeiten auslösende Aufnahmen, kann man bestenfalls noch einen Computer anschließen und hoffen, dass es eine Software gibt, die solche Funktionen ermöglicht. Doch selbst kleine Netbooks sind im Fotoalltag eher unpraktisch einzusetzen.
Aus dieser Not heraus entstand Open Camera Control, eine Mischung aus Hard- und Software, mit der man einen Nintendo DS in einen Steuercomputer für Spiegelreflexkameras von Canon und – mit Einschränkungen – Sigma, Casio, Olympus und Nikon verwandeln kann.
Die Vorteile liegen auf der Hand: Ein Nintendo DS passt einfach in die Hosentasche, ist robust, vergleichsweise günstig, hat eine Akkulaufzeit von acht Stunden und kann fast jedes Auslösemuster ausführen, das man sich einfallen lassen kann.
Etwas Bastelerfahrung ist leider Voraussetzung, denn Open Camera Control gibt es nicht fertig zu kaufen, sondern nur in Form einer Anleitung. Die nötige kleine Elektronikplatine muss man selbst zusammenlöten.
Eine Reihe an Anwendungen steht bereits kostenlos zur Verfügung, darunter Programme für erweiterte Belichtungsreihen, Intervallaufnahmen, Terminaufnahmen. Auch eine Anwendung, die bei Geräuschen wie beispielsweise Klatschen auslöst, steht fertig zur Verfügung. Die entsprechende Programmiererfahrung vorausgesetzt kann man auch selbst neue Funktionen für Open Camera Control entwickeln.
Die Erfinder haben ihr System übrigens hauptsächlich für ihre Arbeit an Effekten bei Kinofilmen ersonnen, da dort häufig HDR-Aufnahmen aus vielen Belichtungsstufen benötigt werden. Open Camera Control war auch bereits bei großen Produktionen wie Twilight 2 und 2012 im Einsatz.
Fotografie Grundkurs (2/11): Das Histogramm
HS schreibt in Foto-Know-How am 25.04.2010
Der zweite Teil unserer neuen Serie für Fotografie-Einsteiger gibt Ihnen einen kurzen Überblick über die Einsatzmöglichkeiten des Histogramms (Der erste Teil ist hier zu finden).
Das Histogramm ist ein einfaches Hilfsmittel um die Belichtung ihres Bildes direkt nach der Aufnahme in der Kamera zu kontrollieren, oder um in der Nachbearbeitung die Helligkeit oder den Kontrast zu optimieren.
Auch wenn Sie Einsteiger sind, ist Ihnen dieses Problem sicherlich bekannt: Sie haben gerade ein tolles Motiv fotografiert und schauen sich das Ergebnis auf dem LCD-Display ihrer Kamera an. Je nach Umgebungslicht erscheint Ihnen das Bild zu hell oder zu dunkel. Während Sie rätseln ob ihre Belichtung gut ist oder nicht, kippen Sie die Kamera vor sich leicht hin und her und werden immer unsicherer. Ein kurzer Blick auf das Histogramm kann Ihnen an dieser Stelle Aufschluss geben, ob die Belichtung stimmt.
Das Histogramm zeigt die Verteilung der im Bild vorhandenen Tonwerte. Auf der horizontalen Achse werden die Helligkeitswerte von Schwarz (links) bis Weiß (rechts) angegeben. Auf der vertikalen Achse kann die Anzahl der einzelnen Tonwerte abgelesen werden. Je häufiger ein Helligkeitswert im Bild vorkommt, desto höher ist der entsprechende Balken.

Über/Unterbelichtung erkennen
Aber was sagt nun dieser Kurvenverlauf?
Bei einer gut belichteten Aufnahme sind die Tonwerte gleichmäßig über das Histogramm verteilt. Die Höchstwerte der einzelnen Tonwerte liegen im mittleren Bereich und die Anzahl der Tonwerte nimmt zu den Rändern des Histogramms hin ab.
Bildet die Kurve des Histogramms einen Schwerpunkt im linken, dunklen Bereich ist die Aufnahme aller Wahrscheinlichkeit nach unterbelichtet. Umgekehrt ist eine Häufung im rechten Bereich ein starkes Anzeichen für Überbelichtung.
Es gibt einige Ausnahmen, bei denen Abweichungen vom “idealen” Histogramm erwünscht sind. Ein Beispiel dafür ist die Low-Key Fotografie, ein Gestaltungsstil der oft in der Schwarz-Weiß Fotografie eingesetzt wird. Diese Bilder weisen viele schwarze und dunkle Bildbereiche auf, deshalb werden auch überwiegend dunkle und mittlere Tonwerte im Histogramm zu sehen sein. High-Key-Fotografie folgt dem selben Prinzip, dreht sich aber um überwiegend helle Bilder.

Kontrastumfang beurteilen
Neben der Helligkeit kann man anhand des Histogramms auch den Kontrastumfang der Aufnahme, also der Abstand zwischen den dunkelsten Bildpunkten zu den hellsten Bildpunkten, überprüfen. Je mehr Tonwertstufen in ihrem Motiv vorkommen, desto größer ist der Kontrastumfang ihrer Aufnahme und desto ausgeglichener ist das Histogramm. Zeigt nur ein kleiner Teil des Histogramms Ausschläge, dann ist das Motiv kontrastarm. Verteilen sich die Ausschläge über die ganze Breite, wurde der maximale Kontrastumfang, den die Kamera aufzeichnen kann, ausgenutzt.
Besonderes Augenmerk sollte darauf gelegt werden, den maximalen Kontrastumfang nicht zu überschreiten. Solange die Aufnahme innerhalb des Kontrastumfangs der Kamera bleibt, kann man in der Nachbearbeitung auch leichte Über- oder Unterbelichtungen korrigieren. Wenn der Kontrastumfang überreizt wird, kann die Kamera manche Bildbereiche jedoch gar nicht richtig erfassen. Diese sind dann nur noch rein weiße (überbelichtete) oder rein schwarze (unterbelichtete) Flächen. Auch diese Fälle können mit Hilfe des Histogramms gut erkannt werden.
Ist Ihr Motiv zu kontrastreich, dann können Sie im Histogramm nur einen eingeschränkten Tonwertumfang sehen. Die Bildbreiche die zu hell und damit im Bild “ausgefressen” sind, verursachen im Histogramm einen Ausschlag im weißen Tonwertbalken (ganz links). Ob in ihrem Bild zu dunkle Bereiche vorhanden sind, erkennen sie an den Tonwertbalken rechts im Histogramm. Die Kurve sollte auf beiden Seiten möglichst ruhig auslaufen. Wird sie aprupt abgeschnitten, konnte die Kamera den jeweiligen Helligkeitsbereich nicht mehr verarbeiten.
Sollte Ihr Motiv zu kontrastreich sein dann tendieren Sie lieber dazu, das Bild etwas unterzubelichten. Da in den “ausgefressenen” Stellen keine Bildinformation vorhanden ist, kann hier auch in der Nachbearbeitung nichts korrigiert werden. Es besteht aber die Möglichkeit dunkle Bildbereiche in ihrer Helligkeit anzuheben. Wird die Helligkeit allerdings zu stark angehoben tritt unter Umständen Bildrauschen auf. Deshalb sollte bereits bei der Aufnahme auf eine möglichst optimale Belichtung geachtet werden.

Nicht nur bei der Aufnahme sondern auch in der Nachbearbeitung dient das Histogramm zur Beurteilung des Bildes. In dem Bildbearbeitungsprogramm Ihrer Wahl können Sie sich das Histogramm aufrufen und die Veränderungen während der Bearbeitung überprüfen. (In Photoshop beispielsweise finden Sie das Histogramm unter dem Menüpunkt Fenster -> Histogramm.)
Auf Motivsuche? Die 15 besten Webseiten für kostenlose Bilder!
SP schreibt in News und Web-Tipps am 22.04.2010
Vielleicht kommt dem Einen oder Anderen diese Situation bekannt vor: Man möchte die eigenen vier Wände stylisch verschönern und sucht nach einem Motiv, das schön, oder gar ausgefallen ist. Wer unsere Motivedatenbank noch nicht kennt, dem sei der Link hier empfohlen – über 7 Millionen Fotografien können hier abgerufen werden.
Für alle, denen sieben Millionen Motive nicht genug sind, haben wir hier eine Liste mit 15 großartigen Webseiten mit größtenteils kostenlosen Bildern bereitgestellt.
Sollte noch eine oder mehrere Seiten fehlen, so nehmen wir sie gerne in die Liste auf!
Die 35 besten Fotos mit erzwungener Perspektive
MB schreibt in News und Web-Tipps am 15.04.2010
“Erzwungene Perspektive” – das ist, wenn sich jemand im Urlaub vor den schiefen Turm von Pisa stellt und so tut, als würde er ihn stützen. Und wer schon einmal in Pisa war weiß, daß sich permanent mindestens fünf Leute auf der Wiese vor dem Turm tummeln, und genau dieses Foto gerade erstellen.
Doch nicht nur in Italien kann man solche Foto-Scherze treiben, mit Wolken, Hubschraubern und allen möglichen Alltagssituationen ist das auch möglich! Schon einst im Film “Die unendliche Geschichte” wurde die optische Illusion eines Zwerges erzeugt, in dem man einen erwachsenen Mann einfach viel weiter hinter ein Kind gestellt hat. In der Realität stand er 10 Meter weiter hinten, in der Kamera sah es aber so aus als würden sie direkt voreinander stehen.
Dank der Digitalkameras von heute kann man im Display schnell sehen, ob der Effekt wirkt oder nicht. Und unter dem folgenden Link sind genügend Anregungen, sich selbst einmal diesen Spaß zu erlauben:
http://www.drweb.de/magazin/35-splendid-examples-of-forced-perspective-photography/



















