Archive für Dezember, 2009

Die 12 besten Fototipps für das Silvester-Feuerwerk

Feuerwerk

In 2 Tagen wird der Himmel wieder durch ein Meer an Raketen, Feuerfontänen und anderen pyrotechnischen Effekten erhellt. Was für das menschliche Auge ein bezauberndes Spektakel ist, stellt für Kameras eine nennenswerte Herausforderung dar.
Hier die 12 besten Tipps, um Silvester auch gebührend im Bild festzuhalten:

1. Solides Stativ: Das Licht von Feuerwerken ist zwar heller, als man zunächst meinen könnte, aber für Schnappschüsse aus der Hand reicht es dennoch nicht. Belichtungszeiten von mehreren Sekunden sind die Regel und ohne Stativ kommt man nicht sehr weit.
Billigst-Stative sollte man meiden, denn bei typischen 14,99-Sonderangeboten verbringt man schnell mehr Zeit damit, die Kamera auspendeln zu lassen, als wirklich zu fotografieren.

2. Fernauslöser: Je weniger man die Kamera auf dem Stativ berühren muss, desto schärfer werden die Fotos. Selbst das Betätigen des Auslösers verursacht leichte Schwingungen. Fernauslöser vermeiden dies und man kann sich besser auf den richtigen Augenblick konzentrieren, als darauf, möglichst ruhig auszulösen.

3. Taschenlampe: Meist steht man an Silvester in ziemlicher Dunkelheit. Die wenigsten Kameras verfügen über eine Beleuchtung für alle Bedienelemente und nicht jeder beherrscht seine Kamera wirklich blind. Eine kleine Taschenlampe kann wertvolle Zeit sparen.

4. Hintergrund nicht vergessen: Ein herausragendes Feuerwerksbild besteht nicht nur aus dem Feuerwerk selbst. Die Umgebung spielt eine entscheidende Rolle. Es lohnt sich, schon vor dem Silvesterabend die Umgebung zu erkunden um einen möglichst guten Standort zu finden. Beispielsweise kann man schöne Architektur in das Bild einbinden. Auch Seen und Flüsse, in denen sich die Explosionen spiegeln, machen sich meist gut. Technisch schwieriger, aber dennoch reizvoll sind Menschen oder Menschenmassen, die das Feuerwerk beobachten.

5. Vorsicht vor Lichtquellen: Bei der Wahl des Standortes sollten weitere Lichtquellen vermieden werden. Was erst wie eine mäßig helle Straßenlaterne erscheint kann durch die lange Belichtungszeit schnell zu einem grell strahlenden Störfaktor werden. Insbesondere bei preisgünstigen Optiken reflektieren solche Lichtquellen dann auch schnell quer durch das ganze Bild.

6. Blitz abschalten: Der eingebaute Kamerablitz ist eigentlich so gut wie in jeder Situation unbrauchbar. Bei Feuerwerken ist er besonders kontraproduktiv, da er die Kamera in den Glauben versetzt, eine kürzere Belichtungszeit würde ausreichen. Da man Lichteffekte jedoch prinzipbedingt nicht mit einem Blitz aufhellen kann, führt das lediglich zu einem unterbelichteten Bild.

7. Manuelle Fokussierung: Der Autofokus funktioniert nur mit reichlich Licht und etwas Zeit vernünftig. Beides ist bei Feuerwerken Mangelware, daher versagt der Autofokus in diesem Fall kläglich. Zum Fokussieren kann man entweder im Vornhinein abschätzen, in welcher Tiefe sich das Feuerwerk abspielen wird und den Fokus darauf fixieren, oder man fokussiert gleich auf Unendlich, was bei den meisten Silvester-Motiven eine sinnvolle Einstellung ist.

8. Manuelle Belichtung: Auch die Belichtungsautomatik kann mit den Extrembedingungen an Silvester kaum bis garnicht mithalten, weshalb man die Belichtung besser selbst einstellt.
Für die ideale Belichtungszeit gibt es keine feste Empfehlung, da sie zu sehr von Entfernung und Intensität des Feuerwerks abhängt, sowie von der Umgebung. Hier hilft nur experimentieren und ein gutes Bauchgefühl. Meist findet sich die optimale Belichtung irgendwo zwischen einer und zehn Sekunden.
Eine gute Strategie ist es, vor dem Feuerwerk die Belichtung auf den Hintergrund einzustellen und dann ein wenig unterzubelichten um für das zusätzliche Licht durch die Raketen zu kompensieren.
Einige Fotografen nutzen auch den „Bulb“-Modus der Kameras. Hierbei wird so lange belichtet, wie man den Auslöser gedrückt hält. Wenn man das Objektiv mit etwas Dunklem, z.B. einem schwarzen Hut, abdeckt, kann man die Kamera auslösen und dann die Abdeckung entfernen, sobald sich eine interessante Konstellation am Himmel ergibt. Mit dieser Technik auch den Hintergrund korrekt zu belichten ist jedoch äußerst schwer.

9. Niedrige ISO-Einstellung: Auch wenn man in Versuchung ist, hohe ISO-Werte zu wählen, weil das Motiv so dunkel ist, sollte man das möglichst vermeiden. Digitalkameras entwickeln bei längeren Belichtungszeiten besonders leicht Bildrauschen, was bei höheren ISO-Werten dann nochmals entsprechend intensiver ausfällt. Dank Stativ ist man nicht auf besonders kurze Belichtungszeiten angewiesen und kann daher auch niedrige ISO-Einstellungen verwenden. Zudem geben Feuerwerke häufig deutlich mehr Licht ab, als man zunächst denken würde.

10. Blende leicht schließen: Falls in der Belichtung noch genug Spielraum ist, hilft es die Blende ein wenig zu schließen. Bei Blende 1,4 ist – je nach Entfernung – der Schärfebereich schon klein genug, dass die Raketen ihn häufig verfehlen. Bei Blende 7 hingegen dürften sich die meisten Feuerwerke im unendlichen Schärfebereich abspielen und daher leichter scharf abzubilden sein.
Hierbei muss man jedoch stets abwägen, ob die aus der geschlossenen Blende resultierenden längeren Belichtungszeiten die Erleichterung wert sind. Es ist nicht wirklich sinnvoll sich einen größeren Schärfespielraum durch 30-sekündige Belichtungszeiten zu erkaufen.

11. RAW: Dank gestiegener Rechenleistung und Festplattenkapazitäten lohnt es sich eigentlich fast immer, in RAW zu fotografieren. Besonders aber bei Feuerwerken. Im RAW-Format hat man in der Nachbearbeitung deutlich mehr Spielraum für Korrekturen. So kann man später auch nicht perfekt belichtete Bilder häufig noch ins Brauchbare retten.

12. Wind im Rücken: Feuerwerke produzieren nicht nur viel schönes Licht, sondern auch viel Rauch. Fotografiert man gegen den Wind, zieht dieser Rauch nach einiger Zeit vor die Explosionen und verschleiert diese im Bild. Manchmal kann das reizvoll aussehen, meistens stört es jedoch. Hat man den Wind im Rücken, zieht der Rauch vom Feuerwerk weg und behindert nicht die Sicht.

Mit diesen Tipps sollte man für den Silvesterabend gut gerüstet sein und alles was noch fehlt, ist die nötige Portion Glück für das perfekte Bild. Denn auch mit perfekter Vorbereitung und Erfahrung hängt das perfekte Foto von zu vielen Faktoren außerhalb der eigenen Kontrolle ab. Ein Fotograf erzählte mir einmal, wie er regelmäßig zu Sylvester den gleichen Standort aufsuchte, um zwei schöne Explosionen zwischen den Türmen des Freiburger Münster zu fotografieren. Er brauchte viele Jahre, bis alle Bedingungen zusammenpassten und er sein Traumfoto schießen konnte. Bei allem Respekt für diesen ausdauernden Einsatz muss man natürlich nicht ganz so besessen zu Werke gehen. Ein wenig Glück ist aber dennoch unerlässlich.

In diesem Sinne: Viel Glück, einen guten Rutsch ins neue Jahr und vergesst nicht, zwischen dem Fotografieren auch ein wenig das Feuerwerk zu genießen!

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Fotografische Jahresrückblicke 2009

Feuerwerk2009 neigt sich dem Ende zu und wir befinden uns wieder in der Zeit der traditionellen Jahresrückblicke. Auch dieses Jahr sind wieder zahllose schöne, beeindruckende, rührende, bedrückende, aufheiternde, schockierende und bewegende Fotos entstanden.

Das Fotoblog The Big Picture von boston.com hat eine dreiteilige Serie mit insgesamt 120 herausragenden dokumentarischen Fotos aus 2009 veröffentlicht.
Die Bilder stammen aus der ganzen Welt, wenn auch mit einem minimal amerikanischen Fokus:

» 2009 in photos (part 1 of 3)
» 2009 in photos (part 2 of 3)
» 2009 in photos (part 3 of 3)

Ein weiterer fotografischer Jahresrückblick, der auch vermehrt Ereignisse in Deutschland beinhaltet, findet sich bei BR-online. Die 87 Fotos sind unterteilt nach Quartalen, aber leider in deutlich geringerer Auflösung als bei The Big Picture:

» “Klick” – das Jahr 2009 in Bildern

Und auch Stern Online bietet einen Rückblick auf 2009 in Bildern in 12 Teilen – einen für jeden Monat dieses Jahres:

» Jahresrückblick 2009 (Fotos am unteren Ende der Seite)

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Weihnachten Fotografieren – die 10 besten Fototipps

WeihnachtskerzenWeihnachten ist da, und wie jedes Jahr möchte man die Stimmung auch fotografisch festhalten.

Doch unterm Weihnachtsbaum herrschein scheinbar eigene Gesetze der Fotografie.

Kerzenlicht, Kunstlicht und vor allem die neuartigen LED-Lichterketten machen jeder Digitalkamera schwer zu schaffen.

Damit die Fotos auch so aussehen, wie man sie gerne haben möchte haben wir hier die zehn wichtigsten Tipps dazu:

1. Weißabgleich: Wer nicht RAW fotografiert sollte den Weißabgleich unbedingt manuell vornehmen. Wie das geht steht im Kamera-Handbuch. Alternativ: Auf Kunstlicht einstellen.

2. Weihnachts-Portraits: Hier ist eine ruhige Ecke mit einer oder zwei definierten Lichtquellen ratsam. Am besten sucht mach sich einen ruhigen Zeitpunkt für die Fotos.

3. Vorher fotografieren: Stimmungsvolle Bilder gibts auch schon bei den Vorbereitungen zum Fest.  Essen wird zubereitet, Geschenke werden verpackt, der Baum wird geschmückt.

4. Serien machen: Eine witzige Idee: Kamera auf ein Stativ stellen und per Serienbildfunktion alle 10 Minuten ein Bild machen. Man kann ja nachher aussortieren…

5. Belichtung: Eine Herausforderung ist die korrekte Belichtung einer weihnachtlichen Szene. Das Histogramm kann hier helfen, da die Kamera oft durch direkte Lichtquellen falsch belichtet.

6. Die richtige Perspektive: Es gibt unzählige Dinge zu sehen. Allein der Christbaumschmuck oder die Krippe quellen nur so über vor Details. Interessant werden die Aufnahmen, wenn man nahe ranzoomt und sich auf ein, zwei Objekte pro Foto beschränkt.

7. Gruppenfotos: Gruppenfotos sollte man so früh wie möglich machen, etwa direkt wenn alle Teilnehmer eingetroffen sind. So vermeidet man Bilder, in denen der Eine oder Andere vielleicht durch Glühwein schon eine rote Nase hat.

8. Geschenke: Beim Geschenke auspacken geht es zu wie in der Sport-Fotografie. Das Timing ist einfach alles. Hier sollte man die Kamera auf Serienbild schalten und so viel knipsen wie es geht. Mit ein wenig Geschick wird genau der Moment eingefangen, in dem das Leuchten in den Augen zu sehen ist.

9. Blitz: Dieser Tip gilt eigentlich nicht nur zu Weihnachten. Direkte, vor allem in die Kamera integrierte Blitze rauben den Bildern die Stimmung. So sollte indirekt oder nur mit Diffusor geblitzt werden. Oder noch besser: Durch Belichtungszeit und Blende ohne Blitz fotografieren, um zum Beispiel eine Kerze richtig einzufangen.

10: Aussendeko: Nicht nur in der guten Stube drinnen ist Weihnachten. Auch in den Vorgärten und Balkonen tummeln sich alle möglichen Rentiere, Weihnachtsmänner und Lichterketten. Diese geben ein hervorragendes Motiv ab!

Und nun: Fröhliche Weihnachten, und viel Erfolg beim Fotografieren!

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Fotostrecke: Deutschland versinkt im Schnee

nymphenburgPassend zum Wintereinbruch hat der Spiegel eine tolle Fotostrecke veröffentlicht. Des einen Freud, des anderen Leid, sieht man hier alle Facetten, die der Winter so haben kann.
Räumfahrzeuge versuchen verzweifelt, Landebahnen auf Flughäfen freizubekommen. In Hamburg liegen die Schiffe in der zugefrorenen Alster fest, während in München hunderte von Leuten auf dem zugefrorenen Nymphenburger Schloßkanal sich im Eisstockschießen üben.
Für Tausende von Autofahrern gibt es kein zeitiges Durchkommen, und zwei Mountainbiker trotzen der Kälte und bahnen sich ihren Weg durch den Taunus.

Die komplette Fotostrecke mit 24 stimmungsgeladenen Bildern unter diesem Link

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25 Bilder von schmutzigen Autos (ja wirklich!)

schmutzige_Autos

Willkommen in der Eiszeit! Für jeden, der keine Garage sein Eigen nennt heisst es jetzt morgens “eiskratzen”. Und wer sich einen Spaß machen will, schreibt mit dem Finger auf ein total zugeschneites Auto “Schnee”.

Jeder hat auch im Sommer schon einmal auf einem total verdreckten Auto “Wasch mich” gesehen. Witzig, aber nicht besonders einfallsreich.

Wenn jedoch ein Gemälde in den Schmutz gemalt wurde, ist es eigentlich schon schade in die Waschanlage zu fahren.

Unter diesem Link gibt es 25 wirklich beeindruckende “Kunst-Autos”.

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