Aufnahmetechniken und Tipps – Teil 2: Aufnahmeprobleme meistern
MW schreibt in Foto-Know-How am 24.02.2013
Im Artikel “Aufnahmetechniken und Tipps – Besonderheiten und Herausforderungen” aus Thomas Bredenfelds Buch “Digitale Fotopraxis Panoramafotografie”, haben Sie bereits ein paar Tipps und Tricks zum Thema Aufnahmetechniken bekommen. Es folgt Teil 2 des Artikels, “Aufnahmetechniken und Tipps – Aufnahmeprobleme meistern”:
Einige Probleme, die auch bereits bei »normaler« Fotografie auftauchen, sind entweder bei der Panoramafotografie verschärfter, häufiger oder sogar ständig anzutreffen. Dazu gehört zuallererst die Tatsache, dass Panoramabilder fast immer einen wesentlich höheren Tonwertumfang haben, well wir nicht einen Ausschnitt einer Szenerie vor Augen haben, sondern oft einen vollen Rundblick oder gar eine komplette Kugelansicht von 180×360°.
Kontrastumfang bei Innenaufnahmen
Bei Aufnahmen in Innenräumen tritt sehr häufig das Problem auf, dass helle Fenster auf der einen Seite und dunkle Schatten in der Tiefe des Raumes auf der anderen Seite einen so hohen Tonwertumfang verursachen, dass dieser nicht mehr aufgenommen werden kann. Entweder fressen die Lichter aus und sind nur noch eine weiße Fläche ohne jede Zeichnung, oder die Schatten saufen ab und ergeben schwarze Löcher.
Kann man diesem Problem bei normalen Aufnahmen manchmal noch durch geschickte Wahl des Standpunktes und der Blickrichtung ausweichen, gibt es bei Panoramabildern hier oft kein Entkommen.
In diesem Fall hilft entweder der Verzicht auf das, was in den Fenstern zu sehen ist, oder man nimmt schwarze Schatten in Kauf. Will man beides nicht, bleibt nur der Weg über Mehrfachaufnahmen (Bracketing) mit verschiedenen Belichtungen, die durch Unter- bzw. Überbelichten die Schatten und Lichter eines Sujets herausholen. Diese können mit verschiedenen Verfahren zu einem Bild (HDR oder Fusing) verschmolzen werden
Bei dem Beispiel von Abbildung 1+2 kommt die Glasmalerei in den Fenstern (1) in der zwei Blenden unterbelichteten Aufnahme gut heraus, während auf der Unterseite des Kanzeldachs (2) nur in der zwei Blenden überbelichteten Aufnahme Details zu sehen sind. Im fertigen Panorama sind beide gemeinsam zufriedenstellen abgebildet.

Abbildung 3:Panoramabild aus Mehrfachbelichtungen mit weitgehender Erhaltung aller Details in den Lichtern und in den Schatten (Location: Dorfkirche, Vron, Graubünden, CH)
Das hier gezeigte Panorama finden Sie in einer interaktiven Ansicht unter www.panoramabuch.com/beispiele/vrin-dorfkirche
Sonne im Bild
Ein ähnliches Problem wie bei Indoor-Aufnahmen findet sich draußen. Während bei bedecktem Himmel der Tonwertumfang meist wenig Probleme macht, wird er sehr groß, wenn die Sonne scheint, oder sogar extrem, wenn man z.B. Aufnahmen im winterlichen Hochgebirge macht. Soll die Sonne mit aufs Bild, was meist optisch sehr reizvoll ist, hilft auch hier nur der Umgang mit Mehrfachbelichtungen und der Verarbeitung mit HDR und Fusing. Die Sonne steht dann, je nach Objektiveigenschaften, strahlend und scharf umrissen als Stern am tiefblauen Himmel.
Will man das umgehen, muss man der Sonne ausweichen, indem man sie durch einen Baum oder wie in Abbildung 5 durch einen Strommasten verdeckt. Der Tonwertumfang einer Aufnahme geht dann drastisch zurück, und ein solches Panorama lässt sich oft mit Einfachaufnahmen befriedigend erstellen.
Die beiden Panoramen finden Sie in einer interaktiven Ansicht unter www.panoramabuch.com/beispiele/maennlichen und www.panoramabuch.com/beispiele/musalet .
In Innenräumen gilt das nicht nur für Punktlichtquellen wie Scheinwerfer, sondern auch für kräftig überstrahlende Fenster in ansonsten eher dunklen Räumen.
In Abbildung 6 wurde der Aufnahmestandpunkt so gewählt, dass die Kanzel fast die komplette rückwärtige Fensterfront der Kirche abdeckt. Dadurch hat sich der Kontrastumfang bis auf einige kleinere Fenster so reduzieren lassen, dass die Aufnahme mit einem iPhone, das hier nur JPEGs gespeichert hat, trotzdem gut gelungen ist.

Abbildung 6:Die sehr hellen Fenster im Rückteil des Kirchenschiffs werden durch ein Vordergrundobjekt abgedeckt (Location: Jesuitenkirche, Wien, AT)
Das Panorama finden Sie in einer interaktiven Ansicht unter www.panoramabuch.com/beispiele/jesuitenkirche
Linsenreflexe
Je nach Qualität und Bauart des Objektivs und dessen Brennweite kann es Linsenreflexe im Bild geben (engl. Lens Flares). Besonders Weitwinkelobjektive neigen dazu, auch, weil hier einfach der Bildwinkel so groß ist, dass die Sonne gute Chancen hat, mit aufs Bild zu kommen. Ist das bei mehreren Einzelbildern eines Panoramas der Fall, was besonders gern bei Fischaugen vorkommt, kann das später erhöhten Retuscheaufwand bedeuten. Abbildungen 7 und 8 sollen das (grafisch etwas übertrieben) verdeutlichen. Die Bereiche der vier Fischaugenaufnahmen sind jeweils rot und grün einfärbt, die Überlappungsbereiche gelblich. Ist die Sonne z. B. in der Ecke der Aufnahmen positioniert (Abbildung 7), so ist sie auf zwei Bildern zu sehen und produziert dort Linsenreflexe, die in verschiedene Richtungen zeigen. Das bedeutet eine (merkwürdig erscheinende) Verdoppelung der Reflexe und ungleiche Bildinhalte auf Nachbarbildern, die mitunter Probleme beim Stitching verursachen können. Zur Vermeidung sollte die Sonne daher in der Bildmitte stehen (Abbildung 8).

Abbildung 8:...sondern möglichst in der Bildmitte eines Einzelbildes um doppelte Linsenreflexe zu vermeiden
Das Panorama finden Sie in einer interaktiven Ansicht unter www.panoramabuch.com/beispiele/kaeserstatt
Stativ- und Fotografenschatten
Man kann zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, wenn man das Stativ in den Schatten eines Objekts stellt. Zwei der zuvor beschriebenen Probleme erledigen sich dann wenigstens teilweise. Neben der Reduktion des abzubildenden Tonwertumfangs, die sich ergibt, wenn die Sonne verdeckt ist, kann man dadurch auch erreichen, dass das Stativ keinen Schatten wirft, weil es ja selbst im Schatten des Objekts steht.
Im Beispiel von Abbildung 9 ist das Stativ zwar etwas breiter als der Schatten des Strommasten, aber trotzdem ist es so leichter, den Boden von den Spuren von Fotografen und Equipment zu befreien.
Fotografiert man mit einem Einbeinstativ, kann man den später notwendigen Retuscheaufwand noch weiter reduzieren.
Für den eigenen Schatten macht man am besten immer zwei Aufnahmen in die sonnenabgewandte Richtung (Abbildung 10), bei denen man sich selbst auf die jeweils andere Seite des Stativs stellt. So kann man später leicht die erste von beiden Aufnahmen mit Hilfe der zweiten retuschieren. Die spätere Arbeit für die Retusche reduziert sich dann auf das Stativ selbst.

Abbildung 10:Mit einer Alternativaufnahme lässt sich Material für die spätere Retusche des Fotografenschattens erstellen
Zeitprobleme
Panoramabilder zu fotografieren benötigt oft mehr Zeit als gewöhnliche Aufnahmen. Das kann mitunter zum Problem werden, wenn sich die Lichtverhältnisse ändern. Besonders in der Dämmerung und speziell Im Winter geht das sehr viel schneller, als man glaubt. Beim folgenden Beispiel wurde ein zweireihiges Teilpanorama mit einem Teleobjektiv in der sehr späten Abenddämmerung aufgenommen (nach 21:00Uhr). Dabei wurde oben links begonnen und dann die untere Reihe von rechts nach links beendet.
In Abbildung 11 liegen trotz schneller Kamera und schneller Speicherkarte knapp über dreieinhalb Minuten (Abbildung 12) zwischen der ersten Aufnahme (1) und der letzten (2).
Das führt zu einem beachtlichen Problem bei der späteren Montage (Abbildung 13) weil die Einzelbilder wohl geometrisch, aber nicht in Bezug auf die Helligkeit zusammenpassen. Manche Stitching-Programme können selbst solche Probleme lösen (Abbildung 14), aber manchmal bleibt nichts anderes übrig, als das mühsam per Hand nachzukorrigieren.
Auch Wind und mit ihm ziehende Wolken können die Szenerie während der Aufnahmedauer verändern.
Selbst Dinge, die sich sehr langsam verändern, wie z.B. der Sonnenstand, können bei größeren Panoramaprojekten mit vielen Einzelaufnahmen Probleme bereiten (Abbildung 15). Deshalb ist Geschwindigkeit bei all solchen Gelegenheiten Trumpf. Die Kamera kann also gar nicht schnell genug auslösen, und das Speichern auf die Speicherkarte kann nie schnell genug gehen. Alles, was einen Unterschied von Bildinhalten auf benachbarten Bildern produziert, sorgt später potenziell für Probleme bei der Montage (Stitching). Auch wenn man eine ganze Reihe von Fehlern und Unzulänglichkeiten, die bei der Aufnahme passieren können, später in der Nachbearbeitung beheben kann, ist es immer besser, wenn man sie gleich bei der Aufnahme vermeidet.
Passanten und bewegte Objekte
Auf vielen Panoramen sind Menschen zu sehen, und diese halten sicher nicht auf Kommando des Fotografen still. Man muss also mit Passanten rechnen, die sich durch das Bild bewegen. Dieses Problem hat man beispielsweise, wenn sich bewegende Objekte auf benachbarten Bildern an verschiedenen Stellen zu sehen sind (Abbildung 16). Hier hat das Stitching-Programm später Probleme, die sich in sogenannten Geisterbildern äußern. Die sich bewegenden Personen werden halbtransparent abgebildet.

Das Problem verdoppelt sich noch, wenn man mit Mehrfachbelichtungen arbeitet, auch wenn diese von der Kamera sehr schnell hintereinander durchgeführt werden (Bracketing). Solche Bracketing Ghosts sind in Abbildung 17 zu sehen. Prinzipiell hilft hier nur, diese Aufnahmen so zu wiederholen, dass sich störende Objekte immer an verschiedenen Stellen des gleichen Bildaus-schnittes befinden wie in Abbildung16. Der Wanderer hat sich so weiterbewegt, dass er im linken Bild leicht mit der entsprechenden Stelle aus dem rechten Bild überstempelt werden kann. So kann man Fehler vor der Montage einfach mit den Bildinformationen aus anderen Aufnahmen wegretuschieren. Alternativ dazu bieten manche Stitching-Programme Möglichkeiten zum Maskieren solcher Fehler.
Boden
Eine der schwierigeren Retuschearbeiten in der Panoramafotografie ist das Entfernen von Fotograf und Stativ inklusive deren Schatten aus einem sphärischen Panorama. Viele Fotografen ziehen diesen Look einer perfekten 180×360°-Kugel der zweitbesten Möglichkeit vor, den Stativkopf später mit einer Plakette oder einer Spiegelkugel abzudecken.
Einiges an Arbeit und Flickschusterei kann man sich sparen, wenn man weiß, wie man für diesen Zweck fotografieren muss. Für das Bodenbild lässt man zunächst die Kamera senkrecht nach unten schauen (Abbildung 19, ganz links). Dann dreht man den Stativkopf um 180° (Mitte links). Dadurch liegt der senkrechte Ausleger des Panoramakopfes auf der anderen Seite des Bildes und kann mit den Bildinhalten aus der anderen Aufnahme abgedeckt werden. Es bleibt nur der waagerechte Ausleger übrig. Er steht dann frei im Bild. Für die fehlende zentrale Stelle im Bild macht man eine freihändige Aufnahme, für die man die Stativbeine zusammenklappt, unter den Arm klemmt und dann mit quer gehaltenem Stativ die Kamera waagerecht über die Bodenstelle hält und nach unten fotografiert (Abbildung 18).
Das ist stabiler als nur mit der Kamera allein, und man muss die Kamera nicht vom Panoramakopf abnehmen. Weil man hier beide Hände benötigt und die Kamera außerdem etwas zu weit weg ist, um auf den Auslöser zu drücken, geht das nur mit einem Fernauslöser. Auch hier empfehlen sich zwei um 180° verdrehte Aufnahmen (rechtes Bildpaar in Abbildung 19).

Abbildung 19:Vier Aufnahmen für das Bodenbild bei einem sphärischen Panorama, zwei vom Stativ (linkes Bildpaar) und zwei freihändig (rechts Bildpaar).
Noch besser ist es, man macht vom Stativ vier Aufnahmen nach unten (Abbildung 20 links). Dabei kann man meist fast alle Teile des Stativkopfes eliminieren. Lediglich die Drehplatte und die Stativbeine bleiben für die Retusche mit Hilfe einer freihändigen Aufnahme übrig (Abbildung 20, rechts).

Abbildung 20:Aufnahme des Bodens mit vier um 90° versetzten Bildern (links) und Ergebnis der Kombination der Aufnahmen (rechts)
Draht-, IR- und Funkauslöser
Auf den beiden linken Bildern in Abbildung 19 erkennt man, dass es keinen Schatten des Fotografen gibt. Die Kamera wurde mit einem Funkauslöser bedient. Wenn man dabei einen größeren Abstand (10-20m) einhält, ist man auch auf Fischaugenaufnahmen nicht mit im Bild. Das spart später ein wenig Retuschearbeit. Auch Kabelauslöser oder Infrarotsender sind hilfreich, weil sie Vibrationen vermeiden, für die die Mechanik eines Panoramakopfes trotz Stativ anfällig ist.
Quelle:
Thomas Bredenfeld
Digitale Fotopraxis Panoramafotografie
379 S., 2. Auflage 2012, komplett in Farbe, mit DVD, 39,90 Euro
ISBN 978-3-8362-1861-0
www.galileodesign.de/3027
Erstellen Sie Panoramen wie ein Profi! Thomas Bredenfeld führt Sie in die Welt der digitalen Panoramafotografie: Erfahren Sie, welche Ausrüstung sinnvoll ist, lernen Sie anhand von anschaulichen Beispielen die richtige Aufnahmetechnik kennen und wie Sie Ihre Vorlagen am Rechner perfekt zusammenfügen. Der Autor gibt Ihnen auch Tipps für die attraktive Präsentation Ihrer Bilder. Mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen schaffen Sie schnell und leicht den Einstieg in den komplexen Workflow. Die beiliegende DVD beinhaltet außerdem unterschiedliche Stitching-Tools, so dass Sie Ihre Aufnahmen am PC gleich zu beeindruckenden Panoramen zusammenfügen können.
Aufnahmetechniken und Tipps – Teil 1: Besonderheiten und Herausforderungen
MW schreibt in Foto-Know-How am 03.02.2013
In seinem Buch “Digitale Fotopraxis Panoramafotografie” beschreibt Thomas Bredenfeld Techniken der digitalen Panoramafotografie für Einsteiger und Profis. Es folgt Teil 1 des Artikels “Aufnahmetechniken und Tipps – Besonderheiten und Herausforderungen”:
Nicht nur die verwendete Ausrüstung ist bei der Panoramafotografie anders als bei vielen »normalen« fotografischen Aufgaben. Der spezielle Charakter des weiten Blicks bringt einige Aspekte mit sich, die im Folgenden näher besprochen werden sollen. Dabei führen die geometrischen Gesetze, die der Panoramafotografie zugrunde liegen, zu einem ganz eigenen Bildlook, der unabhängig von der Tatsache des umfassenden Rundumblicks diese Spielart der Fotografie interessant macht. Selbst Grundfragen der Fotografie, wie diejenige nach dem Ausschnitt, stellen sich hier anders.
Motive
Was man fotografiert, ist natürlich prinzipiell Geschmacksache. Dennoch seien hier ein paar Hinweise gestattet, die sich nicht nur mit dem Handwerk der Panoramafotografie beschäftigen. Die Eigenheit von Panoramen ist zunächst ihre ungewöhnliche Perspektive, die nicht dem menschlichen Sehen entspricht bzw. darüber hinausgeht. Diese Perspektive kann Sujets, die für eine »normale« Fotografie viel zu uninteressant und langweilig sind, zu dankbaren Objekten machen. Die extremen Verzerrungen, die vor allem bei sphärischen Panoramen auftauchen, wenn sie flach abgebildet oder gedruckt werden, entfalten ihren ganz eigenen Reiz.
Das hier gezeigte Panorama finden Sie in einer interaktiven Ansicht unter www.panoramabuch.com/beispiele/theatinerkirche
Vor allem sphärische Panoramen können bei Sujets, wo es über Kopf etwas zu sehen gibt, eindrucksvolle Ansichten bieten, besonders in der interaktiven Darstellung im Web, in der sich der Betrachter frei in einem Bereich von 360×180° umschauen kann. Die dankbarsten Motive sind hier Bauten mit Malereien und Stukkaturen an den Decken wie Kirchen oder Schlösser.
Verzerrungen
Sphärische oder auch zylindrische Panoramen mit großem vertikalem Blickwinkel zeichnen sich oft durch erhebliche Verzerrungen gegen den oberen und unteren Bildrand hin aus. Das ist ein ganz entscheidendes Gestaltungsmittel der Panoramafotografie. Spielen Sie mit diesen Bögen und Kurven! Es erfordert zwar einige Übung, sich in einer Szenerie mit Hilfe des unverzerrten menschlichen Sehens vorzustellen, wie ein Raum als Panorama aussehen wird, aber es ist äußerst lohnend. Selbst an sich wenig aufregende Innenansichten von Fabriksbauten wie in Abbildung 5 bekommen dann einen ganz besonderen Reiz, wenn sich alles industriell Gerade und Rechtwinklige im Panorama heftig verbiegt.
Ausschnitt
Der Ausschnitt, den ich mit einem Foto aus einer Szenerie »herausnehme«, um damit meine Sicht auf die Welt darzustellen, ist eine der zentralen Stilmittel der Fotografie. Dass sich bei der Panoramafotografie, vor allem bei kompletten Rundblicken mit 360°, diese Frage an sich gar nicht mehr stellt, ist eine weitere Besonderheit, mit der man gestalterisch umgehen muss.
Das Panorama finden Sie in einer interaktiven Ansicht unter http://www.panoramabuch.com/beispiele/odeonsplatz
In den Abbildungen 6-8 sind drei verschiedene Möglichkeiten zur Frage des Ausschnitts gezeigt, d.h., hier wird dargestellt, wo bei einem kreisrunden Panorama dieser Kreis für eine flache Ansicht des Zylinders oder der Kugel getrennt wird. Diese Entscheidung ist in Abbildung 6 schlecht ausgefallen, weil das dominante Gebäude, die Kirche, am Rand geteilt wird. Auch Abbildung 7 ist nicht optimal, weil die Feldherrnhalle (mit den drei Bögen) zentral und ein wenig langweilig in der Mitte steht. Abbildung 8 stellt die Feldherrnhalle mit dem hellen Himmel darüber als markantes Element in den rechten Goldenen Schnitt. Der weite Blick nach Norden am linken Bildrand ist zudem nicht zerschnitten. Beide Gebäudeoberkanten rechts und links der Feldherrnhalle sind ungeteilt. Sie laufen auf diese zu und lenken damit den Blick dorthin. Man muss also, wenn man Panoramen flach abbildet, immer entscheiden, wo man den Ausschnitt wählt, der ja eigentlich gar keiner ist, weil nichts weggeschnitten wird. Bei Teilpanoramen stellt sich die Frage des Ausschnittes natürlich sehr wohl, und zwar bei der Aufnahme. Bei 360°-Panoramen kann dieser Ausschnitt auch später festgelegt werden.
Nähe und Ferne
An die Stelle der Wahl des Ausschnitts treten bei 360°-Panoramen, gleich, ob zylindrisch oder sphärisch, vielmehr die Wahl des Standpunktes in den Vordergrund sowie die Frage, was von einem Punkt aus alles sichtbar ist. So kann die Wahl eines guten Aufnahmestandpunktes auf einem Platz schwierig werden, wenn man z.B. alle Sehenswürdigkeiten ringsum auf die Aufnahme bekommen möchte. Auch in anderer Hinsicht Ist die Wahl des Standpunktes entscheidend für die Bildaussage. Bei einem Rundblick kann alles Dargestellte in etwa gleich weit weg sein, z.B. wenn man von der Mitte eines Platzes aus fotografiert. So etwas wirkt als Panorama dann oft eher langweilig.
http://www.panoramabuch.com/beispiele/grossmuenster und http://www.panoramabuch.com/beispiele/nhm_mineralien
Wesentlich mehr Dynamik kommt ins Spiel, wenn man bewusst mit Nähe und Ferne experimentiert. Das funktioniert sowohl draußen als auch in Innenräumen. In Abbildung 9) steht der Turmhelm des Zürcher Großmünsters direkt hinter dem Fotografen, während auf der Gegenseite in der rechten Bildhälfte der Blick bis weit in die Alpen geht. Zusätzlich kontrastierend, kommt hier noch der Tiefblick auf den Großmünsterplatz dazu.
In Abbildung 10 steht die Kamera knapp 40 cm von den Mineralien in der Vitrine entfernt. Gegenüber sind es 20 m in die Tiefe des Raumes.
Vor allem bei der großen Schärfentiefe von Weitwinkel- und Fischaugenobjektiven bietet es sich geradezu an, von diesem Gestaltungsmittel Gebrauch zu machen, da seine Dynamik vor allem auch in der interaktiven Ansicht sehr gut zur Geltung kommt.
Table-Top Panorama
Bei Innenräumen ist die oft sehr kurze Naheinstelldistanz von Fischaugenobjektiven von großem Vorteil. Das gestattet sogenannte Table-Top-Panoramen, weil bei Fischaugen eine Scharfstellung ab etwa 25cm möglich ist und so z.B. ein Panorama aller Personen, die an einem Tisch sitzen, möglich ist.
Symmetrie
Da man sich bei 360°-Panoramaaufnahmen sozusagen »im Kreis« bewegt, liegt das Moment der Symmetrie bei dieser Form der Fotografie viel näher als sonst. Gleichartige architektonische Elemente in Innenräumen kommen gemeinsam im Bild. Wenn man dann noch den Aufnahmestandpunkt genau auf der Kreuzung der beiden Raumachsen platziert, kann man diese Symmetrie des Raumes komplett erfassen und als gestalterisches Mittel nutzen (Abbildung 11).
Der Hauptaltar liegt exakt in der Mitte, die beiden Seitenaltäre befinden sich im ersten und dritten Viertel, und der Ausgang ist am Rand platziert. Umgekehrt kann man die Asymmetrien eines Raumes gezielt herausarbeiten und durch den Aufnahmestandpunkt verstärken wie in Abbildung 12. Hier kommt noch der Kontrast von nah und fern, von farbig und gedämpft sowie von hell und dunkel dazu. All das führt zu einer dynamischen und spannungsvollen Bildaussage
Die Panoramen finden Sie in einer interaktiven Version unter http://www.panoramabuch.com/beispiele/andermatt und http://www.panoramabuch.com/beispiele/eth_hit_1
Quelle:
Thomas Bredenfeld
Digitale Fotopraxis Panoramafotografie
379 S., 2. Auflage 2012, komplett in Farbe, mit DVD, 39,90 Euro
ISBN 978-3-8362-1861-0
www.galileodesign.de/3027
Erstellen Sie Panoramen wie ein Profi! Thomas Bredenfeld führt Sie in die Welt der digitalen Panoramafotografie: Erfahren Sie, welche Ausrüstung sinnvoll ist, lernen Sie anhand von anschaulichen Beispielen die richtige Aufnahmetechnik kennen und wie Sie Ihre Vorlagen am Rechner perfekt zusammenfügen. Der Autor gibt Ihnen auch Tipps für die attraktive Präsentation Ihrer Bilder. Mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen schaffen Sie schnell und leicht den Einstieg in den komplexen Workflow. Die beiliegende DVD beinhaltet außerdem unterschiedliche Stitching-Tools, so dass Sie Ihre Aufnahmen am PC gleich zu beeindruckenden Panoramen zusammenfügen können.
Exkurs: Panoramen mit dem iPhone
MW schreibt in Foto-Know-How am 20.01.2013
In seinem Buch “Digitale Fotopraxis Panoramafotografie” beschreibt Thomas Bredenfeld Schritt für Schritt das A und O der digitalen Panoramafotografie. Es folgt der Artikel “Panoramen mit dem iPhone”:
Was hat ein Mobiltelefon in einem Buch über Panoramafotografie zu suchen? Diese berechtigte Frage ist schnell beantwortet. Auch wenn es Hunderte von Modellen mobiler Geräte mit eingebauten Kameras gibt, so hat doch das ¡Phone eine Sonderstellung. Hier kommen Hardware und Software aus einer Hand und sind perfekt integriert, das Betriebssystem iOS hat seinen Ursprung im mächtigen Mac OS X und ist entsprechend leistungsfähig.
Ganz besonders das iPhone 4S hat zudem eine eingebaute Kamera, die auch ernsthafteren Ansprüchen genügt und deren Sensorchip viele Kompaktkameras aussticht. Die Kamera allein macht es noch nicht, sondern die zahllosen Programme (Apps), die unzählige Entwickler inzwischen anbieten, und die die Möglichkeiten der eingebauten Kamera noch mal massiv erweitern. Die mit dem iTunes-Ökosystem verbundenen Vermarktungsmöglichkeiten führen zu einer großen Verbreitung solcher Apps und sehr geringen Preisen. Das iPhone ist dabei, die Kompaktkamera als Einstiegsgerät in die Panoramafotografie abzulösen. Auch wenn die Vorgängermodelle bereits recht brauchbar waren und es natürlich auch andere Hersteller guter Kameratelefone gibt, soll hier das iPhone4S im Vordergrund stehen.
Weltweit beliebteste Kamera?
Mit über 72 Millionen verkauften Geräten im Quartal 4/2011 und 1/2012 dürfte das iPhone4S wohl die am weitesten verbreitete digitale Kamera überhaupt sein. Zum Vergleich: Der Gesamtabsatz an Digitalkameras aller wichtigen Marken im Jahr 2011 betrug etwa 115Millionen Geräte. (Quellen: Apple, www.apple.com und CiPA, Camera & Imaging Products Association, www.cipa.jp)
Gute Kamera-Apps
Die eingebaute Kamera im IPhone4S ist mit einem 8-Megapixel-Sensor und einem Festblendenobjektiv von 35mm //2,4 (bezogen auf Kleinbild) ausgestattet. Durch den kleinen Sensor und die entsprechend kurze Brennweite von 4mm geht die Schärfentiefe trotz Blende 2,4 von etwa 1 m bis unendlich. Die Belichtung wird über die Verschlusszeit und den ISO-Wert kontrolliert. Die Kamera liefert schon an sich, d.h. mit der Standard-App, gute Bilder. Da sie sich aber über das Betriebssystem iOS komplett steuern lässt, gibt es mittlerweile eine sehr große Anzahl an Apps, die die Aufnahmen dieser Kamera noch erheblich verbessern können. Hier sollen einige vorgestellt werden.
Standard-App
Die iPhone-Kamera ist Im Normalfall weitgehend auf Automatiken aufgebaut, die sich um die korrekte Belichtung kümmern. Verschlusszeit, ISO-Wert und Weißabgleich sind vom Benutzer nicht steuerbar. Lediglich der Autofokus kann durch Tippen auf den Touchscreen für einen bestimmte Stelle scharf gestellt werden (Abbildung 1). Um wichtige Grundvoraussetzungen für die Panoramafotografie zu erfüllen, sollten sich der Fokus, die Belichtung und der Weißabgleich fixieren lassen. Hier kommen andere Kamera-Apps ins Spiel:
Andere Kamera-Apps
Camera+ Die beiden roten Markierungen für Belichtung und Fokus (Abbildung 2) lassen sich nach einem Tipp auf den Bildschirm auseinanderziehen und getrennt bewegen. Belichtung, Fokus und Weißabgleich lassen sich verriegeln (campl.us, 0,79 Euro).
ProCamera ist Camera+ relativ ähnlich (Abbildung 4, blaue Markierung für den Fokus und gelbe für die Belichtung). Im Gegensatz zum Weißabgleich lassen sich diese Parameter hier aber nicht fixieren (www.procamera- app.com, 2,39 Euro).
NightCap (Abbildung 3) hat zusätzlich eine manuelle Belichtungseinstellung, die an sich nicht zugänglich ist (www. interrealtime.com, 0,79 Euro).
645 Pro | Die sicherlich mit einigem Abstand beste Kamera-App ist relativ neu auf dem Markt und versucht, aus der Hardware-Software-Kombination von Kamera und iOS das Maximum herauszukitzeln.
Neben der Fixierung von Belichtung (Abbildung 6.69 (1)), Weißabgleich (2) und Fokus (3) kann man zusätzlich zum normalen Speicherformat die Bilder auch als JPEG mit 100% Qualität oder als sogenanntes dRAW (aus den Rohdaten vom Kamerasensor in der Kamera-App entwickeltes TIFF) abspeichern.
Panorama-Apps
Es liegt natürlich nahe, dass die eingebaute Kamera auch gleich mit einem Montageprogramm (»Stitcher«) kombiniert wird. Weil bereits das iPhone 4 eine relativ gute Kamera an Bord hatte, sind einige Anbieter bereits länger mit einschlägigen Apps auf dem Markt. Entsprechend zahlreich und teilweise ausgereift sind diese inzwischen. Die drei wichtigsten und erfahrungsgemäß besten Apps sollen hier näher vorgestellt werden.
Photosynth Diese Microsoft-Entwicklung, die es bemerkenswerterweise nicht einmal für Windows Mobile gibt, macht sich den eingebauten Lagesensor des IPhones zunutze und platziert nach dem Start der Aufnahmesequenz die weiteren Fotos direkt innerhalb einer Kugel. Die App erkennt automatisch, wann die Überlappung passt, um das Nachbarbild aufzunehmen, Das geht sehr schnell und oft in erstaunlicher Qualität. Ein Nachteil ist jedoch die mäßige Maximalgröße der Panoramen von 4096×2 048 Pixel.
Benutzt man einen der später erwähnten Stativadapter, ist die Montagegenauigkeit je nach Detailgehalt der Szenerie erstaunlich hoch. Photosynth fixiert am Beginn der Aufnahmereihe die Belichtung (www.photosynth.net, gratis).
AutoStitch Während Photosynth seine Einzelbilder selbst aufnimmt, kann man mit AutoStitch sowohl die eingebaute Kamera benutzen als auch bereits aufgenommene Bilder montieren, was besonders im Zusammenspiel mit den besprochenen Kamera-Apps vorteilhaft ist. Zudem kann man bei benutzter Kamera die Einzelbilder separat speichern.
AutoStitch erreicht bei seinen Panoramen bis zu 18Megapixel Größe. Verwendet man später die Originalbilder mit einem Stitcher auf einem Desktop-Rechner, können die Panoramen noch wesentlich größer werden (www. panoramabuch.com/link/autostitch, 1,59 Euro).

Kleine, keineswegs vollständige Auswahl an mobilen Stitching-Programmen für iOS, Android und Windows Mobile.
Zubehör für das iPhone
Durch die große Verbreitung des iPhones gibt es mittlerweile einen umfassenden Markt an Zubehör jeder Art für dieses Smartphone. Darunter ist auch Hardware, die vor allem die fotografischen Möglichkeiten erweitert, und sogar Spezielles für die Panoramafotografie. Eine Auswahl soll hier vor-gestellt werden.
Vorsatzlinsen
Zusätzliche Linsen, die den Brennweitenbereich des eingebauten 35-mm-Objektivs verändern, lassen sich direkt auf das iPhone- Gehäuse aufstecken, wie z.B. die Doppellinse Olloclip die auf der einen Seite ein Fischauge mit knapp 180° Bildwinkel trägt und auf der Gegenseite ein Weltwinkel, das die Brennweite auf etwa 22 mm reduziert. Durch das Fischauge reduziert sich die nötige Bildanzahl für eine komplette Runde mit 360° von 12 auf 4 bis 6 Bilder. Beim Weitwinkel sind es 8 bis 10 Bilder, je nach gewünschter Überlappung der Bilder (www.panoramabuch.com/link/ olloclip, 75 Euro).
Eine Dreierkombination mit einem Teleobjektiv, einem Weitwinkel und einem Fischauge bietet das »iPhone Lens Dia!«, das zudem mit einem eigenen iPhone-Case geliefert wird, das drei Gewinde für die Stativmontage hat. Das Fischauge hat eine Brennweite von etwa 11,5 mm, das Weitwinkel liegt bei 24,5 mm (www.panoramabuch.com/link/lensdial, 249 USD).
Als einzige Firma, die nicht ausschließlich Linsen für das iPhone herstellt, sondern hauptsächlich Film- und Fotoobjektive von Weltruf, bietet Schneider Optics unter der Marke »iPro Lens« ein Weitwinkel (23 mm) und ein Fischauge (165° Bildwinkel) inklusive passendem iPhone-Gehäuse an. So etwas hat natürlich seinen Preis (www.iprolens.com, 200 USD).
Wirklich interessant wird die Panoramafotografie mit dem iPhone erst mit einem Stativadapter. Der momentan einzige Adapter, der nach dem Prinzip eines Nodalpunktadapters arbeitet, ist der Gymbl von Youbiq. Er befestigt das iPhone kopfüber so, dass es sich zweiachsig um den NPP der Kamera dreht.
Der Cymbl ist trotz des winzig erscheinenden Kunststoff-Alu-Teils sogar so genau, dass sich mit der eingebauten Kamera sphärische Multi-Row-Panoramen von fast 20000 Pixeln Breite und einer Montagegenauigkeit knapp über 1 Pixel produzieren lassen. Eine neue Version, die bei den Aufnahmen nach unten weniger vom Boden abdeckt und einen Indexer mit zwölf Schritten passend zur Brennweite des iPhone-Objektivs bietet, ist mittlerweile auf dem Markt. Der Gymbl ist sicher derzeit der beste Stativadapter, den man mit dem iPhone verwenden kann, auch jenseits der Panoramafotografie (www.panoramabuch.com/link/gymbl, 75 USD).
Ein geradezu winziges Gerät ist der »Glif«. Er wird einfach unten auf das iPhone aufgesteckt und funktioniert deshalb nur ohne iPhone-Gehäuse. Deshalb lässt er sich gut mit dem Olloclip kombinleren. Hochkant eingesetzt ist die Drehachse relativ nahe am NPP der iPhone-Kamera (www.panoramabuch.com/link/glif, 18 Euro).
Der Hersteller »Pixeet« bietet ein Komplettpaket aus Hardware, Panorama- App und einer dazugehörigen Plattform an. Das Fischauge wird magnetisch am Gehäuse befestigt. Ein kleiner Winkel mit einem Stativgewinde kann ins Gehäuse eingeschoben und mit einem normalen Stativ verwendet werden, oder alternativ mit dem beillegenden Einbeinstativ, das sehr handlich ist. Die Panorama-App löst automatisch aus, wenn der Lagesensor im iPhone die gerade Ausrichtung exakt gemessen hat. Auch die 90° Winkelabstand für die vier Fischaugenbilder werden so kontrolliert. Die Bilder werden zum Pixeet-Server geschickt und dort gestitcht und als fertiges Panorama auf der Seite des eigenen Accounts abgelegt und auf das iPhone zurückgespielt. Die Größe des sphärischen Panoramas ist auf 4096×2 048 Pixel beschränkt. Dafür geht das alles aber sehr schnell (www.pixeet.com, 100 Euro).
Elektronische Wasserwaage
Der Lagesensor im iPhone (Gyroskop) liefert vielen Panorama- Apps wichtige Informationen. Darauf basieren auch Apps, die man zum Einrichten des Stativs verwenden kann, z. B. CameraAngle (www.panoramabuch.com/link/cameraangle ( gratis).
Thomas Bredenfeld
Digitale Fotopraxis Panoramafotografie
379 S., 2. Auflage 2012, komplett in Farbe, mit DVD, 39,90 Euro
ISBN 978-3-8362-1861-0
www.galileodesign.de/3027
Erstellen Sie Panoramen wie ein Profi! Thomas Bredenfeld führt Sie in die Welt der digitalen Panoramafotografie: Erfahren Sie, welche Ausrüstung sinnvoll ist, lernen Sie anhand von anschaulichen Beispielen die richtige Aufnahmetechnik kennen und wie Sie Ihre Vorlagen am Rechner perfekt zusammenfügen. Der Autor gibt Ihnen auch Tipps für die attraktive Präsentation Ihrer Bilder. Mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen schaffen Sie schnell und leicht den Einstieg in den komplexen Workflow. Die beiliegende DVD beinhaltet außerdem unterschiedliche Stitching-Tools, so dass Sie Ihre Aufnahmen am PC gleich zu beeindruckenden Panoramen zusammenfügen können.
Gastbeitrag: So werden Ihre Urlaubsfotos zum Hingucker
MW schreibt in Foto-Know-How am 02.09.2012
Urlaubsfotos müssen nicht langweilig sein und immer nur Landschaften zeigen.
Es gibt wohl nichts Schlimmeres als langweilige Fotos, denen man auf den ersten Blick ansieht, dass sie gestellt sind. Menschen stehen positioniert vor einer Sehenswürdigkeit. Das muss doch nicht sein! Mit diesen Tricks werden Fotos zum Hingucker und bleiben lange in der Erinnerung.
Fotos mit Action sind einfach zu machen. Dazu nutzt man am Besten ein Weitwinkelobjektiv mit einer sehr kurzen Belichtungszeit. Dadurch werden die Bewegungen eingefroren und durch den Weitwinkel wird der Betrachter mit in die Action reingezogen. Menschen am Strand sieht man dann durch das Wasser laufen, das Wasser spritzt und schon wird das Foto zu einem echten Hingucker.
Besonders schöne Fotos sind Motive mit Kindern. Eine Idee für ein gelungenes Strandfoto: Die Kinder bauen eine Sandburg und wollen natürlich dieses Bild zu Hause zeigen. Solch einen Augenblick fängt man am Besten ein, wenn man mit einer Teleeinstellung aus etwas Entfernung arbeitet. Die Blende sollte weit geöffnet sein. Teile der Sandburg sollten etwas unscharf im Vordergrund stehen und die Kinder sind scharf im Mittelpunkt zu sehen. Mit so einem Motiv bleibt der gemeinsame Familienurlaub für Groß und Klein noch lange in Erinnerung.
Fotos am Strand werden am schönsten, wenn man sie am frühen Morgen vor Sonnenaufgang und abends nach Sonnenuntergang knipst. Das Licht ist in dieser Zeit weicher und die herabstrahlende Sonne zaubert keine harten Schatten ins Gesicht. Möchte man einen Sonnenaufgang oder -untergang fotografieren, dann sollte man eine kurze Belichtungszeit wählen, denn sonst wird das Foto leicht überstrahlt. Der Vordergrund würde ziemlich dunkel werden. Ein wunderbares Hilfsmittel ist hier ein Blitz, denn der hellt den Vordergrund wieder auf.
Bei Gruppenfotos ist immer darauf zu achten, dass keiner der Personen „geköpft“ wird, das bedeutet von allen Personen sollte auch der Kopf zu sehen sein. Hierzu ist es hilfreich, auch die Schärfe des Hintergrundes zu reduzieren. Die schneidende Linie des Hintergrundes verschwindet dann und verbindet sich gut mit dem Hauptmotiv, den Menschen.
Mit diesen Tipps werden Ihre Urlaubsfotos sicher zum Highlight und dienen noch lange als Erinnerung an die schöne, viel zu kurze Urlaubszeit.
Gastbeitrag von Casamundo
Der Muttertag – Ursprung der Tradition und frische Geschenkideen
MW schreibt in News und Web-Tipps am 15.04.2012
Am 13. Mai ist es wieder so weit. Es ist Muttertag.
Mehr über die Ursprünge des Muttertags und tolle Geschenkideen finden Sie hier.
1. Woher kommt die Tradition des Muttertags?
Der Muttertag gilt als Feiertag zu Ehren der Mutterschaft. Die Tradition stammt jedoch ursprünglich aus den USA:
Anna Jarvis gilt als Begründerin des Muttertags. Nach dem Tod ihrer Mutter am 9. Mai 1905, führte sie einen Ehrentag für Mütter ein. Der Muttertag wurde 1908 zum ersten Mal im US-Staat Philadelphia gefeiert und verbreitete sich rasant.
Im Laufe des 20. Jahrhunderts verbreitete sich die Tradition des Muttertags auch in die Schweiz, nach Norwegen, Schweden und Österreich.
In Deutschland wird der Muttertag seit dem 13. Mai 1923 genannt.
Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Muttertag mit der Idee der germanischen Rasse verbunden.
Im Jahre 1938 wurde das Mutterkreuz eingeführt. Mütter mit 4 – 5 Kindern erhielten es in Bronze, für 6 – 7 Kinder in Silber und ab 8 Kindern in Gold.
Seit 1949 wird der Muttertag, wie wir ihn kennen, in Deutschland am zweiten Sonntag im Mai gefeiert. Blumenläden machen an diesem Tag wohl den größten Umsatz.
2. Geschenkideen zum Muttertag
Sie halten den Hype um Blumen zum Muttertag für komplett übertrieben, wollen Ihrer Mutter aber dennoch eine Freude bereiten?

Neben dem Buch des Lieblingsautors, einem selbst gebackenen Kuchen oder Pralinen eigenen sich personalisierte Geschenke besonders gut für die Mama.
Wie wäre es denn beispielsweise mit einem individuellen Schneidebrett oder einer Einkaufstasche mit Ihrem Foto drauf?
Ihre Mutter liebt es modern und ist technisch immer auf dem neusten Stand? Sie fühlt sich im Internet zuhause und besitzt ein iPhone oder iPad? Dann kreieren Sie ihr doch ein persönliches Case für iPhone oder iPad .
Hat auch Ihre Mutter eine Vorliebe für Tee oder Kaffee? Dann wird sie sich sicher riesig über einen großen Kaffeebecher freuen.
Denn mit der persönlichen Kaffeetasse mit ihrem Lieblingsmotiv garantieren Sie Ihrer Frau Mama einen guten Start in den Tag.
Hat Ihre Mutter eine Vorliebe für Städtereisen oder Wellnesstage ? Schenken Sie ein Wellnesswochenende, einen Trip in eine unbekannte Stadt allein oder für zwei oder einen kulinarischen Kurzausflug in ein angesagtes Restaurant in der Nähe.
Sie haben immer noch keine passende Geschenkidee? Auf posterXXL haben wir noch weitere tolle Geschenkideen zum Muttertag für Sie bereitgestellt.
Lassen Sie sich inspirieren und überraschen Sie Ihre Mutter mit einem ganz besonderen Präsent zum Muttertag!




















































